Die ersten Hausärzte im Landkreis haben bereits Impfstoff geliefert bekommen (Symbolbild).
+
Die ersten Hausärzte im Landkreis haben bereits Impfstoff geliefert bekommen (Symbolbild).

Neuigkeiten auch von Hausärzten

Sonderregel für Landkreis Starnberg beim Impfen? Landrat Frey erstmals leicht optimistisch

  • Tobias Gmach
    vonTobias Gmach
    schließen

Der Landkreis sei wegen seiner Struktur – der vielen Kliniken, Pflegeheimen und über 80-Jährigen – bei der Impfstoffverteilung benachteiligt. Mit dieser Kritik hatte sich Landrat Stefan Frey mehrfach ans Bayerische Gesundheitsministerium gewandt. Am Freitag äußerte sich Frey erstmals vorsichtig optimistisch zu der Sache.

Landkreis – „Es wurde durchaus erkannt, dass der Landkreis benachteiligt ist. Der Gesundheitsminister hat mir zugesichert, sich das nächste Woche genau anzuschauen. Vielleicht kommt Bewegung rein.“ Das sagte Starnbergs Landrat Stefan Frey am Freitag bei einer virtuellen Infoveranstaltung des Landkreises. Damit äußerte er sich vorsichtig optimistisch, was eine Sonderregel für den Landkreis anbelangt.

Zu Gast war auch Dr. Bernhard Junge-Hülsing, HNO-und Pandemie-Versorgungsarzt für den Landkreis. Er lieferte den Beweis, dass die Hausärzte demnächst ins Impfen miteinsteigen. Er persönlich könne nächste Woche 20 Dosen vergeben – und 100 am Tag, „wenn mehr Impfstoff da ist“. Nach Ostern rechnet Landrat Frey mit 500 Dosen pro Tag für die Impfzentren und ab Mai mit der von der großen Politik versprochenen „Impfflut“. „Wenn alle Vorhersagen eintreffen, können wir allen Impfwilligen im Sommer ein Angebot machen.“ Dann würden sich auch die Diskussionen um Priorisierungen erledigen.

Wie der Starnberger Merkur erfuhr, sind derzeit nicht nur Impfdosen knapp – sondern auch Spritzen für Hausärzte. Junge-Hülsing bestätigte das auf Nachfrage. Man könne sich aber „kollegial aushelfen“, die Impfung scheitere nicht daran. Der koordinierende Arzt betonte außerdem, dass Bürger eigens bei ihrem Hausarzt wegen eines Termins anfragen müssten. Und wenn sie ihn bekommen haben, sollten sie sich im digitalen Registrierungsportal wieder abmelden. „Dann wird die Warteliste kürzer.“

Lesen Sie auch:

Corona-Selbsttests für Schüler: Mutter schreibt empörten Brief an Piazolo - „Jetzt ist mein Verständnis aus“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare