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So langsam wird es ernst: Philipp Autenrieth und Simon Diesch (v.l.) treffen auf Mallorca auf die geballte 470er-Weltelite. 

Segeln

Segler nehmen Kurs auf Olympia

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Nicht nur für Simon Diesch und Philipp Autenrieth beginnt mit der Trofeo Princesa Sofia auf Mallorca die heiße Phase. Die 470er-Segler wollen 2020 bei den Olympischen Spielen in Tokio dabei sein.

Starnberg/Tutzing – „Malle ist nur einmal im Jahr“, sagten Nadine Böhm und Ann-Christine Goliaß voller Freude über das Trainingslager des Deutschen Segler-Verbands auf Mallorca. Während sich die Crew aus dem Deutschen Touring Yacht-Club auf ihrer „Lieblingsinsel“ so richtig wohl fühlte, kränkelten Simon Diesch und Philipp Autenrieth vor sich hin. Ein Grippeeffekt legte das Team aus dem Württembergischen und dem Bayerischen Yacht-Club völlig lahm. „An Segeln war da nicht zu denken.“ Enttäuscht mussten die beiden Patienten verfrüht nach Hause zurückkehren. Inzwischen sind sie wieder auf den Balearen. Am kommenden Samstag beginnt die 50. Trofeo Princesa Sofia mit starker Besetzung bei den 470ern.

Die gesamte Weltelite hat sich angesagt. Im vergangenen Jahr beendeten die beiden Süddeutschen die Regatta als Vierte, ein Spitzenresultat, an dem sich die Mannschaft auch heuer orientieren will. „Die Top Ten sind auch bei diesmal stärkerer Konkurrenz die Messlatte“, stellt die Crew klar.

Insgesamt acht deutsche Teams haben in der offenen Klasse für Mallorca gemeldet. Unter ihnen befindet sich auch Theresa Löffler vom DTYC, die im Vorschot nicht von ihrer Partnerin Lena Stückl, sondern von Christopher Hoerr unterstützt wird. Bei den Damen wetteifern neben Böhm/Goliaß fünf weitere Mannschaften des DSV um gute Platzierungen. Bei den 49ern gehen Jakob Meggendorfer und Andreas Spranger vom BYC an den Start, im Finn der Tutzinger Simon Gorgels.

Nach dem langen Winter und dem für die 470er missratenen Weltcup in Miami geht es für die Teams vom Starnberger See darum, sich langsam für den Saisonhöhepunkt in diesem Jahr in Form zu bringen. Im August werden bei der Weltmeisterschaft in Japan die Nationentickets für die Olympischen Spiele 2020 vergeben. „Dort wollen und müssen wir unser höchstes Niveau erreichen“, sagen Diesch und Autenrieth.

Der Fahrplan des DSV und des Deutschen Olympischen Sportbundes sieht vor, dass bei den Männern die eigenen Olympia-Kandidaten in diesem Jahr nicht miteinander konkurrieren, sondern zunächst gemeinsam versuchen, das Ticket für Japan zu sichern, bevor sie im Frühjahr 2020 ihren Vertreter ermitteln. Berücksichtigt werden die Ergebnisse bei der WM im März auf Mallorca sowie bei der Trofeo Princesa Sofia Anfang April. Ende des Monats steht der letzte Teil der Qualifikation beim World Cup in Genua an. „Damit konzentriert sich die Quali mit drei großen Events auf einen Zeitraum von sechs Wochen.“ Diesch und Autenrieth erwarten einen heißen Frühling im nächsten Jahr.

Dass sich die Entscheidung auf einen Zeitraum von sechs Wochen komprimiert und zwei der Regatten vor der Küste Mallorcas über die Bühne gehen, birgt für sie logistische Vorteile. „Der Weg dorthin ist nicht so weit, wir kennen uns dort aus. Material, Ersatzteile und Unterkünfte lassen sich leichter organisieren.“ Vielleicht wird Mallorca bald auch für sie zur „Lieblingsinsel“.

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