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Sie machen Hunde glücklich: Christina und Patrick Meinert aus Starnberg haben ein Start-up-Unternehmen für veganes Hundefutter gegründet. 

Starnberger Start-up gegründet

Sie wissen, was Hunden guttut: Paar bietet veganes Futter für Hunde an

  • Stephan Müller-Wendlandt
    vonStephan Müller-Wendlandt
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Krebs, Diabetes, Herz- und Kreislaufleiden sind nicht nur Geißeln der Menschheit. Auch Haustiere leiden unter diesen Krankheiten. Christina und Patrick Meinert machen falsche Ernährung und die Folgen der Massentierhaltung dafür verantwortlich. Mit veganem Futter will das Paar Hunde glücklich machen.

Starnberg – Ein Golden Retriever ist Geburtshelfer eines jungen Starnberger Start-up-Unternehmens. Christina (33) und Patrick Meinert (29) kreieren alternatives, weil veganes Hundefutter, lassen es von erfahrenen Herstellern produzieren und vertreiben es derzeit vor allem online. Als „Balu“ noch ein Welpe war, merkte Christina Meinert schnell, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Der junge Hund spuckte konventionelle Nahrung sofort wieder aus. Sein Frauchen versuchte es mit eigenen Rezepturen – Hühnerfleisch gemischt mit Reis und Gemüse zum Beispiel. Ebenfalls ohne Erfolg. Futter, das Rindfleisch enthielt, behielt „Balu“ auch nicht bei sich.

Die gelernte Tierernährungstherapeutin, hatte einen Verdacht: „Warum sollen Krankheiten, die bei Menschen von Fleisch aus Massentierhaltung ausgehen, vor Hunden halt machen?“ Sie und ihr Mann ernähren sich seit vielen Jahren rein pflanzlich. Und sie haben erkannt, nachdem sie sich intensiv mit dem Thema beschäftigt haben: Wer seine Gesundheit erhalten möchte, muss auf seine Ernährung achten. Das wollten sie auch ihrem „Balu“ nicht vorenthalten.

In vielen Gesprächen mit Tierärzten sah Christina Meinert ihre These bestätigt. Eine Ärztin habe ihr von einem tierischen Patienten berichtet, dessen Körper voller Krebsgeschwüre gewesen sei. „Dem war leider nicht mehr zu helfen.“ Sie kennt aber auch ein Gegenbeispiel. Der Hund einer ihrer Kundinnen war schwer erkrankt. Seine Ohren waren massiv vereitert und hätten amputiert werden sollen. Der Kundin riet Christina Meinert, die Ernährung des Hundes umzustellen auf vegane Kost. Das Tier lebt und hat seine Ohren nicht eingebüßt.

Aber zurück zu „Balu“. Der Welpe hätte sich ohne Komplikationen tierisch sattessen können an Fleisch von Straußen, Kängurus oder Pferden. Das war den Meinerts allerdings nicht nachhaltig genug. Sie entschlossen sich, ein veganes Hundefutter auf den Markt zu bringen. Leichter gesagt als getan. Mit ihrem Wissen als Tierernährungstherapeutin fiel es Christina Meinert nicht schwer, Rezepturen für eine ausgewogene Nahrung zu entwickeln. Die Suche nach einem seriösen Hersteller war ungleich schwieriger.

Anbieter von Hundefutter gebe es wie Sand am Meer, flachst Patrick Meinert: „Aber erfahrene Produzenten von veganer Nahrung kannst du an zwei Händen abzählen.“ Gut ein Jahr lang hat das Paar mit Rezepturen experimentiert, Verhandlungen geführt, Testreihen produziert, diese von unabhängigen Laboren untersuchen lassen und nach deren Urteilen die Zusammensetzung der Nahrungskomponenten gegebenenfalls nachjustiert.

Mittlerweile ist die Meinert GbR mit mehreren Produkten am Markt: Nass- und Trockenfutter sowie Leckerli – alle unter dem Logo: „Meinert macht Hunde glücklich.“ Wichtig ist den Hundefreunden die Qualität der Produkte – und das hat ihrer Meinung nach auch wesentlich mit dem Herstellungsprozess zu tun. So lassen sie ihr Trockenfutter nur kaltpressen, das heißt bei der Trocknung nur bis maximal 45 Grad Celsius erhitzen. „Das schont die Hanf- und Leinöle, die wir beigeben und die für die Gesundheit der Tiere sehr wichtig sind“, erklärt Christina Meinert.

Übrigens: „Balu“ wird bald drei Jahre alt. Er ist ein aufgeweckter, sehr gut erzogener und offensichtlich kerngesunder Hund – und freut sich tierisch über jeden Besucher.

Kontakt

Interessierte Hundehalter finden Meinert GbR im Internet unter www.meinert.net, auf Facebook unter Meinert macht Hunde glücklich, auf Instagram unter @meinertshundeglueck und per E-Mail an info@Meinert.net.

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