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Ein solches Messfahrzeug fährt dieser Tage durch Starnberg, um alle Straßen und Wege zu erfassen. Gebäude werden von den Kameras nicht aufgenommen. 

Stadt lässt Straßen erfassen

Mit Adleraugen durch Starnberg

  • Peter Schiebel
    vonPeter Schiebel
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Die Stadt Starnberg lässt alle Straßen in der Stadt und in den Ortsteilen mit moderner Technik erfassen. Seit diesen Tagen ist deswegen die Berliner Firma „eagle eye“ mit einem Messfahrzeug unterwegs.

Starnberg – Nein, zu übersehen ist dieses Gefährt wirklich nicht. Orange-silbermetallic lackiert, mit einem großen orangefarbenen Aufbau auf dem Dach, an dem zahlreiche Kameras befestigt sind: So fährt ein Transporter mit Berliner Kennzeichen derzeit durch Starnberg. Sein Auftrag: den Bestand und den Zustand der Straßen erfassen. Auftraggeber ist die Stadtverwaltung, Auftragnehmer der Berliner Technologieanbieter „eagle eye“, was übersetzt Adlerauge bedeutet.

Das Unternehmen hat sich darin spezialisiert, Straßen und Wege detailgenau zu erfassen und die gewonnenen Daten aufzubereiten. „Die Daten der genauen Dokumentation dienen der Stadt Starnberg als Grundlage für den Aufbau eines modernen Straßenkatasters und für die Einführung eines Erhaltungskonzeptes“, teilt Rathaussprecherin Lena Choi in einer Pressenotiz mit. „Mit dessen Hilfe kann die Stadtverwaltung ihre Straßeninfrastruktur zukünftig ganz gezielt verwalten, planen und sanieren.“

Daten sparen später Zeit und Geld

Wo bislang ein Ortstermin erforderlich ist und wo analoge und digitale Karten herangezogen werden müssen, soll künftig also ein Blick in dieses Kataster genügen, das somit auch die Basis eines nachhaltigen Erhaltungskonzeptes bilden soll. „Künftig können die verantwortlichen Mitarbeiter die Straßenerhaltung im Überblick planen und bei Bedarf jeden Straßenabschnitt direkt am Rechner in Augenschein nehmen“, sagt Bürgermeister Patrick Janik. „Das spart Zeit und Geld für Begutachtungen vor Ort und macht unsere Arbeit noch deutlich effektiver.“

Dabei gehe es um Instandsetzungs- oder Sanierungsarbeiten genauso wie um verkehrspolitische Überlegungen, beispielsweise ob der vorhandene Straßenraum zum Anlegen von Radstreifen oder -wegen ausreicht, erklärt Janik im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Bedenken wegen des Datenschutzes, wie seinerzeit bei den Aufnahmen für Google Street View, müsse übrigens niemand haben. Häuser und Gebäude würden von den Kameras nicht erfasst, sagt der Bürgermeister.

Insgesamt ist das Fahrzeug mit zehn Kameras ausgestattet. „Sie erfassen gleichzeitig den Straßenraum und nehmen die Verkehrsanlagen auf´“, erklärt Lena Choi das Prozedere. Der Wagen sei mit speziellen Sensoren ausgestattet, mit deren Hilfe die Straßenflächen während der Befahrung erfasst würden. Die Datenaufnahme sei zwar wetterabhängig, würde dennoch nur wenige Tage dauern.

„Wir sind bestrebt, bei der Erfassung möglichst viele Fachdaten für Starnberg zu generieren“, sagt Janik. „Gleichzeitig legen wir großen Wert auf eine sehr gute Datenqualität, denn nur so können wir die Ergebnisse später wirklich vielseitig nutzbringend verwenden.“

Genau darin sieht „eagle eye“ seine Kompetenz. Die firmeneigenen Fahrzeuge verfügten „über Technik, die mehrere Verfahren auf innovative, einzigartige Weise kombiniert“, heißt es auf der Internetseite des Unternehmens. Nach eigenen Angaben hat die Firma mit ihrer Technologie seit dem Jahr 2008 bereits mehr als 400 Projekte umgesetzt. Wann in Starnberg die Daten so weit aufbereitet sind, dass sie genutzt werden können, steht noch nicht fest.

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