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Diese Brücke über der A 952 wird demnächst halbseitig abgerissen.

Starnberger Dreieck

Sperre kann zur Geduldsprobe werden

Mit längeren Umwegen und Staus müssen Autofahrer rund um das Autobahndreieck Starnberg am Wochenende 20. bis 23. April rechnen. Direkt am Dreieck wird die erste Brücke abgerissen. Der Verkehr auf der Autobahn selbst ist nicht betroffen.

Starnberg/Schäftlarn – Für Münchner auf dem Heimweg vom Starnberger See oder Starnberger auf dem Heimweg aus den Bergen oder in die Landeshauptstadt wird es ein hartes Wochenende. Von Freitag, 20. April, 20 Uhr, bis Montag, 23. April, 5 Uhr, wird die A 952 im Bereich des Autobahndreiecks Starnberg gesperrt. Grund ist der Abriss des ersten Teils des so genannten Bauwerks 17, der Hauptbrücke des Dreiecks.

Seit mehreren Wochen schon ist der Verkehr auf der A 95 auf die Richtungsfahrbahn nach Süden gelegt, die Richtungsfahrbahn nach München ist auf einer Länge von rund sechs Kilometern zwischen Schäftlarn und Oberdill dicht. Die Autobahndirektion Südbayern lässt dort mit Millionen-Aufwand sechs Brücken erneuern. Die müssen erst mal abgerissen werden, und deswegen wird die A 952 gesperrt. „Wir haben nur ein kurzes Zeitfenster: Die Skifahrer sind weg, die Badegäste noch nicht da“, erklärt Josef Seebacher, Sprecher der Autobahndirektion. „Aber es könnte schon eng werden.“ Die Sperrung hat einige Auswirkungen, wenn auch nicht auf den Verkehr direkt auf der Autobahn – er fließt ungehindert auf je zwei schmaleren Spuren zwischen München und Garmisch-Partenkirchen.

Erste Sperrungen gibt es bereits Mitte kommender Woche. In den Nächten von Mittwoch, 18., auf Donnerstag, 19. April, und von Donnerstag auf Freitag, 20. April, werden die beiden Verbindungen Starnberg-München und Garmisch-Partenkirchen-Starnberg jeweils von 21 bis 5 Uhr wegen Vorbereitung des Brückenabbruchs gesperrt, teilte die Direktion mit. Betroffen ist daher vor allem Verkehr von und nach Starnberg. Die einzelnen Richtungen:

Von München nach Starnberg: Während der Sperrung kann der Verkehr fließen, weil er vor dem Dreieck auf die A 952 abgeleitet wird.

Von Starnberg nach München:Da die A 952 unter der abzureißenden Brücke hindurch auf die A 95 Richtung München führt, ist diese Strecke blockiert. Der Verkehr wird über die offizielle U 1 geleitet: Von Starnberg auf der Olympiastraße durch Percha und Wangen, dann durch den Forstenrieder Park nach Fürstenried. Vor allem am Ende dieser Umleitung, auf der Forstenrieder Allee, sind Staus programmiert. Eine Alternative gibt es nicht, denn: Die Umleitung müsse für alle Fahrzeuge nutzbar sein, die auch auf der Autobahn fahren dürfen, erklärt Seebacher. Also auch 40-Tonnen-Sattelzüge. Einheimische kennen die anderen, nicht immer ganz legalen Wege von der und auf die Autobahn – etwa die halblegale Auffahrt in Oberdill. Eine andere Möglichkeit wäre, von Starnberg erst Richtung Süden auf die A 95 auf- und in Schäftlarn abzufahren, zu wenden und dann wieder auf die A 95 Richtung München zu fahren. Das hat einen Haken: Auch an dieser Brücke wird gebaut, die Einfahrt Richtung München ist behelfsweise verlegt. Freie Fahrt ist anders.

Eine andere Möglichkeit für Münchner wäre, gleich vom Starnberger See aus über die Staatsstraße nach Gilching zur A 96 zu fahren und weiter in die Landeshauptstadt. Allerdings wird es auch dort nicht schnell gehen: Starnberg ist eine Staufalle, und auf der A 96 zwischen Gilching und Germering wird ebenfalls gebaut.

Von Starnberg nach Wolfratshausen/Garmisch-Partenkirchen:Die A 952 ist für Autofahrer mit diesem Ziel nutzbar, da der Ast zur A 95 Richtung Süden vor der Brücke abbiegt.

Von Wolfratshausen/Garmisch-Partenkirchen nach Starnberg:Da wird es wieder kompliziert. Offiziell wird in Schäftlarn ausgeleitet und dann über Neufahrn und Wangen zur Olympiastraße. Gerade an der Einmündung der Straße aus Neufahrn in die Olympiastraße in Wangen dürfte das zu Staus führen. Eine Fahrt entlang des Ostufers über Münsing und Berg dürfte kaum schneller gehen, im Gegenteil: Staufalle dort ist Percha, schon ohne Umleitung stehen Autos an Schönwetter-Wochenenden kilometerlang.

Die Sperrung ist für dieses eine Wochenende begrenzt, kann sich aber durchaus verschieben – wenn das Wetter zu schlecht ist, Umleitungsstrecken blockiert wären oder dergleichen. Ausweichtermin ist eine Woche später (27. bis 30. April morgens). Es wäre fahrlässig, ohne Ausweichtermine zu planen, sagt Seebacher, weil das gesamte Projekt andernfalls ins Stocken geraten könnte. In der Nacht von Montag, 23., auf Dienstag, 24. April, kommt es für einige Stunden wegen Betonierungsarbeiten zu einer weiteren Vollsperrung der A 952.

Die Arbeiten werden in der Umgebung unüberhörbar sein. „Bei den Brückenabbrüchen treten wegen der eingesetzten leistungsstarken Abbruchbagger erhebliche Lärmemissionen auf“, heißt es in einer Mitteilung der Autobahndirektion.

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