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Kaiserwetter beim Baustellentermin: Betriebsleiter Christian Herrmann, Bürgermeisterin Eva John und Stadtbaumeister Stephan Weinl (v.l.) gestern mit den neuen Seebad-Broschüren. mit den en die Stadt über das Projekt in Hochglanzoptik informiert. 

Umbau

Seebad in Starnberg wird ein Schnäppchen – für Gäste

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Bis zur Eröffnung des Seebads dauert es noch über vier Monate. Gestern haben Bürgermeisterin Eva John und Betriebsleiter Christian Herrmann aber bereits Betriebskonzept, Öffnungszeiten und Preise vorgestellt.

Starnberg – Badehose und Bikini müssen noch eine Zeit lang im Schrank bleiben, Blaumann und Engelbert-Strauss-Arbeitsklamotten sind derzeit angesagt auf der Baustelle des Wasserparks, der ja nach seiner Neueröffnung Seebad heißen wird. Bürgermeisterin Eva John bekräftigte gestern, dass Ende April Eröffnung des neuen Badeparadieses sein soll – und rührte zusammen mit Betriebsleiter Christian Herrmann die Werbetrommel für die Gutscheine, die seit Mittwoch erhältlich sind.

„Das ist ideal für Weihnachten“, sagte John, verwies gleich auf die Internetseite www.seebad-starnberg.de und präsentierte die Eintrittspreise. Erwachsene zahlen für die Schwimmhalle zwischen 3,50 Euro (90-minütiger Sport-/Abendtarif) und 6 Euro (Tageskarte), bei Jugendlichen zwischen sechs und vierzehn Jahren reicht die Spanne von 2,50 bis 4,50 Euro, Kinder unter sechs Jahren sind frei. Damit liegen die Preise etwa die Hälfte bis zwei Drittel unter denen, die zum Beispiel im Kristall-Trimini am Kochelsee aufgerufen werden, das heuer in Betrieb gegangen ist.

Auch die Saunapreise dürften für das Angebot und die Lage eher als Schnäppchen angesehen werden: 19,50 Euro für vier Stunden ist der günstigste Tarif. Dafür bekommt der Besucher nicht nur Zugang zu den drei Saunahütten mit 60, 70 und 90 Grad Temperatur – sondern auch einen unverstellbaren Blick durch große Panoramafenster auf See und Berge, direkter Seezugang natürlich inklusive.Nach den im Laufe des Jahres aufgetretenen Verzögerungen sieht John das Projekt mittlerweile im Zeitplan. Die Kosten gab sie, wie bereits in der Bürgerversammlung, mit 22,5 Millionen Euro an – 2,5 Millionen mehr als geplant. 

Fotos vom künftigen Seebad in Starnberg

Als Gründe führte sie unter anderem die Hochkonjunktur im Baugewerbe, unvorhersehbare Aufgaben sowie Planänderungen, die Gastronomie, betreffend an. Zuletzt waren Schäden an den Becken und an der Decke aufgetreten, die derzeit behoben werden. Stadtbaumeister Stephan Weinl sprach gestern von „ganz moderaten Kostensteigerungen“ bei einem Bauvorhaben dieser Komplexität. „Da gibt es in Bayern ganz andere Projekte“, sagte er. Alllerdings kommen mit der Sanierung der einsturzgefährdeten Ufermauer (Kosten etwa 225 000 Euro) und der Altlastensanierung (etwa 900 000 Euro) noch weitere Positionen hinzu.

Der Empfangsbereich, die Schwimmhalle, Kinderbecken, Rutsche, Saunahütten, Gastronomie über zwei Ebenen inklusive Veranstaltungsraum, dazu das Strandbad – wenn es nach den Verantwortlichen geht, soll vom nächsten Frühjahr an alles ineinander übergehen und auch das Personal den Gästen einen rundum gelungenen Tag ermöglichen. 22 Frauen und Männer werden künftig im Seebad beschäftigt sein – sieben mehr als im alten Wasserpark. Allerdings sei es schwer, Personal zu finden, sagte Betriebsleiter Herrmann. Bayernweit würden mehrere hundert Fachangestellte für Bäderbetriebe gesucht, erklärte er. Die Stellenausschreibungen laufen.

Die Kernöffnungszeiten der Schwimmhalle sind von 10 bis 21 Uhr geplant, die des Strandbads von 9 bis 19 Uhr – „da sind wir aber in beide Richtungen flexibel“, sagte Herrmann. Er ist mit Beginn der Umbauarbeiten vor gut zwei Jahren beinahe täglich auf der Baustelle. Seit zwei Jahrzehnten ist der 52-Jährige der Betriebsleiter. Und auch er freut sich, wenn’s los geht.

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