Bär in Bayern gesichtet: Wildtierkamera knipst „scheues“ Tier 

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Zu Hause bei seiner Gastfamilie: Gabriel Auvert aus Dinard (vorne l.) lebt derzeit bei Familie Dorscht in Starnberg – Frank und Brigitte Dorscht sowie Luis (16), Lauri (12) Leon (18, v.l.). 

Städtepartnerschaft

Leben und lernen in der Partnerstadt

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Gabriel Auvert von den Sapeurs Pompiers Dinard ist zu Gast in Starnberg - und bei der Berufsfeuerwehr in München im Einsatz.

StarnbergDem 19-jährigen Gabriel Auvert gelingt die Begrüßung bereits perfekt auf Deutsch. Der junge Feuerwehrmann aus der Starnberger Partnerstadt Dinard lebt noch bis Anfang Juni allerdings bei Familie Dorscht in Starnberg, um unter anderem ein Praktikum bei der Berufsfeuerwehr in München zu machen. Der Weg dahin ist eine schöne Geschichte von internationaler Freundschaft, ermöglicht unter anderem durch die Partnervereine „Die Freunde von Dinard“ unter Vorsitz von Angelika Galata und „Les amis de Starnberg“ – und die Feuerwehren beider Städte.

Gabriel war in den vergangenen Jahren oft in Deutschland – mit der Schule und den Jugendreisen über die „Les amis de Starnberg“. „Es ist bereits mein elfter Besuch hier“, sagt er. Der Bezug zur Feuerwehr entstand schon früh durch seinen Vater, der selbst bei der Feuerwehr ist. „Ich habe dadurch einige Einsätze mitbekommen und durfte zum Teil selbst mitkommen“, erzählt er. Bei einem der regelmäßigen Besuche der Freiwilligen Feuerwehr Starnberg in Dinard lernte Gabriel Brandoberrat Christian Zollner kennen. „Christian ist jetzt mein Chef für die nächsten zwei Monate. Am Anfang meines Praktikums bin ich im Arbeitsschutz-Management, im Büro der Feuerwache 1 in München“, berichtet Gabriel. Die Aufgabe sei die Erstellung einer ISO-Norm (Sicherheitsnorm), erzählt er weiter. Dabei geht es um den Sicherheitsschutz der einzelnen Bausteine der Feuerwehr, wie in der Feuerwache oder bei einem Einsatz. „Ich beobachte den Einstieg des Prozesses und erstelle Tabellen dazu“, nennt Gabriel seine Tätigkeiten. Außerdem dürfte er in der Zentrale aushelfen. Durch die Kooperation mit Christian Zollner wird Gabriel der Weg zur Arbeit erleichtert. „Er nimmt mich immer mit hin und zurück, da er selbst in Starnberg wohnt“, erklärt Gabriel. Die Arbeitszeiten können etwas variieren.

Doch warum ein Praktikum in Deutschland und nicht in Frankreich? „Es macht sich gut im Lebenslauf“, sagt Gabriel. Das deutsche Umfeld sei allerdings auch ein Grund gewesen. „Alle sind sehr freundlich und aufgeschlossen. Meine Freunde und ich kommen seit den Austauschprogrammen gerne hierher. Wir lieben Deutschland“, sagt er.

Umgekehrt ist Familie Dorscht von der französischen Gegenseite begeistert. Gastmutter Brigitte Dorscht erzählt von dem Kennenlernen: „Wir waren 2015 auf der Suche nach einem Urlaubsziel. Angelika Galata hat uns damals den Kontakt von Familie Auvert, die Ferienhäuser vermietet, weitergeleitet.“ Der Urlaub wurde schließlich ein voller Erfolg und Dinard zum Reiseziel der folgenden Sommer bis zum Jahr 2018. „Die Familie ist immer sehr gastfreundlich und hilfsbereit“, lobt Brigitte Dorscht. Über die Jahre hinweg entstand eine enge Freundschaft, und als Gabriels Mutter Anne-Liese Renault-Auvert eine Unterkunft für ihren Sohn in der Nähe von München suchte, zögerte Familie Dorscht nicht und hilft aus.

Gabriels Zukunft spielt sich auch in Frankreich weiterhin bei der Feuerwehr ab. „Ich studiere ,Hygiene, Sicherheit und Umwelt’ und möchte damit später bei der Feuerwehr arbeiten.“ Wie lange es dauert, ist noch offen, je nachdem, wie hoch er hinaus möchte. Davor wird allerdings noch gearbeitet. „Ich arbeite nebenbei noch als Rettungsschwimmer. Damit bin ich den Sommer über beschäftigt.“

Der 19-Jährige absolviert nicht nur das Praktikum in München, sondern lernt auch die Feuerwehr Starnberg kennen – dort nimmt er unter anderem an Übungen teil. Die Zusammenarbeit der Sapeurs Pompiers aus Dinard und der Starnberger Wehr hatte Kommandant Markus Grasl vor fast genau einem Jahr durch eine formelle Partnerschaft samt Vereinbarung besiegelt (wir berichteten).

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