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Die Ausrüstung macht es: Ein Freund fotografierte Manuel Stanuschewski bei einer seiner regelmäßigen Winter-Paddeltouren auf dem Starnberger See.

Nach den Unfällen der vergangenen Tage

Sicherheit auf dem See: Nicht ohne Neo und Weste

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Landkreis - Auch wenn das Wetter – mal abgesehen vom Osterwochenende – heuer bereits prächtig war, ist das Wasser des Starnberger Sees noch lebensgefährlich kalt. Was ist derzeit beim Wassersport zu beachten?

Wenn das Thermometer wie in der vergangenen Woche über die 20 Grad-Marke klettert, gibt es kein Halten mehr. Alles strömt zu den Ufern der Gewässer im Fünfseenland. Baden tun dennoch die wenigsten – das Wasser ist mit rund neun Grad derzeit einfach noch viel zu kalt.

Aber Segeln, Rudern, Angeln, Tauchen, SUP-Fahren – alles kein Problem. Oder doch? Eine ganze Reihe schwerer Unfälle in den vergangenen Tagen führte eindringlich vor Augen, dass der schöne, ruhige, majestätische Starnberger See und seine kleinen Brüder durchaus ihre tückischen Seiten haben. Der Starnberger Merkur sprach mit Experten darüber, wie man Wassersport weitgehend gefahrlos genießen kann.

Segeln

Der Starnberger See und das Wetter sind unberechenbar. Das kann auch – wie erst am Ostermontag – erfahrene Segler erwischen. „Deshalb sollte die Rettungsweste zur Standardausrüstung jedes Seglers gehören“, sagt Walter Kohlenz, Sprecher der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) im Landkreis Starnberg. Dem pflichtet Markus Bucher, Vorsitzender der BRK-Wasserwacht in Starnberg, bei. „Im derzeit eiskalten Wasser vergehen nur Minuten, bis die Muskeln ihren Dienst verweigern“, sagt er. Wer dann keine Weste trägt, geht unter. Mit Weste bleiben im Ernstfall einige kostbare Minuten, die die Retter oftmals brauchen, bis sie vor Ort kommen. Genauso sollte man darauf achten, ein wasserfestes oder zumindest wasserdicht verpacktes Handy mit an Bord zu nehmen, ergänzt Kohlenz. Er rät: „Bei den derzeitigen Temperaturen sollte man eigentlich nicht ohne Neoprenanzug auf den See gehen.“

Standup-Paddeln

Das gilt auch für die SUP-Fahrer, die in Scharen auf dem See unterwegs sind. Manuel Stanuschewski ist regelmäßig auch im Winter auf den Seen in Oberbayern unterwegs (wir berichteten). Er weiß, wie wichtig die richtige Ausrüstung ist: „Ohne Neo geht‘s nicht aufs Brett“, sagt er. Im Winter plädiert er zudem dafür, das Board mit einer Leine am Fußgelenk zu befestigen: „Fällt man ins Wasser, dann reicht eine starke Böe und das Brett ist ansonsten weg.“ Dann muss man im eiskalten Wasser zum Ufer schwimmen. Dennochbeobachtet Markus Bucher immer wieder Standup-Paddler, die selbst bei den derzeitigen Temperaturen ohne Neoprenanzug unterwegs sind. „Selbst Sechsjährige habe ich heuer bereits ohne Anzug gesehen“, berichtet er. Das Standardargument sei dann immer: „Ich kann es, falle nicht runter.“ Aber das kann niemand wissen.

Angler

Schwieriger sieht es bei den Anglern aus. Vorgeschrieben ist nichts, sicherheitshalber sollte man aber auch hier eine Rettungsweste und ein wasserfestes Handy dabei haben. Erst in der vergangenen Woche ist ein Fischer im Walchensee (Landkreis Bad Tölz) gestorben.

Taucher

Hier sind sich – auch mit Blick auf den tödlichen Tauchunfall am Ostersamstag – alle einig. Die Regel, dass im Starnberger See nur im Team getaucht werden darf, ist überlebenswichtig. Der verunglückte Taucher war alleine unterwegs, was laut Allgemeinverfügung verboten ist.

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