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Wechselte zum 1. FC Nürnberg: Starnbergs bisherige Nummer eins Sebastian Prechtel. 

TSV Starnberg

Abschied vom Spitzentennis

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Schlechte Nachrichten für die Tennis-Fans im Landkreis: Der TSV 1880 Starnberg muss in Zukunft kleinere Brötchen backen.

StarnbergMehr als 20 Jahre lang wurden die Zuschauer auf den Tennis-Anlagen des TSV 1880 Starnberg mit hochklassigem Sport verwöhnt. Die Zeiten sind erst einmal vorbei. Zwar haben die Verantwortlichen das Team immerhin noch für die Landesliga gemeldet. „Dort werden wir aber chancenlos sein“, sagt der langjährige Kapitän und Teamchef Daniel Kunz.

Zwar konnten die Starnberger in der vergangenen Saison gerade noch den Abstieg aus der Bayernliga vermeiden. Doch der personelle Abwärtstrend, der nach dem Abstieg aus der Regionalliga 2018 eingesetzt hatte, war nicht mehr aufzuhalten. Nach den Abgängen von Leistungsträgern wie Marco Mirnegg oder Christian Seraphim entschlossen sich nun auch Sebastian Prechtel (zum Regionalligisten 1. FC Nürnberg), Jakob Schnaitter und Dominic Weidinger, den Verein zu verlassen und sich neue Herausforderungen zu suchen. „Ich kann die Jungs total verstehen. Alles ist im Guten abgelaufen“, sagt Kunz.

So werden die Starnberger mit ihrer ehemaligen zweiten Mannschaft in der Landesliga auflaufen. „Wir hoffen, dass sich der eine oder andere unserer jungen Spieler weiter gut entwickelt, so dass wir ein Jahr später eine Klasse tiefer in der Super-Bezirksliga wieder konkurrenzfähig sind“, erläutert Kunz. Den bald 40-Jährigen wird man aber nicht mehr oft zu Gesicht bekommen. „Es wird einfach zu viel, ich habe mich ja schon in den letzten Jahren zurückgezogen“, sagt der in Münsing lebende Familienvater, der als Zahnarzt arbeitet. Aufgrund von gravierenden Schulterproblemen hat Kunz selbst bereits vor fünf Jahren das Tennisspielen eingestellt. „Es wäre nur noch mit Schmerztabletten gegangen. Das habe ich eh davor schon zu lange gemacht“, äußert sich Kunz selbstkritisch.

Er war einer der Triebfedern des Aufschwungs im Starnberger Tennis gewesen. „Ich habe mich, seit ich 15 Jahre alt war, im Tennis in Starnberg engagiert“, sagt Kunz. Unter anderem ließ er Teamkollegen bei sich zu Hause wohnen und versuchte, Neuzugänge zu gewinnen. Der Höhepunkt kam erst, als Kunz selbst nicht mehr aktiv zum Schläger griff. 2016 wurden die Starnberger Meister der Bayernliga und durften zwei Jahre lang in der Regionalliga, der dritthöchsten Spielklasse in Deutschland, aufschlagen. „Es waren schöne Jahre“, sagt Kunz. Er hofft, dass sich in den kommenden Jahren wieder mehr zum Positiven bewegt am Riedener Weg. „Es kann auch schnell wieder aufwärts gehen“, glaubt er.

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