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Es gibt noch einiges zu tun: Seestubn-Pächter Thomas Frey (l.) und sein Partner Karim el Kassidi.

Gastronomie

Fischsuppe, Kaiserschmarrn und viel mehr

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Nur  wenige Tage nach dem Abschied vom Wirtepaar Völkl sind die Seestubn in Percha wieder geöffnet. Regie führt jetzt dort Thomas Frey.-

Percha – Die wichtigste Nachricht für die Stammgäste zuerst: Ja, Fischsuppe und Kaiserschmarrn wird es auch künftig in den Seestubn geben. Der neue Wirt Thomas Frey hält an den Klassikern des Lokals im Perchaer Erholungsgebiet fest. Er möchte das kulinarische Angebot der Gaststätte nicht umkrempeln, aber erweitern. Auf der Basis bayerischer und alpenländischer Standards wie Leberkäs und Wiener Schnitzel soll die Karte internationaler werden, zum Beispiel mit toskanischem Huhn, Quiche oder Surf & Turf. Wichtig ist Frey: Das Angebot muss mit den Gästen wachsen. „Was ihnen gefällt, werden sie bei uns auch zu essen bekommen“, sagt der Starnberger.

Der Pächter und seine Partner

Uns, das sind neben Frey Karim el Kassidi und Christoph Langbein. Während der als Gastronom eher unbeleckte Frey („Ich habe als Jugendlicher und während des Studiums in einer Bar gearbeitet, habe das aber nicht gelernt“) sich als Diplom-Betriebswirt um die kaufmännischen Angelegenheiten kümmert, hat el Kassidi in der Küche das Sagen. Der gebürtige Marokkaner hat bis vor einem Jahr das italienische Restaurant „Simpatico“ in Starnberg (Weilheimer Straße) betrieben. Und Langbein wird dafür sorgen, dass der Kiosk läuft und die Gäste mit Getränken versorgt sind. Dass ihm das gelingt, hat das als „Bruno“ bekannte Original bewiesen, etwa als Schankkellner im Gasthof „Die Post“ in Aufkirchen.

„Der Wunsch, was Neues zu wagen“

Wie kommt ein Diplom-Betriebswirt im reifen Alter von 50 Jahren dazu, auf den umkämpften Markt der Gastronomie zu wechseln? Frey antwortet mit seinem sympathischen Lächeln kurz und knapp: „Der Wunsch, was Neues zu wagen.“ Seit einem Jahr gingen er und el Kassidi mit der Idee schwanger, gemeinsam etwas in der Gastro-Branche zu unternehmen. Da kam die Ausschreibung für die Seestubn-Pacht gerade recht. „Fünf Tage vor Ablauf der Abgabefrist haben wir uns zusammengesetzt und gerechnet“, erzählt der Starnberger. Es wurden alle Eventualitäten und Aspekte in das Betriebskonzept mit einbezogen. Sogar die Wetter-Historie am Starnberger See war ein Baustein, etwa für die Personalplanung. Der Aufwand hat sich gelohnt. Mit dem Konzept hat Frey die Verwaltung des Landkreises als Eigner der Gaststätte überzeugt. Unter 17 Bewerbern insgesamt und sieben Finalisten, mit denen die Kreisbehörde intensive Gespräche geführt hat, machte Frey schließlich das Rennen.

12 Monate und sieben Tage die Woche offen

Vorerst läuft der Betrieb über den Kiosk. Der ist seit Übernahme der Seestubn durch Frey etwas aufgehübscht worden und soll wieder die Gäste anlocken. „Wir wollen uns keine längere Umbauphase leisten, wir müssen Geld verdienen“, sagt Frey, und jetzt Gäste gewinnen, „die auch dann zu uns kommen, wenn es regnet oder schneit“. Denn das Lokal in Seenähe soll 12 Monate und sieben Tage in der Woche geöffnet sein. „Das muss klappen, wenn man zu dritt die Verantwortung trägt. Da bleibt für jeden mal Zeit für einen Ruhetag, für die Familie und einen Urlaub“, hofft Frey. Das Restaurant (etwa 50 Sitzplätze) und die Räumlichkeiten im Obergeschoss (60 bis 70 Plätze für Firmen-Events, Familienfeiern etc.) werden gründlich saniert. Und dann will Frey mit der Stadt ausloten, wie die Außenanlagen noch attraktiver zu gestalten sind. 

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