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Ein Löschfahrzeug mit einem sogenannten Teleskopgelenkmast der Gautinger Feuerwehr kam bei der Übung am Mittwochabend auch zum Einsatz. Damit gelangten die Einsatzkräfte in den fünften Stock des Hotels Vier Jahreszeiten.

Übung der Freiwilligen Feuerwehr

„Ortskunde und Schnelligkeit sind alles“

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Ein Großaufgebot der Starnberger und Gautinger Feuerwehren war am Mittwochabend vor dem Starnberger Hotel Vier Jahreszeiten. Der Grund für den Einsatz ist aber nicht dramatisch.

Starnberg – Dichter Rauch dringt aus einem Fenster im fünften Stock des Starnberger Hotels Vier Jahreszeiten, zwei Hotelgäste schreien um Hilfe, und kurz nach dem Alarm um 19.15 Uhr sind bereits 45 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Starnberg und Gauting vor Ort. Zum Glück handelte es sich bei dem Szenario am Mittwochabend an der Münchner Straße aber nur um eine Übung. Und zum Glück zeigte sich: Die Feuerwehren sind für den Ernstfall gut vorbereitet.

Mit neun Fahrzeugen, darunter zwei Drehleitern, waren sie angerückt. Dafür wurde die rechte Spur der Münchner Straße von 19.10 Uhr an für knapp zwei Stunden gesperrt, was zu Verkehrsbeeinträchtigungen führte. „Insgesamt mussten vier Personen aus dem Wellness- und Saunabereich des Hotels befreit werden“, erläutert Starnbergs Kommandant Markus Grasl die Aufgabe. „Zwei davon waren bewusstlos und wurden mit einer Schleifkorbtrage abtransportiert.“ Zum Einsatz kamen zudem Atemschutzgeräte und Überdrucklüfter. Neben der Überprüfung der Geräte sollte die Übung den Einsatzkräften auch Gelegenheit bieten, Einsatztaktiken und Angriffswege zu üben.

Grasl: Im Ernstfall muss die Feuerwehr viel koordinieren

„Ortskunde und Schnelligkeit sind in solchen Fällen alles“, betont Grasl. „Und gerade Ortskunde haben die meisten Hotelbesucher nicht, deswegen muss die Feuerwehr im Ernstfall viel koordinieren und organisieren.“ Grasl und Josef Tockner, der Brandschutzbeauftragte des Hotels, waren mit dem Verlauf zufrieden. Der Einsatzort im fünften Stock sei ein Test gewesen, ob die Drehleitern diese Höhe erreichen können, sagt Tockner. „Das hat super funktioniert“, lautet sein Fazit.  

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