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Willkommen auf dem Wochenmarkt in Söcking (v.l.): Karin Friedel, Christiane Lüst, Heini Stimmelmeier, Willi Hausfelder, Magnus Ruhdorfer und Evi Fuchsberger bieten zusammen mit Andi Ba uer jetzt immer freitags bei St. Ulrich ihre Waren an. 

Immer freitags bei St. Ulrich

Neuer Standort, neue Händler, neue Freude am Söckinger Wochenmarkt

Der Söckinger Wochenmarkt hat nach dem Umzug auf den Parkplatz an der Pfarrkirche St. Ulrich nun auch sein Angebot erweitert. Auch eine Metzgerei ist dort nun wieder vertreten.

Söcking – Wenig Kunden, wenig Stände, kein großes Angebot. So sah der Söckinger Wochenmarkt am Carolinenhaus noch vor vier Wochen aus. Jetzt, nach dem Umzug auf den Parkplatz der Pfarrkirche St. Ulrich, bietet sich ein ganz anderes Bild: Sieben Stände, steigende Tendenzen und wieder eine Metzgerei. Die Marktbeschicker sind zufrieden.

„Ich habe lange hingeredet, dass wir einen neuen Standort brauchen“, sagt Christiane Lüst. Sie ist die Marktsprecherin, steht mit der Stadt in Kontakt und verkauft Fairtrade-Produkte des Öko & Fair Umweltzentrums in Gauting. „Wir haben etwas gebraucht, wo man uns besser sehen kann.“ Das sei am alten Standort am Carolinenhaus nicht der Fall gewesen, deswegen habe auch die Laufkundschaft gefehlt. „Jetzt kann man den Markt von der Straße aus sehen. Wir haben sozusagen Fahrkundschaft“, sagt Lüst. Außerdem ist der Parkplatz vor der Kirche viel geräumiger. Darin sieht auch Obst- und Gemüseverkäufer Andi Bauer von „Bio Blundell“ einen großen Vorteil.

Und noch etwas freut die Händler: „Seitdem wir umgezogen sind, haben wir wieder eine Metzgerei“, sagt Lüst. Zuvor hatte der Konradhof auf dem Söckinger Wochenmarkt verkauft, jetzt stellt die Bio-Metzgerei „Tagwerk“ aus Niederhummel im Landkreis Freising ihren Stand auf. 80 Kilometer fahren die Mitarbeiter jeden Freitag nach Söcking, um dort Putenwurst, Rosmarinschinken und andere Fleischwaren zu verkaufen. Karin Friedel, die Marktorganisatorin der Bio-Metzgerei, fühlt sich in Söcking schon angekommen. „Die Kundschaft und die Marktleute sind freundlich“, sagt sie.

Eva Fuchsberger verkauft Backwaren der Bäckerei

Eva Fuchsberger ist schon seit Beginn des Söckinger Wochenmarkts vor acht Jahren dabei. Sie verkauft die Backwaren der Gautinger Bäckerei Cramer. „Ich denke, der Umzug hat sich rentiert“, sagt sie. „Auch wenn noch nicht jeder weiß, dass es hier auf dem Parkplatz jetzt einen Wochenmarkt gibt.“ Eine ähnliche Zwischenbilanz zieht Willi Hausfelder aus Weil im Landkreis Landsberg. Seit zwei Jahren verkauft er in Söcking verschiedene Käsesorten. „Es hat sich schon gelohnt“, sagt er.

Davon ist Magnus Ruhdorfer vom Geflügelhof Ruhdorfer aus Herrsching überzeugt: „Hier läuft’s besser als davor.“ Ruhdorfer verkauft Geflügel, Suppenhuhn oder Gyros. Die neue Metzgerei sieht er als Bereicherung. „Je mehr los ist, desto mehr Leute kommen“, sagt er. Der einzige, der keinen großen Unterschied zum vorherigen Standort sieht, ist Fischverkäufer Heini Stimmelmeier aus Schondorf am Ammersee. „So viel besser ist es noch nicht, aber das kann sich entwickeln“, sagt er.

Und was sagen die Kunden zu dem Umzug? Anne-Britta Hoenes aus Söcking ist zufrieden. „Vorher war es auch nicht schlecht, aber hier ist es geräumiger. Ein Milchstand wäre nicht schlecht.“ Und auch Christiane Lüst vermisst noch etwas: „Wir brauchen dringend Schilder, die den Leuten zeigen, dass hier immer freitags von 8 bis 13 Uhr Wochenmarkt ist.“

von Vanessa Lange 

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