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An der Münchner Straße

Bauarbeiten für B 2-Tunnel: Der nächste Abschnitt der Zulaufstrecke ist an der Reihe

Kommende Woche beginnen die Arbeiten am nächsten Abschnitt der Zulaufstrecke Nord an der Münchner Straße. Die Verantwortlichen hatten bisher mit einigen Überraschungen zu kämpfen – und das BRK auch.

Starnberg – Die Nordseite kommt dran: In einer Woche beginnt das Staatliche Bauamt Weilheim mit dem nächsten Abschnitt der so genannten Zulaufstrecke zum B 2-Tunnel, der Münchner Straße in Starnberg. Geplant war das bereits für Anfang Juli. So geht es weiter:

Was wird 2019 noch alles gebaut?

Die Baustelle wird auf die Nordseite verlegt in den Bereich zwischen dem Ortseingang aus Richtung Percha und der Einmündung Moosstraße. Gebaut wird am Ortseingang eine Rechtsabbiegerspur ins Gewerbegebiet, die mit dem Durchstich zur Petersbrunner Straße nutzbar wird. Eine Rechtsabbiegerspur wird auch an der Einmündung Moosstraße (vor dem Autohaus) gebaut. Es müssen – wie immer an der Münchner Straße – viele Leitungen (Sparten) verlegt werden. Zudem bekommt die Straße neue, breite Gehwege. Diese Arbeiten sollen bis Jahresende abgeschlossen sein.

Wie fließt der Verkehr?

Auf der Münchner Straße bleiben wie bisher auch je zwei Spuren in jeder Richtung frei. „Der Verkehr kann

ganz normal fließen“, erklärt Oberbauleiter Oliver Schneider. Die vier Fahrspuren werden nur nach Süden verlegt, damit auf der Nordseite Platz für die Baustelle bleibt. „In der Nacht von Dienstag, 17. September, auf Mittwoch, 18. September, werden wir ab 20 Uhr am Dienstagabend bis 6 Uhr früh am Mittwochmorgen Ummarkierungsarbeiten für diesen Bauphasenwechsel vornehmen. Damit die Arbeiten ordnungsgemäß und verkehrssicher durchgeführt werden können, müssen wir in dieser Nacht in dem angegebenen Zeitintervall pro Fahrtrichtung phasenweise – je nach Bedarf – eine Spur wegnehmen.“ Anlieger und die zuständige Verkehrsbehörde seien infor-miert. Betroffene Rad- und Gehwege werden durch die Baustelle geleitet.

Warum haben sich die Arbeiten verzögert?

Ursprünglich hatte das Staatliche Bauamt diesen Bauabschnitt für Juli angekündigt. Es habe, sagt Schneider, aber im Bereich der Einmündung Perchastraße unerwartete Schwierigkeiten gegeben. Und: Eine Gasleitung musste entgegen den Planungen verlegt werden. Die Arbeiten seien insgesamt sehr aufwändig und schwierig, weil die Baustellen recht klein und eng seien. Mehr Platz wäre, würde man nicht zwei Spuren je Richtung offenhalten, was aber von Haus aus ausgeschlossen wurde.

Was ist mit dem Durchstich?

Voraussichtlich in vier Wochen beginnt der Abriss des leer stehenden Hauses gegenüber der Strandbadstraße. Es muss weichen, um den Durchstich zur Petersbrunner Straße bauen zu können. Die Abrissarbeiten werden etwa zwei Monate dauern. Der Durchstich in Form einer Straße wird erst 2020 realisiert.

Welche Probleme hat das BRK?

Mit der Zulaufstrecke keine, aber mit den Bauarbeiten auf der Petersbrunner Straße. Die beiden an deren Ende stationierten Rettungswagen kommen meistens gut durch, aber nicht immer. Deswegen hat das Staatliche Bauamt auf Bitten von Georg Roetzer vom BRK-Kreisverband eine provisorische Ausfahrt zur Münchner Straße angelegt. Das sei innerhalb einer Stunde erledigt gewesen, sagt Roetzer und lobt die Zusammenarbeit ausdrücklich: „Besser geht es nicht.“ Diese Behelfsausfahrt jedoch steht während der Abrissarbeiten nicht zur Verfügung. Deswegen werden die Rettungswagen in dieser Zeit tagsüber beim BRK an der Kaiser-Wilhelm-Straße und am Klinikum stationiert. So stelle man sicher, dass die Hilfsfristen eingehalten werden. Die Behelfsausfahrt haben die Retter übrigens inzwischen gesperrt und öffnen sie nur, wenn sie durchmüssen. Denn: Autofahrer hatten schnell entdeckt, dass es ein Schlupfloch gibt, und waren durchgefahren. Sobald das Haus abgerissen ist, kann die Ausfahrt wieder genutzt werden.

Wie geht es 2020 weiter?

Abgesehen vom Durchstich zur dann ausgebauten Petersbrunner Straße plant die Weilheimer Behörde den Ausbau der Münchner Straße zwischen Moos- und Gautinger Straße und ein Stück weiter Richtung Bahnbrücke, und zwar auf beiden Seiten. Das Ende der Ausbaustrecke ist einige Meter östlich des Seilerweges. Als westlich davon bleibt unberührt, bis die Bahn mit dem Neubau der Brücke beginnt. Mit deren Bau wird erst in drei Jahren gerechnet. Die Bahn kann auch noch keine Details nennen: „Für Detailfragen bezüglich der Bahninfrastruktur ist es bei dieser Kreuzungsmaßnahme noch zu früh“, heißt es dort.

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