Überraschungs-Treffen nach Trump-Absage: Nord- und Südkorea sprechen wieder

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Auf Erkundungstour: Angelika Galata, Vorsitzende der Freunde von Dinard, und die 3. Bürgermeisterin Iris Ziebart (v. l.) mit ihren französischen Gästen. Ein Delegationsmitglied ist Franco Ganneau (r.), Leiter der Dinarder Polizei.

Städtepartnerschaft

Zu Gast bei Freunden und Polizisten

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Um den Austausch zwischen Starnberg und der französischen Partnerstadt Dinard zu vertiefen, besuchen derzeit 30 Vertreter von Vereinen und Behörden aus Dinard die Kreisstadt. Dabei haben die französischen Gäste ein volles Programm. 

Starnberg – „Es ist eine Freundschaft, die seit 41 Jahren funktioniert“, sagt Starnbergs Altbürgermeister Heribert Thallmair über die Städtepartnerschaft zwischen Starnberg und Dinard. Anlässlich des Delegationsbesuchs der französischen Partnerstadt sind seit Mittwochabend etwa 30 Dinarder zu Gast am See. „Ziel des Besuchs ist es, dass Mitglieder verschiedener Vereine und Behörden aus Dinard mit ihren deutschen Pendants in Kontakt treten“, erklärt Angelika Galata, Vorsitzende der Freunde von Dinard. „Es sind daher Vertreter des Jugendzentrums, der Wasserwacht, der Musikschule und der Polizei sowie Fußball- und Bridgespieler nach Starnberg gekommen.“

Bürgermeister Mahé mag das bayerische Bier

Zur Delegation gehört auch Jean-Claude Mahé. Der ehemalige Präsident des französischen Austauschvereins Amis de Starnberg besucht die Mitglieder des deutschen Partnervereins bereits seit Beginn der Städtepartnerschaft. Heuer ist er zum ersten Mal als Bürgermeister der Stadt Dinard mit dabei. „Es ist, als ob ich die Familie besuche“, sagt Mahé. Neben seinen bayerischen Freunden möge Mahé besonders das Bier, die traditionelle Küche und die bayerischen Frauen im Dirndl, sagt er lachend. „Ich freue mich auch darauf, das Buchheim Museum wieder zu besuchen“, erzählt er.

Dinards Partnerschaftsreferentin Patrizia Perrier fiebert einem anderen Programmpunkt besonders entgegen: „Wir werden das neue Schwimmbad besichtigen“, kündigt sie an. „Ich bin neugierig, wie es jetzt aussieht, weil ich in meiner Jugend oft dort war und viele Erinnerungen damit verbinde.“ Dreimal hat Perrier am Schüleraustausch nach Starnberg teilgenommen und dabei die freie Zeit im Schwimmbad genossen. Mittlerweile ist sie zum zehnten Mal zu Gast und kennt sich in der Stadt schon gut aus.

Polizisten aus Dinard lernen die Starnberger Polizei kennen

Ganz neu dabei ist Fabrice Le Toquin, Mitglied des Bürgermeisterkomitees. Er sieht Starnberg zum ersten Mal und nutzte den Ankunftsabend für einen Spaziergang durch die Innenstadt. Dabei habe ihn die Architektur beeindruckt. „Und ich finde die Kastanienbäume hübsch“, schwärmt Le Toquin. Zum ersten Mal in Starnberg ist auch Franc Ganneau. Der Leiter der Dinarder Stadtpolizei möchte mit den Polizisten in Starnberg einen Austausch aufbauen, wie ihn die französischen Beamten auch mit der Polizei im englischen Newquay pflegen. „Ich will mich mit den bayerischen Polizisten vor allem über das Thema Streife unterhalten“, erklärt Ganneau. „Außerdem interessiert es mich generell, wie die Polizei hier arbeitet und ob sie etwas anders machen als wir.“ Ziel der Austauschprogramme sei es, sich die besten Arbeitsmethoden abzuschauen, diese in Dinard anzuwenden und wiederum mit anderen Polizisten zu teilen.

Neben seiner beruflichen Agenda hat Ganneau auch persönliche Vorhaben: „Ich möchte das Sissi-Museum in Possenhofen besichtigen, weil ich die Filme mit Romy Schneider als Kind oft gesehen habe“, erzählt er. „Außerdem will ich Wurst essen. Und auf die Münchner Brauhäuser freue ich mich auch.“ Neben dem Besuch des Weißen Brauhauses in München stehen unter anderem ein Bridgeturnier, eine Fahrt zum Schloss Nymphenburg und ein Empfang im Bayerischen Yachtclub auf dem Programm. Kommenden Sonntag, 13. Mai, geht es für die Delegation dann mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck wieder zurück nach Dinard. „Nächstes Jahr planen wir dann einen Gegenbesuch mit Mitgliedern der Starnberger Behörden und Vereine“, kündigt Galata an.

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