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Bereit für den Notaufnahmecontainer am Klinikum Starnberg  (v.l.): Prof. Florian Krötz, Markus Möbius (BRK), Dr. Ludwig Zwermann, Monika Exner, Sebastian Keil, Paul Büttgen und Hubertus Entrup.

Speziell für Patienten mit Verdacht auf eine Corona-Infektion

Neue Notaufnahme am Klinikum Starnberg, Drive-in in Andechs

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  • Michael Stürzer
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Am Klinikum Starnberg geht am Montag eine zweite Notaufnahme in Betrieb – speziell für Patienten mit Verdacht auf eine Corona-Infektion. Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um eine „Drive-in-Station“ für einen ambulanten Abstrich. Diese soll nächste Woche in Andechs entstehen.

Landkreis – Acht Corona-Patienten wurden am Freitagmittag im Klinikum in Starnberg betreut, davon zwei nachgewiesene und sechs Verdachtsfälle. Den Menschen gehe es soweit gut, keiner von ihnen befinde sich auf der Intensivstation, sagte Professor Florian Krötz, Leitender Arzt Invasive Kardiologie, bei einem Pressetermin am Freitag. Aber das Klinikum bereitet sich auf einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen vor.

Klinikum Starnberg reagiert auf Corona-Infektionen

So wurden in der zurückliegenden Woche Parallelstrukturen für Corona- und Nicht-Corona-Patienten geschaffen. Diese betreffen die Geburtshilfe, die Kinderheilkunde, die Herzinfarkt- und Schlaganfallversorgung sowie die Chirurgie. „Wir wollen sicherstellen, dass wir eine normale Versorgung aufrechterhalten und gleichzeitig infizierte Patienten versorgen können“, sagte Krötz. Das hat am Donnerstag bereits bestens funktioniert: In einem umgebauten ambulanten OP-Saal habe eine „hochgradige Verdachtspatientin“ ein Baby zur Welt gebracht. Krötz: „Das ist einfach toll. Alle sind glücklich.“

Zusätzlich wurden am Freitag Container geliefert für eine zweite Notaufnahme. Diese sind links vom Haupteingang aufgestellt und werden das Wochenende über so ausgestattet, dass sie am Montag in Betrieb gehen können. Patienten, die über Krankheitssymptome klagen, melden sich zunächst an der Pforte und werden von dort aus entweder in die normale Notaufnahme oder die Containernotaufnahme geschickt. „Nicht jeder, der Atemnot hat, ist ein Corona-Patient“, betonte Krötz.

Klinikum Starnberg: Wir sind gut vorbereitt

In dem Container werden Corona-Verdachtsfälle untersucht und gegebenenfalls stationär in Starnberg oder in anderen Kliniken, etwa der Lungenfachklinik Gauting, aufgenommen. „Diese Notaufnahme ist aber kein Drive-in für die Allgemeinbevölkerung“, betonte Krötz und appellierte eindringlich an alle Bürger ohne Krankheitssymptome, fernzubleiben. „Wer gesund ist, soll zu Hause bleiben“, betonte er. Abstriche nehme das Klinikum nur bei Mitarbeitern und bei Patienten, die stationär aufgenommen würden.

Denn besonders wichtig sei neben der medizinischen Versorgung von Patienten derzeit ein schonender Umgang mit Ressourcen. Als Beispiel nannte Krötz die Schutzmasken. Es sei unverantwortlich, diese über Gebühr zu verbrauchen. Sollte es keine mehr geben, „können wir die Patienten nicht mehr behandeln, sondern uns anstecken, und sind lahmgelegt“. Noch verfüge das Klinikum über Masken, Anfang der Woche sei zudem eine Lieferung avisiert. Eine Containerlösung soll nach Angaben von Geschäftsführer Heiner Kelbel kommende Woche auch an der Schindlbeck-Klinik in Herrsching eingerichtet werden. Am Klinikum Seefeld sei das bislang nicht geplant, sagte er am Freitag.

Corona-Krise: Landkreis Starnberg richtet in Andechs Drive-in-Teststation ein

Der Landkreis wird eine so genannte Drive-in-Teststation (mit dem Auto reinfahren, Rachenabstrich durchs Fenster, ausfahren) auf dem Parkplatz am Kloster Andechs einrichten. Die Arbeiten werden am Wochenende beginnen, die Station soll ab Mittwoch einsatzbereit sein, erklärte Kreissprecherin Barbara Beck. Dort werden ausschließlich Menschen getestet, bei denen ein Arzt den Test angeordnet hat. Ab Dienstag sollen Mediziner Patienten auf digitalem Wege anmelden können.

Am Klinikum Starnberg ist seit dieser Woche ein siebenköpfiger Krisenstab am Werk. Ihm gehören neben Krötz und Kelbel die Pflegedirektorin Susanne Müller, der Ärztliche Direktor Professor Arnold Trupka, der Chefarzt der Anästhesie, Dr. Eike Speck, der Leitende Arzt der Internistischen Akutmedizin, Dr. Andreas Rüchardt, und der Leiter der EDV-Abteilung, Michael Knall, an. Der Stab hat auch beschlossen, Mitarbeiter aus der Klinikverwaltung in den medizinischen Bereich einzuarbeiten. Viele von ihnen verfügten über eine entsprechende Ausbildung – als Beispiele nannte Krötz freigestellte Betriebsräte und Mitarbeiter des Controllings. Um für den Notfall gewappnet zu sein, ruft die Klinik zudem Ärzte, Medizinstudenten und Pflegekräfte auf, sich zu melden 

Der Ticker zur Corona-Krise 

Hier erfahren Sie alle aktuellen Informationen zur Corona-Krise im Landkreis Starnberg.

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