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Die Stadtkapelle Starnberg unter der Leitung von Bernd von Hösslin begeisterte ihre Zuschauer beim Frühjahrskonzert am Samstagabend in der Schlossberghalle. 

Konzert

Kraftvolle Klänge von Groß und Klein

Unter dem Motto „Mit der Kraft der Musik“ spielte die Starnberger Stadtkapelle am Samstag in der Schlossberghalle vor einem vollen Saal auf – und teilte die Bühne mit den Jungmusikern der „Windgang“.

Starnberg – Hier die Stadtkapelle Starnberg mit ihren rund 40 Musikern – dort Windgang, eine Kooperation zwischen Stadtkapelle und Musikschule Starnberg, mit 13 Musikern zwischen 10 und 15 Jahren. Und zwischendrin Dirigent Bernd von Hösslin und der 14-jährige Johann Beck an der Tuba, die bei beiden mitwirken. Stadtkapelle oder Windgang: An jedem Blas- und an jedem Schlaginstrument sitzt ein musikbegeisterter, begabter Musiker.

Saxofonistin Geli Dörfler zum Beispiel ist schon seit 25 Jahren dabei, wofür sie am Samstag eine Urkunde entgegennimmt. Tosender Applaus für Geli. Tosender Applaus für Johann nach seinem Tuba-Solo. Tosender Applaus für Klein-Lasse am Schlagzeug und tosender Applaus für die Leistung aller Mitwirkenden.

Das Auftaktstück „Mit der Kraft der Musik“ gibt bereits die temperament- und schwungvolle Marschrichtung des Konzerts vor. Ein Schwung, der die Zuhörer vom gut besuchten Erdgeschoss bis in die Empore mitnimmt. Mit Charme und Witz moderieren Johannes Kreißl und Julia Schachtner den Abend. Bei der „Carmen Suite“, dessen „Torero Marsch“ als Klingelton gerne mal die Schwiegermutter ankündige, präsentiert die Kapelle die ganze Bandbreite ihres Könnens: von zarten, verliebten Klängen bis zu Dramatischem, als der Verschmähte Carmen ersticht. Dynamisch spielt Teenager Beck anschließend „Tiptoe Through The Tubas“, während das Orchester danach mit Jacob de Haans „Oregon“ den Saal zu einer Fahrt in der von Indianern beschossenen und von Cowboys verteidigten Dampflok mitnimmt. Das ist übrigens das Lieblingsstück des zehnjährigen Simon aus Pöcking, wie er in der Pause verrät. Und der einstige Preisträger von „Jugend musiziert“ muss es ja wissen. Überhaupt sei der erste Teil des Abends „eine flotte Sache“, findet auch Zuhörerin Evi Zingraff.

Nach der Pause zeigt dann Windgang, was sie drauf haben – endlich wieder eine schlagkräftige Truppe, wie von Hösslin sagt, nachdem in den vergangenen Monaten zehn Musiker dazugekommen sind. Sie interpretieren zum Vergnügen aller spielsicher „Grenade“. Lasse schlägt die Percussion, von ihm zu sehen ist lediglich der wirbelnde Haarschopf. Mit „Poker Face“ setzt die Band einen Ohrwurm, sie steigert sich von Stück zu Stück und wird für „All About That Bass“ frenetisch bejubelt.

Aus den Zuschauerreihen erheben sich Foto-Handys, Körper wiegen sanft zur Melodie, Fußspitzen schlagen den Takt. Als sich Stadtkapelle und Windgang in Michael Jacksons „Heal The World“ vereinigen, senden sie bewusst ein Friedenssignal in die Welt, in das ihr Publikum regelrecht versinkt. „Respekt“, lobt Besucher Maximilian Dersch die Darbietung. Respekt, Anerkennung und Dankeschön für einen gelungen klingenden Abend verkünden auch jeder begeisterte Zwischen- und Endapplaus.

Von Michèle Kirner

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