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„Gut, dass der Schnee nicht mehr so hoch liegt“: Diese und andere Kommentare erntet das Bushaltestellenschild an der Wittelsbacherstraße in Starnberg.

Das steckt dahinter

Über dieses Fahrplan-Schild lachte ganz Starnberg - jetzt haben die Verantwortlichen reagiert

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Ein gerade mal 30 Zentimeter über dem Boden angebrachtes Fahrplanschild hat in Starnberg die Lacher auf seiner Seite. Jetzt hat sich in Sachen Minischild etwas getan.

Update vom 27. Februar 2019: Die „Bushaltestelle zum Niederknien“ ist Geschichte: Seit wenigen Tagen steht an der Starnberger Wittelsbacherstraße vor dem Kino Breitwand wieder ein Haltestellenstellenschild, an dem sich die Fahrpläne nicht auf Sichthöhe eines Rauhaardackels befinden. 

Das neue Haltestellenschild in Starnberg ist angebracht - in normaler Höhe.

Beabsichtigt war das Minischild keineswegs. An dem Träger hängen zum einen mehr Fahrpläne als normal, weil dort mehrere Linien halten. Deswegen war ein Teil der Fahrplanhalter eine Sonderkonstruktion. Im November hatte es einen Unfall gegeben, bei dem das Schild Schaden genommen hatte – und deswegen gekürzt aufgestellt wurde. Der MVV und die Busunternehmer hatten im Januar zugesagt, schnellstmöglich ein neues Schild aufstellen zu lassen. Das ist nun auch passiert. mm

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Bushaltestelle zum Niederknien: Über dieses Fahrplan-Schild lacht ganz Starnberg

Starnberg – „Das Schild wurde zugegebenermaßen zu tief einbetoniert.“ An der Aussage von Franziska Hartmann, der Pressesprecherin des Münchner Verkehrsverbundes (MVV), ist nichts zu rütteln. Gerade mal 30 Zentimeter über dem Boden hängt der Busfahrplan an der Wittelsbacherstraße vor dem Kino in Starnberg. Seit Freitag kursiert ein Foto davon in den sozialen Netzwerken und hat die Lacher auf seiner Seite. „Da muss sich selbst der Hobbit bücken“, kommentiert ein Leser das Bild in Anspielung auf die nur 60 bis 120 Zentimeter großen Wesen aus „Der Herr der Ringe“. Aber wie kam es dazu? Der Starnberger Merkur hat bei MVV-Sprecherin Hartmann nachgefragt. Der MVV ist für die Fahrpläne zuständig.

Frau Hartmann, wie kann es zu so einem Schild kommen?

Das Schild wurde zugegebenermaßen zu tief einbetoniert. Hierzu werden wir mit dem zuständigen Sachbearbeiter der Stadt Starnberg Kontakt aufnehmen und über eine vorteilhaftere Aufstellung beraten. Der unterste Fahrplankasten ist eine Eigenkonstruktion. Ursprünglich haben zwei der drei Fahrplankästen ausgereicht, der dritte wurde nachträglich als Eigenkonstruktion hinzugefügt.

Gibt es solche Schilder auch an anderen Stellen?

Für den Landkreis Starnberg ist dies das einzige uns bekannte Schild, welches so tief einmontiert und „händisch“ erweitert wurde.

Handelt es sich um Standard-Schilder oder werden die Schilder, zum Beispiel abhängig von den dort verkehrenden Buslinien, für jede Haltestelle extra angefertigt?

Es gibt ein Standard-Schildersystem, welches unterschiedliche Modulgrößen vorsieht – etwa vier, sechs oder acht Linieneinschübe bzw. ein oder zwei Fahrplankästen usw.

Bleibt das Schild so oder wird es ausgetauscht, um eine bessere Lesbarkeit des Fahrplans zu ermöglichen?

Wir beraten derzeit mit der Stadt Starnberg über Lösungen.

Seit wann steht das Schild dort? Warum wurde das alte ausgetauscht, und wer hat es aufgestellt?

Das Schild steht dort seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 und wurde zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 um den dritten Fahrplankasten erweitert. Bei einem Unfall am 15. November 2018 wurde das Schild beschädigt. Daraufhin wurde der Mast abgesagt und wieder einbetoniert (Anm. d. Red.: Oliver Jauch von der Polizeiinspektion Starnberg bestätigt, dass an jenem Tag gegen 13.55 Uhr ein Pkw mit Anhänger die Wittelsbacherstraße entlang fuhr, als sich die Seitenklappe des Anhängers öffnete und mit dem Schild kollidierte).

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Nachtrag: Kurz nach dem Gespräch meldete sich MVV-Sprecherin Hartmann noch einmal in der Merkur-Redaktion. Nach Rücksprache mit der Stadt Starnberg habe man beschlossen, ein neues Schild zu bestellen. Das soll bereits am Montag erfolgen. Die Lieferzeit beträgt etwa sechs bis acht Wochen. Die Kosten dafür übernimmt die Stadt.  ps

Ebenfalls für Unterhaltung sorgte eine Twitter-Userin, als sie auf Twitter von ihrem Dirndl-Kauf in Bayern erzählte, berichtete Merkur.de*.

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