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Aktiv für Naturschutz: Katrin Broghammer, Jonathan Dietze, Yannis Branke, Ferdinand Rebner, Lucas Schäfer, Landesvorsitzender Richard Mergner, (nicht im Bild) Ildiko Gaal-Baier, Kreisvorsitzender Günter Schorn und Constanze Gentz (v.l.). 

BN-Kreisgruppe Starnberg

Naturschützer schwimmen auf Sympathiewelle

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Mehr als 400 neue Mitglieder konnte die Bund Naturschutz-Kreisgruppe Starnberg bisher bei ihrer aktuell andauernden Mitgliederwerbung gewinnen. Und dabei handelt es sich erst um ein Zwischenergebnis.

Landkreis – Der Bund Naturschutz (BN) in Bayern schwimmt auf einer Sympathiewelle, offensichtlich ausgelöst durch den erfolgreichen Volksentscheid zum Artenschutz. Ganz besonders profitiert davon die Kreisgruppe Starnberg, die das auch in aktuellen Zahlen belegen kann. Kreisvorsitzender Günter Schorn zog gestern im Natur- und Jugendzentrum des BN in Wartaweil Halbzeitbilanz einer seit dem 19. August im Landkreis Starnberg laufenden Mitgliederwerbung. Dazu war auch eigens der Vorsitzende des BN in Bayern, Richard Mergner, an den Ammersee gekommen.

Bislang haben die jugendlichen Werber – Schüler und Studenten, die von Haustür zu Haustür gehen – schon mehr als 400 neue Mitglieder in das BN-Boot geholt. Neben Krailling, Wörthsee und Weßling sind aber auch die einwohnerstarken Gemeinden Gauting und Gilching noch nicht „abgearbeitet“. Somit steht jetzt schon fest, dass der Mitgliederstand der Kreisgruppe die 4000er-Marke deutlich überschreiten wird. Vor Beginn der Aktion zählte der BN im Landkreis Starnberg um die 3600 Mitglieder.

Der Zwischenstand lässt vermuten, dass der Werbefeldzug äußerst erfolgreich wird

Wenn die Zwischenbilanz ein Gradmesser für das Endergebnis ist, dürfte dieser Werbefeldzug der erfolgreichste in der Geschichte der Naturschützer zwischen Starnberger und Ammersee sein, mutmaßt Lucas Schäfer, der Chef des jungen Werberteams. Bei der Tour vor sechs Jahren seien etwas mehr als 500 neue Mitglieder akquiriert worden.

Besonders stolz ist Kreisvorsitzender Schorn auf sein jüngstes „Kind“ in der Kreisgruppe, die Ortsgruppe in Seefeld. Sie wurde erst vor zwei Jahren gegründet. Initialzündung war der Protest gegen Überlegungen der Gemeinde, einen Krankenhausneubau im Aubachtal zuzulassen. Mittlerweile seien die Naturschützer in „guten Gesprächen“ mit der Gemeinde, erklärte die Vorsitzende der damals gegründeten BN-Ortsgruppe, Constanze Gentz. Und ihre Stellvertreterin Ildiko Gaal-Baier ergänzte zur Motivation der Gründungsmitglieder: „Wir haben gesehen, welche Kräfte für den Naturschutz am Werk waren, das mussten wir einfach weiterführen.“

Die BN-Ortsgruppe Seefeld ist um 65 Mitglieder gewachsen

Den Lohn dafür gab es jetzt bei der aktuellen Mitgliederwerbung. Die bis dahin 180 Köpfe zählende Ortsgruppe ist um 65 neue Mitglieder gewachsen. „Eine Herausforderung für den Vorstand“, meinte die Vize-Vorsitzende lachend, „das werden wir beim Austragen der Post zu spüren bekommen.“ Denn um Portokosten zu sparen, werfen die Seefelder jedem Mitglied die Vereinsbriefe selbst in den Hausbriefkasten.

Einen deutlichen Mitgliederschub erhofft sich Schorn auch in Gauting, wo sich der BN gegen die geplanten Gewerbegebiete positioniert hat, insbesondere die Planung beim Unterbrunner Holz an der Gemeindegrenze zu Gilching. Und natürlich auch dort, weil die Gilchinger fürchten, bei Verwirklichung des Gautinger Vorhabens zumindest einen Teil „ihres“ Erholungswaldes zu verlieren.

Der BN ist unter den Einwohnern des Landkreis Starnberg bekannt

Ein Gradmesser ist die Aktion aber auch für die Bekanntheit des BN im Landkreis. Die jungen Werber haben bei ihrer eine Minute bis eine Stunde dauernden Akquise nur wenigen Angesprochenen erklären müssen, wer der Bund Naturschutz ist. „Es gab natürlich auch Leute, die mit Naturschutz nichts am Hut haben oder uns einfach die Haus- oder Wohnungstür vor der Nase zugeknallt haben“, erzählt Ferdinand Rebner. Das seien aber Einzelfälle gewesen. Nur eine Werberin büßte den Einsatz schmerzhaft: Der nicht angeleinte Hund einer Familie biss sie ins Bein.  

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