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Ehrungen bei der CSU (v.l.): Norbert Kraxenberger (40 Jahre Mitglied), Stadtrat Gerd Weger, Kreisvorsitzende Stefanie von W inning, Franz Xaver Hirschbold (40 Jahre), Landratskandidat Stefan Frey nahm die Urkunde für seinen Vater entgegen, Dietrich Schwarzkopf (30 Jahre), 2. Vorsitzender Robert Weiß und Vorsitzende Charlotte Meyer-Bülow.

Adventsfeier der CSU

„Wer radikal ist, stellt sich gegen unsere Gesellschaft“

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CSU-Stadtrat Gerd Weger kandidert im März nicht mehr. Doch bei der Adventsfeier des Starnberger CSU-Ortsverbands richtete er noch einige Appelle an die Parteimitglieder. 

Starnberg – Für CSU-Stadtrat Gerd Weger ist im kommenden Frühjahr bekanntlich Schluss. Nach 42 Jahren kandidiert er nicht mehr für den Stadtrat. Die Adventsfeier des CSU-Ortsverbandes am Freitagabend nutzte er, um an die Geschlossenheit in der Partei zu appellieren. „Wir stehen vor einer sehr entscheidenden Wahl“, sagte Weger mit Blick auf den 15. März. „Dabei geht es nicht nur um den Bürgermeister, sondern um jeden einzelnen Kandidaten.“ Es müsse das Ziel sein, dass Starnberg wieder von der CSU geprägt werde.

Auch Landratskandidat Stefan Frey müsse nach Kräften unterstützt werden, forderte Weger. Zumal die Wahl des Nachfolgers von Karl Roth keine „gmahde Wiesn“ sei, warnte Weger. Schon der erste Wahlgang müsse „so gut wie möglich“ aus Sicht der CSU ausfallen. Einen großen Dank hatte Weger für zwei Weggefährten parat: den früheren Fraktionschef Theo Beigel und Altbürgermeister Heribert Thallmair, der am Freitagabend zusammen mit Frau Anneliese auch bei der Feier auf Gut Rieden war. Sie hätten ihn angeleitet, ihm den Rücken gestärkt und die Freiheit gegeben, Ideen zu entwickeln, sagte Weger.

Meyer-Bülow freut sich schon auf den Wahlkampf

Starnbergs CSU-Vorsitzende Charlotte Meyer-Bülow freut sich bereits auf den Wahlkampf. Derzeit werde das Wahlkampfkonzept entwickelt, die wichtigsten Themen stünden schon fest: eine positive Entwicklung des Stadtbilds, die Verbesserung der Verkehrssituation und die Förderung von Jobs, Gewerbe und Einzelhandel. Als zentrales Thema der Stadtentwicklung sieht Meyer-Bülow die Seeanbindung an. Die aktuelle Situation sei „doppelt katastrophal“, sagte sie. Zum einen gehe es um „unglaubliche Summen“, zum anderen gehe nichts voran.

Ihr Vorgänger als Parteichef, Landratskandidat Frey, schlug weniger programmatische, sondern nachdenkliche Töne an. Die Politik habe sich zusehends von den Menschen entfernt, sagte er. Es gelinge den Parteien immer weniger, „die Mitte zu halten, die uns den Wohlstand beschert hat“. Frey: „Wir müssen wieder lernen, uns wertzuschätzen.“ Das gelinge nur, wenn man miteinander ins Gespräch komme. Gleichzeitig warnte Frey aber auch: „Wer in seiner Wortwahl und in seinen Aktionen radikal ist, stellt sich gegen unsere Gesellschaft.“ Er sprach sich dafür aus, „mit Maß, Ziel und Pragmatismus“ die Aufgaben anzugehen.

Reichart und Frey wurden für 50 Jahre CSU-Mitgliedschaft geehrt

Die Adventsfeier der CSU ist immer auch die Gelegenheit, langjährige Mitglieder zu ehren. Heuer waren an der Reihe Herz-Professor Bruno Reichart und Altlandrat Heinrich Frey für jeweils 50 Jahre Mitgliedschaft in der CSU, Siegfried Hirt für 45 Jahre, Norbert Kraxenberger und Franz Xaver Hirschbold für jeweils 40 Jahre, Joachim Giehrach, Ute Felicitas Giehrach und Karl Eisinger jun. für jeweils 35 Jahre, Karl Müller, Walter Greite, Georg Oberloher und Dietrich Schwarzkopf für jeweils 30 Jahre, Christine Cappius, Christina Picker und Rosina Fürstenberg für jeweils 20 Jahre sowie Klemens Hübner für 15 Jahre.  

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