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Ein reiche Auswahl an Whiskys und anderen Destillaten bietet Fred Heinz Schober in seinem Starnberger Fachgeschäft an. Am kommenden Samstag feiert er ein Jubiläum. 

Kostprobe im Whisky-Geschäft „smoke“

Mit „Wasser des Lebens“ auf ein Jubiläum anstoßen

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Viele edle Tropfen bietet Fred Heinz Schober seit 25 Jahren in seinem Whisky-Geschäft „smoke“ an. Nun feiert er Jubiläum mit einem Tasting. 

StarnbergVor zwei Jahren firmierte der frühere Tabakwarenhandel Großer von „smoke“ um in „smoke &  whisky“. Heuer feiert der Inhaber des auf hochwertige Destillate spezialisierten Geschäfts sein 25. Jubiläum als Whisky-Händler. Am Samstag, 26. Oktober, wird im Lokal „Dahoam“ auf das Jubiläum angestoßen – auch mit Whisky.

Fred Heinz Schobers erster Kontakt mit Whisky war wie bei vielen jungen Leuten die Partymischung mit Cola. Erst bei Reisen nach Irland und Schottland erfuhr er, dass das „Wasser des Lebens“ (Whisky) etwas ganz anderes ist als das, was er bis dahin kannte. In den für die Insel typischen Pubs lernte er bei kleinen Verkostungen (Tastings) die Geheimnisse dieser Spirituose kennen und schätzen.

Schober vertrieb Produkte aus Irland, Wales und Schottland

Die Wertschätzung des Whiskys hatte entscheidenden Einfluss auf das Leben Schobers. Seine Frau ist eine Schottin. Und seit fast 30 Jahren hat Whisky bei Schober beruflich eine immer stärkere Rolle gewonnen. Zunächst waren die Destillate eines von weiteren Produkten und Angeboten aus Irland, Wales und Schottland, die der gelernte Einzelhandelskaufmann nach dem Sprung in die Selbstständigkeit vertrieb.

Der Start war in München-Moosach. Dort machte Schober seinen Kunden die Kultur der Inselbewohner schmackhaft, aber auch ihre Delikatessen sowie Accessoires für den Wohnbereich. Reisen konnte man ebenfalls bei ihm buchen.

Dieses Konzept verfolgte Schober auch nach einem Standortwechsel in Schwabing. Als er vor 25 Jahren in der Innenstadt am Rindermarkt aufschlug, konzentrierte er sich voll auf Whiskys aus aller Welt, Rum und Gin. 2014 verkaufte er den Laden gegenüber vom Alten Peter. Er machte seine Geschäfte auf Messen und im Internet. Vor zwei Jahren hat er dann wieder den Kontakt zum Endverbraucher aufgenommen, als er in Starnberg das „smoke“ übernahm.

Schober reist jedes Jahr nach Irland und besucht Destillerien

Der Geschäftsmann verfolgt die Entwicklungen auf dem Whiskymarkt genau. „Allein schon aus familiären Gründen reise ich mindestens einmal im Jahr mit meiner Frau in deren alte Heimat.“ Dort besucht er dann auch Destillerien. Leider mit einem eher wehmütigen Gefühl. „Die Ursprünglichkeit der früheren Brennereien – viele waren Familienbetriebe – ist weitgehend Vergangenheit“, resümiert der 59-Jährige, auch wenn nach dem großen Destillerie-Sterben um die 1980er Jahre in einigen Betrieben, die damals geschlossen wurden, die Brennblasen wieder angeheizt werden. Diese Entwicklung schätzt Schober als nachhaltig ein, der Prozess hält schon seit zehn Jahren an.

„Es geht weiter bergauf“, sagt Schober. In vielerlei Hinsicht – vor allem finanziell. Whisky ist zum Investment geworden. Die Zahl der Jäger und Sammler wächst. Ein Beispiel: Vor einem Jahr wurde bei Christie’s in London eine Flasche der schottischen Destillerie Macallan für umgerechnet 1,35 Millionen Euro versteigert. Der Whisky war 1926 ins Fass gefüllt worden, reifte dort 60 Jahre, bis er 1986 in die Flasche kam. Schober hatte zu D-Mark-Zeiten in seinem Laden eine Flasche Black Bowmore für 350 Mark verkauft. Heute müsste ein Käufer 20 000 Euro auf die Ladentheke blättern. Von dem Whisky gab es drei Fässer, jeweils bis zu 200 Flaschen wurden daraus abgefüllt.

Einen Einblick in die höheren Sphären des Whisky-Himmels gewährt Schober den Gästen seiner 25-Jahr-Feier am Samstag, 26. Oktober. Er wird drei Whisky-Raritäten von drei derzeit geschlossenen Destillierien anbieten und offeriert bei einem separaten, auf 25 Personen beschränkten Tasting (ausgebucht) sechs 25 Jahre alte Whiskys. Tickets für die Feier gibt es bei „smoke & whisky“ (Wittelsbacher Straße 14). 

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