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Ein Pakt fürs Klima: Zum Portfolio der Starnberger Energiewende gehört auch die Photovoltaik-Technik.

Energiewende

50 Seiten Klimaschutz

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Landkreis - Der Landkreis Starnberg will die Energiewende bis 2035 schaffen. Um dieses Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, gibt es jetzt den Klimapakt.

Wer einen Pakt schließt, verfolgt gemeinsame Ziele. Mit der Energiewende bis zum Jahr 2035 hat der Landkreis Starnberg eine sportliche Vorgabe. Nun gibt es den Klimapakt. Der zuständige Ausschuss hat ihn einstimmig beschlossen, denn man müsse seine Anstrengungen verstärken.

Wie sieht der Pakt aus? Die teilnehmenden Kommunen erklären sich bereit, in den Jahren 2016, 2017 und 2018 jeweils mindestens drei Maßnahmen umzusetzen. Dabei geht es um kleine Hausaufgaben, die zu stemmen sind. Dazu sollen Gesellschaften, Unternehmen, Verbände, Kirchen und andere Institutionen zum Beitritt motiviert werden. Wen der Kreis da vor allem im Visier hat, erklärte Klimaschutzmanagerin Josefine Anderer-Hirt: 80 Prozent der Unternehmen in der Region seien im Dienstleistungssektor tätig und hätten wenig Interesse am Klimaschutz. „Dabei kommen auch die nicht an diesem Thema vorbei.“ Es sei exponentielles Engagement nötig, um das Ziel 2035 zu erreichen. Im Gremium herrschte Einigkeit darüber, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft gfw ins Boot zu holen. Und außerdem in den Schulen das Bewusstsein der Kinder für diese Thematik zu schärfen.

Gilchings Bürgermeister Manfred Walter konterte den Vorwurf, dass sich Kommunen in dieser Sache wegduckten. „Unsere Gemeinden haben bereits viel getan und sind auf einem guten Weg.“ Der Kreis wolle da mit gutem Beispiel vorangehen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Strukturen zu schaffen. Zudem sollen in den nächsten Jahren Mitarbeiter intensiver für diese Thematik motiviert und geschult, eine Werbekampagne auf den Weg und die Imagekampagne Klimaschutz initiiert werden. Weitere Möglichkeiten durch ein Solarfreiflächenkataster, Stromspeichersysteme und E-Mobilität sollen genutzt und aufgezeigt werden. Wer sich am Pakt beteiligt, dem wird ein 50-seitiger Maßnahmenkatalog an die Hand gegeben.

Klar sei aber auch, „dass wir da dicke Bretter zu bohren haben“, so Josefine Anderer-Hirt. Pöckings Bürgermeister Rainer Schnitzler betonte, dass es bei diesem Thema schwer sei, an die Leute heranzukommen. Daher sei es wichtig, dass so ein Aktionsplan nicht von oben aufgezwungen, sondern als gemeinsames, positives Projekt daherkomme. Der Ausschuss empfahl dem Kreistag einstimmig, den Pakt zu schließen. Nach zwei Jahren Erfahrungen soll dann in einem Klimadialog mit allen beteiligten Kommunen und Einrichtungen eine Zwischenbilanz gezogen und gegebenenfalls Anpassungen beschlossen werden. Das ehrgeizige Ziel Energiewende 2035 bleibt - jetzt halt mit Pakt.

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