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Auch das ist ein „BayernLab“: In Bad Neustadt tanzen schon mal Roboter mit Kindern – wie „Nao“, der sogar Tai-Chi-Bewegungen vormachen kan n. Zum Angebot gehört auch, dass Besucher etwas über die Programmierung der Roboter erfahren.

Bayernlab für Starnberg

Söder lässt die Roboter tanzen

Starnberg bekommt ein „BayernLab“. Finanzminister Markus Söder gab am Freitag bekannt, dass ein solches IT-Labor für jedermann in der Kreisstadt eingerichtet wird. Wo und wann, ist allerdings noch unklar.

Starnberg– „BayernLab“ sagt den meisten nichts. Landrat Karl Roth wusste damit nichts anzufangen, auch Bürgermeisterin Eva John kannte den Begriff nicht. Beide und alle anderen in Stadt und Landkreis Starnberg werden ihn bald kennenlernen: Finanz- und Heimatminister Markus Söder hat entschieden, dass ein solches „BayernLab“ nach Starnberg kommt. Dabei handelt es sich um ein „Schaufenster für digitale Innovationen“, schreibt das Finanzministerium. Vereinfacht gesagt: Es ist ein Gebäude mit vielen Angeboten rund um die digitale Welt, das kostenlos für jedermann nutz- und besuchbar ist. Bisher gibt es drei in Bayern.

An der Standortentscheidung massiv beteiligt war die Starnberger Landtagsabgeordnete Dr. Ute Eiling-Hütig (CSU), der gegenüber Söder die Zusage auch ausgesprochen hat. „Das neue ,BayernLab‘ in Starnberg ist ein großer Gewinn für die ganze Region“, sagte die Abgeordnete nach Mitteilung des Finanzministeriums. In der Tat wird das „BayernLab“ ein Anziehungspunkt, denn: In ihm werden sich Schulklassen und alle anderen Interessierten mit dem Neusten vom Neuen befassen können – mit einem Mini-Holodeck, als virtueller Realität, mit 3-D-Druck, Robotik, Multikoptern und vielem mehr. Söder spart nicht mit Superlativen: „Unsere ,BayernLabs‘ sind eine offene Infoplattform für jedermann, aktivieren digitales Potenzial im Land und sorgen für digitale Chancengleichheit.“ Zugleich böten sich „vielfältige Möglichkeiten, sich mit Bildungs- und Forschungseinrichtungen in der Region zu vernetzen“ – daran besteht im Landkreis bekanntlich mit vielen Firmen und dem DLR kein Mangel.

Das lässt sich der Freistaat einiges kosten. Zwar konnte das Finanzministerium am Freitag noch keine Angaben zum genauen Standort oder den Kosten machen, weil die Planungen gerade erst anlaufen, doch gibt es Vergleiche: Das „BayernLab“ in Traunstein, eines von derzeit drei im Freistaat, hat allein für den Umbau des Gebäudes eine Million Euro verschlungen. Die IT-Labore gibt es seit einem Jahr, laut Ministerium zählte man 8300 Besucher.

Ein „BayernLab“ ist nicht wie das andere – die genaue Ausgestaltung hängt auch von den Räumlichkeiten ab. Allen gleich ist das Ansatz, Hochtechnologie zum Anfassen zu bieten, Workshops, Vorträge und dergleichen. In einigen Laboren gibt es auch Workshops, nicht nur Angebote für Schulklassen. Die Nutzung ist immer kostenlos. Fünf weitere Labore sollen demnächst eingerichtet werden. Derzeit bestehen welche in Traunstein, Wunsiedel und Bad Neustadt an der Saale. In Vorbereitung sind – zumindest nach der Internetseite der zuständigen Vermessungsverwaltung – Eichstätt, Kaufbeuren, Nabburg, Neustadt an der Aisch und Vilshofen an der Donau.

Der Freistaat ist zur Not bereit, für ein „BayernLab“ auch neu zu bauen. Nachdem die Planungen für Starnberg gerade erst beginnen, ist diese Frage noch völlig offen. Ebenso der Eröffnungstermin, für den es bisher nicht einmal eine grobe Vorstellung gibt. Es soll aber, so ein Ministeriumssprecher, „schnell gehen“.

Mehr Infos

zu den „BayernLabs“ unter www.bayernlab.bayern.de

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