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Deutsch-französische Partnerschaft vom Besten: der neue Ehrenbürger Jean-Claude Mahé (vorne, mit Urkunde), Bürgermeisterin Eva John (mit goldenem Buch der Stadt Starnberg) sowie die Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine, Dominique Ledez und Angelika Galata, und die dolmetschenden Schülerinnen Arlinda Kajtazi, Marie-Sophie Bauer, Elisa Wagner und Leni Medl. 

Städtepartnerschaft gestärkt

Jean-Claude Mahé wird Starnberger Ehrenbürger

Vor rund 100 Gästen wurde der Bürgermeister der Starnberger Partnerstadt Dinard, Jean-Claude Mahé, am Sonntag zum Ehrenbürger ernannt. Starnbergs Bürgermeisterin Eva John sprach von einem „goldenen Tag für Starnberg“. 

Starnberg – Starnberg hat einen neuen Ehrenbürger. Mit einem mehrstündigen Festakt wurde der Bürgermeister der französischen Partnerstadt Dinard, Jean-Claude Mahé, am Sonntagabend als 18. Träger der Ehrenbürgerwürde ausgezeichnet – „für seine außerordentlichen Verdienste und die damit verbundene, beispiellose und erfolgreiche Entwicklung der Städtepartnerschaft zwischen Dinard und Starnberg“, wie Bürgermeisterin Eva John sagte.

„Ein goldener Tag für Starnberg“, hatte sie zuvor die etwa einhundert Gäste in der Schlossberghalle begrüßt – darunter auch Gäste aus der Bretagne wie Dominique Ledez von den „Amis de Starnberg“. Auch zahlreiche Ehrengäste nahmen an dem Festakt teil, der von der Pianistin Lauriane Follonier von der Starnberger Musikschule und von Tänzerinnen des Ballettzentrums, die zwei Stücke von Nikolay Georgiew aufführten, umrahmt wurde.

Angelika Galata stellte den neuen Ehrenbürger vor

Die Vorsitzende des Vereins Freunde von Dinard, Angelika Galata, stellte den neuen Ehrenbürger in ihrer Begrüßung als ein Nachkriegskind aus bescheidenen Verhältnissen vor, dessen Vater fünf Jahre in deutscher Gefangenschaft gewesen sei und der sich sein Studium mit einem Stipendium erarbeitet habe. „Nichts wies auf eine Beziehung zu Deutschland hin“, sagte sie und hob Mahés große Eigenschaften hervor: „Loyalität, zuhören und motivieren der Mitstreiter.“

Eva John betonte in ihrer Ansprache, dass die Entwicklung der Städtepartnerschaft von Mahé geprägt sei. „Mit Ihrer Dynamik haben Sie Menschen angesteckt“, sagte sie. Mahé habe viele Projekte in Bewegung gebracht und „Großartiges für unsere beiden Städte geleistet“. Er lebe die Grundsätze von Einigkeit, Recht und Freiheit. „Ich bin froh zu spüren, dass durch Ihr Engagement unsere Städtepartnerschaft diese Grundsätze in die Welt trägt“, betonte John, die ihm als Geschenk ein Gemälde der dritten Kunstpreisträgerin Uta Sasgen überreichte, bevor sich der Geehrte in das Goldene Buch der Stadt Starnberg eintrug.

Mahé zeigte sich in seiner Dankesrede begeistert von Starnberg

In seiner Dankesrede ging Mahé auf die Anfänge der Partnerschaft ein, als er am 7. Juli 1980 zum ersten Mal in Starnberg war und eine Gruppe von Jugendlichen dabei hatte. Der Aufenthalt damals sei ein „Eintauchen in die Geschichte, Moderne und Tradition“ gewesen. Mahé zeigte Begeisterung für die Kreisstadt mit seiner Kirche, dem See, den majestätischen Gärten und großartigen Villen. Starnberg sei „ein gesegneter Ort, wo die musikalische und literarische Inspiration leicht kommen muss“.

Mahé erwähnte auch Gegensätze und Gemeinsamkeiten der Städtepartner: „Der Wein und das Bier, die See und der See, der Wind und der Föhn, Galette und Weißwurst.“ Die Bewohner beider Städte teilten das Glück. Hier wie dort gebe es aber auch Unzufriedene, sagte Mahé: „All diejenigen, die das Leben eines Bürgermeisters vergiften.“ Diesen riet er, hinaus auf den See, das Meer und in die Natur zu fahren.

Angelika Galata würdigte den Geehrten als „Visionär, Motor des Vereins und heilende Kraft“. Er habe die Hoffnung, dass sich unsere Jugend den Herausforderungen der Zukunft unseres Planeten stellt. Das sehe gut aus. Vier Schülerinnen der neunten Klassen des Starnberger Gymnasiums – Marie-Sophie Bauer, Arlinda Kajtazi, Leni Medl und Elisa Wagner – betätigten sich während der Feier als Übersetzer und glänzten mit Souveränität, Sprachsicherheit und guter Aussprache. Dafür spendierte Eva John Blümchen und Gutscheine fürs Seebad.

von Astrid Amelungse-Kurth

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