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So sieht das Fax der „Datenschutzauskunft-Zentrale“ aus.

„Datenschutzauskunft-Zentrale“

Wer diese „eilige Mitteilung“ unterschreibt, ist 500 Euro los

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Vorsicht vor diesem als „eilige Mitteilung“ deklarierten Schreiben! Wer es unterzeichnet, ist 500 Euro los.

Starnberg – Bernd Matuschek, der Leiter der Polizeiinspektion Starnberg, hat nur ein paar Sekunden gebraucht, um die Stelle zu entdecken. Auf der zweiten Seite der „eiligen Fax-Mitteilung“, irgendwo im Kleingedruckten, steht es: „Die in diesem Auftrag genannte Person/Unternehmen erwirbt das Leistungspaket Basisdatenschutz (...) Beitrag jährlich netto, zzgl. Ust: Eur 498.“ Knapp 500 Euro also für irgendwelche vermutlich wertlosen Unterlagen – dabei werden vordergründig nur unverfängliche Betriebsangaben abgefragt, die die Adressaten unterschrieben wieder zurückschicken sollen.

Mit diesen Schreiben treibt eine „Datenschutzauskunft-Zentrale“derzeit in Starnberg ihr Unwesen. Der Polizei liegt eine Anzeige bereits vor. Nach Informationen des Starnberger Merkur gibt es mindestens zwei weitere Fälle, in denen Unternehmer bereits unterschrieben haben.

Die „Datenschutzauskunft-Zentrale“, die als Anschrift eine Adresse in Oranienburg angibt, will sich die Unwissenheit ihrer potenziellen Opfer zu nutze machen. In dem amtlich anmutenden Anschreiben ist nämlich von einer „gesetzlichen Pflicht zur Umsetzung des Datenschutzes“ die Rede. Und natürlich wird Bezug genommen auf die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Jenes Verwaltungsungetüm, das Unternehmen wie Vereinen oder Institutionen bis heute zu schaffen macht.

„Das ist besonders perfide“, sagt Andreas Ruch, der stellvertretende Leiter der für Gilching zuständigen Polizeiinspektion Germering. Bei ihm ist zwar noch keiner der aktuellen Fälle aufgeschlagen. Das Schreiben aus Oranienburg bürge aber „für Qualität im negativen Sinn“, sagt er. Auch Bernd Matuschek empfiehlt, das Fax auf keinen Fall zu unterschreiben oder zurückzuschicken, sondern am besten gleich wegzuwerfen. Die Masche sei vom Grundsatz her seit Jahren bekannt, sagt Matuschek. Früher waren es zum Beispiel wertlose Einträge in Branchenregister, mit denen Betrüger versuchten abzuzocken. Nun hätten sie mit der DSGVO ein neues Betätigungsfeld gefunden.

Vereinzelt geht das Kalkül der meist im Ausland sitzenden Betrüger aber auf. So weiß eine Starnberger Geschäftsfrau von zwei Fällen aus der Kreisstadt, in denen Unternehmer das aktuelle Fax unterschrieben hätten – „aus lauter Angst, irgendeinem Datenschutz-Thema nicht gerecht zu werden.“

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