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Der Touchdown-König vom Starnberger See: Benedikt Ernst (l.) trug gegen die Nürnberg Hawks viermal den Ball in di e gegnerische Endzone. 

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Argos machen den Gruppensieg perfekt

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300 Zuschauer hat am Samstag der Bavarian Gameday der Starnberger Footballer ins Stadion am Riedener Weg gelockt. Und sie sahen einen 65:0-Heimsieg der Argonauts gegen die Nürnberg Hawks.

StarnbergFür David Sterckle hatte sich sein Kommen voll rentiert. Das Gründungsmitglied der Starnberg Argonauts, das inzwischen in Texas lebt, ging bei seinem Heimaturlaub in Oberbayern das Herz auf bei all der zünftigen Blasmusik und den strammen Burschen in den Krachledernen. Dass die Mannschaft bei ihrem Bavarian Gameday am Samstag die Nürnberg Hawks mit 65:0 (31:0) aus dem Stadion scheuchte, machte das Wiedersehen für Sterckle vollkommen.

Die Argos gewannen nicht nur ihr siebtes Punktspiel in der Landesliga Süd in Serie, sie holten sich auch noch vorab den Gruppensieg. Ludwig Kastenmeier war stolz auf einen perfekten Tag: „Da kannst du deine Henderlbrust wieder ein wenig aufblasen.“ Der Abteilungsleiter hatte seine Recken vor der Partie gegen die Franken in die Pflicht genommen, nun die Ernte einer arbeitsreichen Saison einzufahren. Der vorzeitige Titelgewinn im Süden war dazu der erste Schritt, den noch drei weitere folgen sollen. Am kommenden Wochenende wollen die Argos das Derby in Bad Tölz für sich entscheiden, um dann eine möglichst gute Ausgangsposition für die Playoffs zu haben. Und im August sind dann zwei Siege im Halbfinale und im Endspiel um die Meisterschaft fest eingeplant.

Die 300 Zuschauer, die die Tribüne im Stadion am Riedener Weg bevölkerten, bekamen schon einmal einen Vorgeschmack auf die kommenden Wochen. „Es war eine super Teamleistung“, lobte Kastenmeier das Ensemble von Trainer Raphael Heilig, der wegen einer Viruserkrankung das Bett hüten musste. Der Coach hat seit seinem Amtsantritt im Frühjahr die Argo-Maschine so gut geölt, dass sie inzwischen wie geschmiert läuft und er unbesorgt krank machen kann.

Schon zum vierten Mal in dieser Saison kassierte der Tabellenführer keinen einzigen Punkt. Kastenmeier führte diese hervorragende Bilanz auf zwei Ursachen zurück: „Unsere Offense und unsere Defense.“ In der Tat sind sich Abwehr und Angriff der Argonauts inzwischen wie zwei eineiige Zwillinge verbunden. Quarterback Blake Huggins führt die Offensive so souverän, dass sie nicht nur Touchdowns wie am Fließband produziert, sondern auch die gegnerische Verteidigung lange auf dem Platz beschäftigt. Für die eigene Defense ist das im Hochsommer nur von Vorteil. Es bleibt genügend Zeit, um sich auszuruhen und sich dann mit voller Wucht dem Kontrahenten entgegenzuwerfen. „Die 20 Mann sind eine brutale Einheit“, lobt Kastenmeier seine Verteidiger. Einzelne Spieler extra herausheben wollte er nicht. Stattdessen adelte er sie mit einem respektvollen Vergleich. „Es ist wie mit der Defense von den New England Patriots“, erklärte er, „du kannst keinen einzeln herausstellen, weil alle miteinander so gut sind“.

Mit dem Angriff fiel ihm das um einiges leichter. Schon zur Pause kristallisierte sich Benedikt Ernst wieder einmal als der Touchdown-König vom Starnberger See heraus. Dreimal trug er den Ball in die gegnerische Endzone. Weil auch Lars Wimmer einen Sechser schrieb und Thomas Weile neben vier Extra-Punkten noch ein Fieldgoal erzielte, war die Partie zur Pause bereits entschieden. Nach dem Seitenwechsel baute Ernst mit einem weiteren Touchdown seine persönliche Bilanz weiter aus. Aber auch Leo Löffler (6), Chris Plettner (8), Benjamin Hoffmann (6) und Weile (2) sorgten für Zählbares. „Es war ein gigantisches Spiel von uns“, frohlockte Kastenmeier. Diese Leistung muss sein Team noch dreimal wiederholen, dann ist alles gut. In Starnberg und in Texas.

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