CSU-Parteitag: Starkes Ergebnis - Markus Söder als Parteichef wiedergewählt

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Glück mit dem Wetter hatte die Bayerische Seenschifffahrt 2018, wie hier beim Tag der Seniorengesundheit im Mai. Dieses Jahr spielte das Wetter weniger gut mit. 

Fahrgastzahlen geringer als im Vorjahr

Durchwachsene Saison für die Schifffahrt

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Die Fahrgastzahlen aus dem Vorjahr erreicht die Bayerische Seenschifffahrt dieses Jahr nicht. Laut Geschäftsführer Michael Grießer liegt das am Wetter. Neben der Bilanz für 2019 beschäftigen ihn und seine Mitarbeiter einige für 2020 geplante Veränderungen, die zum Teil noch nicht in trockenen Tüchern sind.

Landkreis – Schifferl fahren macht bei schönem Wetter mehr Spaß. Das zeigen aktuell auch die vorläufigen Fahrgastzahlen der Bayerischen Seenschifffahrt, wenn man sie mit den Zahlen aus 2018 vergleicht. „Betrachtet man die Saison, merkt man, dass das Wetter heuer deutlich durchwachsener war als im vergangenen Jahr“, zieht Michael Grießer, Geschäftsführer der Bayerischen Seenschifffahrt, ein erstes Fazit.

Sowohl am Ammersee als auch am Starnberger See liegen die Passagierzahlen unter denen von 2018. „Trotzdem war es ein zufriedenstellendes Jahr“, sagt Grießer. Die vorläufigen Zahlen für 2019: Über den Starnberger See schipperten rund 220 000 Passagiere, über den Ammersee zwischen 280 000 und 300 000. „Damit liegen wir am Ammersee im Fünf-Jahres-Mittel und am Starnberger See ein bisschen drunter“, resümiert Grießer. Im Vorjahr waren es 250 000 Fahrgäste am Starnberger und 340 000 am Ammersee. 2018 sei aber ein absolutes Ausnahmejahr gewesen, betonte Grießer.

Geplante Veränderungen: Der Ausbau des Tutzinger Stegs und ein neuer Fahrplan

Viel Zeit für den Blick zurück bleibt Grießer und seinen Mitarbeitern ohnehin nicht, denn für die kommende Saison stehen einige Veränderungen an – und zum Teil noch auf der Kippe. So ist für 2020 zwar ein neuer Fahrplan am Starnberger See geplant. „Die Umsetzung ist aber noch in der Schwebe, denn dafür müsste der Steg in Tutzing rechtzeitig verlängert werden“, erklärt Grießer. Etwa doppelt so lang wie der bisherige Steg soll er sein und 50 Meter in den See hineinragen. Die Kosten für den Umbau werden sich dem Geschäftsführer zufolge im sechsstelligen Bereich bewegen.

Künftig soll Tutzing zum Knotenpunkt auf dem Starnberger See werden, an dem Fahrgäste von der nördlichen in die südliche Rundfahrt umsteigen können. Dieses Konzept habe sich am Ammersee bewährt, sagt Grießer. Dort können Passagiere in Herrsching von der Nord- in die Südroute wechseln.

Durch den Ausbau des Stegs können Schiffe dort längs anlegen

Damit das auch in Tutzing klappt, braucht es den Ausbau. „Durch den längeren Steg können die Schiffe dann parallel zum Steg links und rechts davon anlegen und die Passagiere so von einem Schiff direkt ins andere umsteigen“, erklärt Grießer. Der Ausbau des Steges sei schon seit Jahresanfang geplant, doch gebe es Probleme, eine Baufirma zu finden, sagt er. „Auch wir leiden unter den vollen Auftragsbüchern der Firmen. Trotzdem sind wir guter Dinge, denn die Planung ist fertig, die Zustimmung der Gemeinde eingeholt, und wir hoffen, dass wir bald vom Landratsamt die Genehmigung bekommen.“

Derzeit prüft das Starnberger Landratsamt das Vorhaben. Ob der neue Fahrplan zum Saisonstart 2020 eingeführt wird, steht folglich demnächst fest. „Wir werden noch im Oktober eine Entscheidung treffen, denn die Pläne müssen bald publiziert werden“, erklärt Grießer.

Auch ein neues Schiff für den Starnberger See ist vorgesehen

Und eine weitere Veränderung steht im nächsten Jahr an: Ein neues Schiff reiht sich ein in die Flotte am Starnberger See (wir berichteten). Der Name stehe noch nicht fest, sagt Grießer. Andere Details aber schon: Das Schiff wird auf 34 Meter Länge 100 Plätze im Innenbereich sowie 100 Plätze am Sonnendeck aufweisen. Der neue Dampfer soll die MS Berg sowie die sich kaum noch im Einsatz befindende MS Phantasie ersetzen.

Den beiden ausgedienten Schiffen hat der neue Dampfer einiges voraus: „Das Schiff wird behindertengerecht sein, auch das Oberdeck ist dann barrierefrei erreichbar“, sagt Grießer. „Und der Fahrradtransport wird möglich sein.“ Das ist Grießer wichtig, denn viele Fahrgäste würden mit dem Rad auf der Tutzinger Seite einsteigen, über den See nach Ambach fahren und von dort aus nach Berg radeln.

Ein Jahr Bauzeit ist für den Dampfer eingeplant

Bis es soweit ist, müssen sich die Passagiere aber noch etwas gedulden: Der neue Dampfer soll nicht vor Ende der Saison 2020 in Betrieb genommen werden, denn der Bauauftrag ist erst in der vergangenen Woche vergeben worden. „Die Lux-Werft hat den Auftrag bekommen“, sagt Grießer. Das Unternehmen mit Sitz in Mondorf am Rhein hat bereits einige Schiffe der Bayerischen Seenschifffahrt wie die MS Utting und die MS Herrsching gebaut. Grießer rechnet mit einem Jahr Bauzeit.

Mit einem neuen Dampfer und vielleicht sogar einem erweiterten Steg inklusive neuem Fahrplan können sich Fahrgäste am Starnberger See auf viele Neuerungen freuen. Einen Wermutstropfen gibt es aber: Für die Haltestelle Ammerland, die seit diesem Jahr nicht mehr angefahren wird, ist keine Alternative in Sicht. „Wir haben drei Ersatzorte geprüft, aber nirgends war es möglich zu bauen“, sagt Grießer. Die Seenschifffahrt hat die Suche nach Alternativen deshalb vorerst eingestellt.

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