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Die Preise für die Seenschifffahrt steigen heuer leicht. 

Bayerische Seenschifffahrt

Mehr Geld fürs Schifferlfahren

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Die Seenschifffahrt hat die Preise erhöht. Grund sind allgemeine Kostensteigerungen. Dafür bekommt der Fahrgast aber auch mehr Service.

Starnberg/Stegen – Die Preise für Einzel- und Rundfahrten der Schiffe auf Starnberger und Ammersee steigen in diesem Jahr um knapp zwei bis 2,5 Prozent. Das geht aus den neuen Preislisten für die Saison auf den beiden Seen hervor, die am 1. April beginnt. Als Grund gibt die Bayerische Seenschifffahrt allgemeine Kostensteigerungen an und die laufenden Tarifverhandlungen für die rund 165 Mitarbeiter.

Die Große Rundfahrt auf dem Starnberger See kostet 50 Cent mehr und nun 18,50 Euro. Der Preis der Großen Schlösserfahrt steigt ebenfalls um 50 Cent auf 15 Euro. Die Kombikarte fürs Buchheim-Museum kostet heuer 23,90 statt bisher 23,50 Euro. Fahrradmitnahme und Hund kostet weiter 3 Euro. Die Preise am Ammersee wurden ebenso angepasst: Große Rundfahrt 18,50 Euro, Nördliche Rundfahrt 15 Euro (+ 20 Cent). Gruppenpreise steigen mit, allerdings nicht so stark. Die Jahreskarte für alle vier Seen – Starnberger, Ammer-, Tegern- und Königsee – schlägt mit 185 Euro zu Buche (+ 5 Euro). Die Schiffe auf beiden Seen im Kreis transportieren pro Jahr an die 600 000 Fahrgäste.

In der Winterpause sind die Mitarbeiter aber wie jedes Jahr nicht untätig, erklärt Michael Grießer, Geschäftsführer der Seenschifffahrt. Neben der Wartung der Schiffe in Starnberg und Stegen müssen Stege um- oder neu gebaut werden. Am Ammersee war es unter anderem der Steg in Buch (wir berichteten). Die „Diessen“ bekommt ein neues Vordeck aus Holz. Am Starnberger See wird der Dampfersteg in Berg teilweise erneuert. Der so genannte kleine Steg an der Seite wird barrierefrei umgebaut, damit beispielsweise Rollstuhlfahrer auch die kleineren Schiffe ungehindert betreten können, erklärt der Starnberger Betriebsleiter Ralph Schlemmert. Die Arbeiten sind beinahe abgeschlossen. Demnächst werden noch neue Pfosten eingeschlagen. Einige Stege werden höhenverstellbar gemacht, so Ambach und vielleicht noch Leoni. Die „Berg“ liegt derzeit zur Kontrolle an Land, wird aber demnächst wieder in den See gelassen.

Neue Schiffe wird es in den nächsten Jahren für die beiden Seen nicht geben. Die Ammersee-Flotte ist Grießer zufolge auf dem neusten Stand. Dort ist kein Schiff älter als 16 Jahre, außer die „Diessen“, die eigentlich von 1908 stammt, aber fast komplett erneuert wurde. Die neue „Utting“ aus dem vorigen Jahr muss erst zu Ende finanziert sein, dann kann die Seenschifffahrt über Neubauten für den Starnberger See nachdenken. Kandidaten gibt es einige: die „Bayern“ aus dem Jahr 1939 etwa oder die „Phantasie“ aus dem Jahr 1960. Die „Berg“ ist mit 57 Jahren auch kein Jungspund mehr. Vor 2021 wird sich da nichts tun, glaubt Grießer.

Der Starnberger und der Ammersee werden im Winter nicht befahren, Tegernsee und Königsee aber schon. Das wird sich auch nicht ändern, denn der Hauptgrund sind die Vogelschutzgebiete (RAMSAR) an beiden Seen. Es gibt aber auch wirtschaftliche Gründe, weil die beiden nicht so stark touristisch geprägt sind und der Aufwand für die größeren Schiffe deutlich höher ist. „Das rechnet sich nicht“, sagt Grießer. „Schifferlfahren im Winter ist dort nicht das, was die Leute zwingend machen wollen.“ Zudem brauchen die Werften die Zeit, um die Schiffe zu warten. Schlemmert hat es vor Jahren mal mit Silvesterfahrten versucht. Damals musste man die Fahrrinne erst vom Eis befreien.

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