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Die MVV App kann kostenlos heruntergeladen werden.

Serie Digitaler Landkreis

Per App durch das Fünfseenland

Landkreis – Mit der MVV-App können Fahrgäste im Landkreis so Einiges anstellen. Für wen die App sinnvoll ist.

Das Leben wird immer digitaler: SmartphoneApps, Internetdienste, soziale Medien oder Fahrkarten auf dem Handy machen den Alltag für viele einfacher. Im Landkreis gibt es das bereits häufig, und im Landkreis sitzt einiges Knowhow für die Trends der Zukunft. In loser Folge beleuchten wir praktische Folgen und Hintergründe. Das beschäftigt nämlich auch Fahrgäste: die App des MVV, ein kleines Programm für Smartphones und Tablets, bietet Fahrpläne und Tickets.

Anwendung ist 32mb groß und kostenlos

Gleich fährt die Bahn ab. Wann genau? Und wann kommt die nächste? Wer sich die Hetzerei zum Fahrplanaushang und zum Ticket-Automaten sparen möchte, ist mit der MVV-App gut bedient. Diese hat zwei wichtige Vorteile: Mit ihr können Fahrgäste jederzeit und jederort Abfahrtszeiten einsehen und ihre Tickets kaufen – mit dem Handy. „Die Fahrplanauskunft wird am meisten genutzt“, weiß Kreis-Verkehrsmanagerin Susanne Münster. 

Sie nutzt die App selbst: „Ich muss kein Bargeld dabei haben und das Handy habe ich sowieso immer dabei.“ Doch wie kann die App genutzt werden? Die 32 Megabyte große Anwendung kann kostenlos heruntergeladen werden – was für iPhone, iPad, Android oder Windows Phone möglich ist. Um ein Ticket zu kaufen, müssen sich Nutzer registrieren. Dann können bestimmte Tickets ausgewählt werden: Einzelfahrkarten, Streifenkarten, Tageskarten, CityTourCard oder Anschlusstickets für Zeitkarten. 

Akku geht aus? Karte kann beim MVV nachgezeigt werden

Die Fahrkarte kann anschließend per Kreditkarte oder Lastschrift bezahlt werden. Im Hintergrund arbeite man daran, dass bald alle Fahrkarten, auch Abos, per App gekauft werden können, berichtet Münster: „Da geht der Weg hin, das ist die Zukunft.“ Ist die Karte online gekauft, braucht es keine Internetverbindung mehr. Das ist wichtig, denn die Fahrkartenkontrolle macht natürlich auch vor Online-Tickets nicht Halt. Das Ticket ist im Kundenaccount gespeichert und kann abgerufen werden. 

Sollte das Handy wegen mangelnden Akkus oder eines Defekts versagen, kann die Karte bei einer MVV-Stelle nachträglich gezeigt werden. In jedem Fall müssen Nutzer bei ihrer Fahrt einen Lichtbildausweis mit sich führen, weil die elektronischen Tickets personalisiert sind. Wer noch nicht weiß, wie er genau fahren möchte: Bei Eingabe von Start und Ziel schlägt die App Verbindungen aus Haltestellen von Bahn und Bus vor. Für die jeweilige Fahrt wird das dafür nötige Ticket samt Preis angezeigt. Wenn sich Verbindungen verspäten, ist das für Nutzer einsehbar. Auch Fahrgäste selbst können mit der App Verspätungen melden, die dann anderen Nutzern angezeigt werden. 

1300 Fahrgäste nutzen die App im Landkreis

Diesen Staumelder gebe es „derzeit nur für die S-Bahn“, so Münster. Doch wenn an Bus-Haltestellen im Landkreis Anzeigetafeln angebracht werden und mit Echtzeitdaten laufen, „kann man diese auch in einem weiteren Schritt appfähig machen“. Ein System, mit dem auch der ÖPNV in Landkreisen mit Echtzeit arbeitet, „ist in der Endphase“. Laut Norbert Specht, beim MVV für Marketing zuständig, werden über die App hauptsächlich Informationen abgerufen. Doch die Zahl der Ticketkäufe nehme zu. Im Landkreis Starnberg gebe es 1300 Nutzer (insgesamt 1,4 Millionen) – jährlich gibt jeder von ihnen im Durchschnitt 70 Euro über die App aus. Der Renner sind Einzelfahrkarten. 

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