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Auftakt für den Starnberger Dialog: Kerstin Täubner-Benicke, Martina Neubauer, Landrat Karl Roth (v.l.). 

Starnberger Dialog

Ein starkes Zeichen für Zivilcourage

Starnberg – Der Starnberger Dialog nutzte seinen Start. Die Beteiligten setzten ein starkes Zeichen für Zivilcourage. Die Arbeit des Kreises soll weitergehen.

Die Initiatoren sind fürs Erste zufrieden: „Es war ein vielversprechender Start für den Starnberger Dialog“, sagt die Grünen-Stadt- und Kreisrätin Martina Neubauer über die Gründungsveranstaltung am Montagabend. Etwa 50 Interessierte aus der Stadt und dem Landkreis wurden mit ihrer Unterschrift Gründungsmitglieder des Dialogs, der ein überparteiliches und überkonfessionelles Netzwerk für ein friedliches Zusammenleben sein will.

Grünen-Kreisrätin Martina Neubauer: "Wir wollen gewappnet sein"

Neben Neubauer hatten das FDP-Ehrenmitglied Rainer Hange, der evangelische Pfarrer Dr. Stefan Koch und Grünen-Kreisvorsitzende Kerstin Täubner-Benicke die Idee für den Zusammenschluss. „Wir wollen gewappnet sein“, hatte Neubauer gesagt. Gewappnet für den Tag, an dem auch im Fünfseenland rechtsradikale oder rassistische Parolen gegrölt werden.

So heißt es in dem Grundsatzpapier: „Das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen und Glaubensgemeinschaften ist gefährdet, wo Rassismus, Rechtsradikalismus, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit offen oder verdeckt gezeigt werden. Die schmerzhaften Erfahrungen unserer deutschen Geschichte sind für uns Mahnung und Auftrag zugleich.“

Kreis wird sich erneut treffen: Form der Zusammenarbeit koordinieren

Landrat Karl Roth machte deutlich, wie er die Entwicklungen in den beiden zurückliegenden Jahren im Landkreis, insbesondere im Hinblick auf die Ankunft der vielen Geflüchteten, erlebt hat und welche Aufgaben nun vor der Gesellschaft stünden. Roth zeigte sich erfreut, dass mit dem neuen Netzwerk die Kräfte gebündelt würden und man noch besser gemeinsam agieren könne. „Auch heute ist wieder Zivilcourage gefragt“, sagte der Landrat.

Auch wenn noch nicht klar ist, wie die zukünftige Zusammenarbeit koordiniert wird, wurde deutlich, dass diese Verknüpfung bisher fehlte. „Unsere Vernetzung stärkt das Wissen voneinander, die Möglichkeit des Austauschs und das Einstehen für unsere Demokratie“, lautete die gemeinsame Einschätzung.

Am 26. Oktober wird sich der Kreis erneut treffen, um die Form der Zusammenarbeit zu koordinieren. Für den 9. November ist um 18.30 Uhr auf dem Kirchplatz in Starnberg eine Gedenkveranstaltung zum „Schicksalstag der Deutschen“ geplant.  

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