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Diese Handgranate hat ein Schüler am Samstag aus dem Starnberger See getaucht. Gefahr ging von ihr keine mehr aus. Wie viele Jahrzehnte das Teil aus dem Zweiten Weltkrieg bereits im Wasser lag, ist nicht bekannt. 

Teil stammt offenbar von der Wehrmacht

Ach du dickes Ei: Bub findet Granate im See

  • Peter Schiebel
    vonPeter Schiebel
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Ein Bub hat beim Tauchen im Starnberger See am Samstagnachmittag eine Handgranate gefunden. Gefahr ging von dem Teil nicht mehr aus. Es handelt sich nach ersten Erkenntnissen um eine deutsche Granate aus dem Zweiten Weltkrieg

Starnberg – Ein Bub hat beim Tauchen im Starnberger See am Samstagnachmittag eine Handgranate gefunden. Sie lag etwas südlich von der Wachstation der Starnberger Wasserwacht in Ufernähe im Wasser. „Der Vater des Kindes hat sie zur Seite gelegt und uns informiert“, berichtet Sebastian Thallmair, der am Samstag Teil der Wachmannschaft war, im Gespräch mit dem Starnberger Merkur.

Die Wasserwachtler nahmen die Waffe an sich, auch um die Badegäste zu schützen. Gleichzeitig informierten sie die Starnberger Polizei, weil sie sich nicht hundertprozentig sicher waren, welchen Gegenstand sie da vor sich hatten. Eine Streife kam wenig später zur Station und nahm Kontakt mit dem Kampfmittelräumdienst auf. Die Fachleute hätten schnell Entwarnung gegeben, sagte ein Polizeisprecher. „Der Zünder war nicht mehr intakt.“ Die Beamten nahmen die Granate mit auf die Dienststelle, um sie dem Kampfmittelräumdienst zur ordnungsgemäßen Entsorgung zu übergeben.

Bei dem Fund handele es sich nach Einschätzung des Sprengkommandos um eine Eihandgranate 39, sagte der Polizeisprecher. Sie war die meistgebaute Handgranate der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Wie lange sie im Starnberger See lag, ist unklar. Jedenfalls hatte sie bereits zahlreiche Muscheln angesetzt. Für die Finder hatte die Wasserwacht ein dickes Lob parat: Die Familie habe „souverän“ reagiert, betonen die Retter – und warnen gleichzeitig: „Auch nach Jahren im Wasser stellen Kampfmittel eine große Gefahr für Leib und Leben dar.“ Manipulationen sollten vermieden, Polizei oder Feuerwehr umgehend informiert werden.  

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