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Die neuen Tarifzonen und die neuen Chipkarten: Rund 350 000 Inhaber von MVV-Abos erhalten in diesen Tagen die neue MVV-Chipkarte. Die neuen Zonen gelten ab dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember. 

Neue Zonen ab 15. Dezember

MVV wird für die meisten günstiger

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  • Sandra Sedlmaier
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Ab 15. Dezember gelten im MVV-Gebiet neue Tarifzonen. Der Landkreis Starnberg führt zudem ein Sozialticket ein.

Landkreis – Am 15. Dezember greift die große MVV-Tarifreform. Aus den alten 16 Ringen werden sieben Zonen mit einer großen M-Zone für das Stadtgebiet München und sechs Zonen für den Außenbereich. Das MVV-System soll damit verständlicher werden, hoffen die Verantwortlichen. Vor allem aber wird es günstiger: Die Preise sinken im Schnitt um sieben Prozent. „Bus und Bahn werden vor allem für die Leute günstiger, die häufig fahren“, sagt Norbert Specht, beim MVV für den Tarif verantwortlich, im Pressegespräch mit dem Starnberger Merkur. Stichproben zeigen, dass dies stimmt. Ein Monatsticket von Starnberg zum Marienplatz kostet künftig 113,40 Euro und ist damit um gut elf Prozent günstiger als der alte Preis von 127,80 Euro. Wer eine Monatskarte von Herrsching bis in die Münchner Innenstadt hat, zahlt 137,90 Euro (früher 175,10 Euro).

M-Zone

Die M-Zone ist der alte Innenraum, also die Landeshauptstadt. Im Landkreis Starnberg kommen Stockdorf hinzu und Krailling. Das heißt, wer von diesen Haltepunkten aus in die Innenstadt fährt, durchfährt nur eine Zone. Das bedeutet: zwei Streifen auf der Streifenkarte stempeln oder für 55,20 Euro eine Monatskarte kaufen (alter Preis: 90,40 Euro).

Zonen 1 bis 4

Der Landkreis Starnberg liegt in den Zonen 1 bis 4. Nördlichster Punkt ist Stockdorf, das zur M-Zone und zur Zone 1 gehört. Südlichster Punkt ist Tutzing, das auf der Grenze von Zone 4 und 5 liegt. Der Vorteil der Zugehörigkeit einer Haltestelle zu zwei Zonen: Je nachdem, in welche Richtung man fährt, spart man sich schon einmal den Preis für eine Zone. Wer zum Beispiel vom Marienplatz nach Gauting fährt, braucht ein Ticket für die Zonen M und 1. In Streifen ausgedrückt wird letzteres günstiger: Pro Zone gilt ein Basispreis von zwei Streifen, für jede weitere Zone wird ein weiterer Streifen fällig. Sprich: drei Streifen vom Marienplatz nach Gauting statt wie bisher vier Streifen.

Einzelfahrt teurer

Die Einzelfahrkarte wird mit 3,30 Euro deutlich teurer (bisher: 2,80 Euro). Die Streifenkarte bleibt auf ihrem Preisniveau von 14 Euro, was bei zehn Streifen einen Preis von 1,40 Euro pro Streifen ausmacht. Die Preise für Tagestickets steigen – schließlich sollen die treuen Kunden belohnt werden, nicht die Gelegenheitsfahrer.

Das neue U21-Angebot

Neu ist die U21-Streifenkarte, die 45 Prozent weniger kostet als die reguläre Streifenkarte: Für alle Fahrgäste von 15 bis 20 Jahren gibt es diese extra Streifenkarte am Automaten für 7,70 Euro. Entwertet wird sie wie die reguläre Streifenkarte. Kinder unter sechs Jahre fahren weiterhin kostenlos. Für Sechs- bis 14-Jährige gilt wie bisher der Kindertarif: ein Streifen pro Fahrt oder eine Einzelfahrkarte.

Senior ist man ab 65

Das neue Senioren-Ticket ist künftig ganztägig gültig. Es gilt keine Sperrzeit mehr zwischen 6 und 9 Uhr. Allerdings wird die Altersgrenze von 60 auf 65 Jahre angehoben. Kunden, die schon die bisherige IsarCard60 abgeschlossen haben, können im Abo bleiben. Wer dieses Abo noch schnell abschließen will, hat dazu bis zum 1. Dezember Gelegenheit, für Personen von 60 bis 64 Jahren gilt aber die Sperrzeitregelung.

Das neue Sozialticket

Neu im Landkreis Starnberg ist die IsarCardS, das Sozialticket, das bisher nur der Landkreis München hatte. Die Sozialtickets können Empfänger von Arbeitslosengeld, Grundsicherung und Hilfe zum Lebensunterhalt am Automaten lösen, wenn sie sich zuvor den Landkreis-Pass mit einer Codierung im Landratsamt geholt haben.

70 Millionen Zuschuss

Die Differenz zwischen den bisherigen Einnahmen aus dem MVV und den dank der allgemeinen Preissenkung erwartungsgemäß niedrigeren Erlösen zahlen die neun Gesellschafter der MVG, die Landeshauptstadt und die acht Verbundlandkreise, mit 35 Millionen Euro Zuschuss jährlich. Weitere 35 Millionen Euro schießt der Freistaat Bayern zu. Das soll zunächst zwei Jahre so bleiben.

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