+
Über diesen Graben mussten die Anwohner zwei Tage lang steigen. Nun ist er geschlossen und gefahrlos begehbar. 

Wohnblocks wieder erleichtbar

Erleichterung an der Himbselstraße

Zwei Baustellen versperrten Anwohnern an der Starnberger Himbselstraße zu Beginn der Woche den Weg aus ihren Wohnanlagen. Nun hat die Wohnungsgenossenschaft Starnberger See für Abhilfe gesorgt.

Starnberg – Die Anwohner der Himbselstraße können aufatmen: Es gibt wieder eine provisorische Lösung, die es ihnen ermöglicht, gefahrlos ihre Wohnungen zu verlassen. Die Wohnungsgenossenschaft Starnberger See hat eine Zuwegung für die Anwohner über ihre Baustelle in Richtung Leutstettener Straße eingerichtet. Diese ist auch mit Rollator zugänglich.

Wie berichtet, war die Aufregung unter den Bewohnern von rund 40 Wohnungen groß gewesen. Zwei Baustellen hatten ihnen seit Montag den Weg aus ihren Wohnanlagen heraus versperrt – auf der einen Seite die Baustelle der Wohnungsgenossenschaft, auf der anderen der von der Stadt beauftragte Umbau der Himbselstraße samt Vollsperrung. Grund für die unerwünschten Beeinträchtigungen sei es gewesen, dass auf der Baustelle der Genossenschaft ein bestehender Notgehweg zurückgebaut worden sei, erklärt Rathaussprecherin Lena Choi.

Die Wohnungsgenossenschaft reagierte mit Verständnis auf die Anwohner

Davon wusste August Mehr, Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft, gestern nichts. Aber: „Wir haben von dem Problem der Anwohner gehört und können sie gut verstehen“, sagt er. Der Fehler sei bei der Bauplanung passiert. „Die Planer hätten die Blockade durch beide Baustellen erkennen müssen“, sagt er.

Am Mittwochmorgen trafen sich Vertreter von Stadt, Planer und Genossenschaft an der Himbselstraße und überlegten, wie sie den Anwohnern am besten Zugang verschaffen und auch die Müllsituation entschärfen können. Neben dem Weg über die Baustelle der Genossenschaft gebe es nun auch provisorische Kieswege entlang der Himbselstraße zum Riedener Weg und zusätzlich vom Ludwig-Thoma-Weg zum Bahnhof Nord, teilt Choi mit. Eine Lösung sei auch gefunden, was die Mülltonnen der Wohnanlage betrifft, die seit Montag ausquartiert und nur durch einen zehnminütigen Fußweg zu erreichen waren. Sie stehen jetzt wieder an ihrer angestammten Stelle vor den Wohnblöcken 1a und 1b. Auch die Entleerung ist geregelt.

Die Anwohner sind erleichtert. Eva Steinherr etwa freut sich: „Die Mülltonnen sind wieder da.“ Und auch der neue Weg sein eine gute Lösung. „Jeder ist zufrieden.“ Das ist im Übrigen auch der Grund, warum beide Bauprojekte zur gleichen Zeit umgesetzt werden. „Wir wollen, dass die Baustellen zeitgleich fertig werden“, sagt August Mehr. „Es würde die Lebensqualität einschränken, wenn die Anwohner nach unserer Baustelle noch den Straßenumbau vor den Türen hätten.“ Auch der Stadtverwaltung ist das wichtig. Es sei sinnvoll und wirtschaftlich, beide Projekte zeitgleich zu Ende zu führen, sagt Choi. 

von Vanessa Lange

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Der Biber als Landschaftsarchitekt im Ampermoos?
Spaziergängern bietet sich im Ampermoos ein Landschaftsbild, das manch einem Sorge bereitet: Biber haben zahlreich Bäume stark angenagt. Doch die Untere …
Der Biber als Landschaftsarchitekt im Ampermoos?
Sammelbecken Freie-Wähler-Liste
In Sachen Frauenquote sind die Freien Wähler aus Tutzing vorbildlich: 50 Prozent der Liste ist weiblich.
Sammelbecken Freie-Wähler-Liste
Rupert Steigenberger: Anführer einer jungen Liste
Die Mitglieder der Bürgergemeinschaft waren sich bei ihrer Aufstellungsversammlung einig: Einstimmig nominierten sie Rupert Steigenberger für das Bürgermeisteramt und …
Rupert Steigenberger: Anführer einer jungen Liste
Bürger mit vielen Wünschen: 596 Anregungen zur Ortsentwicklung in Seefeld
596 Beiträge gibt es zur Ortsentwicklung in Seefeld. Die gilt es aufzuarbeiten. Die Gemeinde kündigt eine große Veranstaltung zur Bürgerinformation an.
Bürger mit vielen Wünschen: 596 Anregungen zur Ortsentwicklung in Seefeld

Kommentare