+
Der Stadtbusverkehr in Starnberg wird bis auf weiteres mit großen Fahrzeugen abgewickelt. Kleinere Busse kommen frühestens 2023 zum Einsatz.

Keine Chance für Bürgeranträge

Regionalbusse: Fahrräder müssen auch weiterhin draußen bleiben

  • schließen

Die Starnberger Stadtverwaltung und der Stadtrat sehen derzeit keine Chance, zwei Bürgeranträge zum Linienbusverkehr umzusetzen. Die Mitnahme von Fahrrädern bleibt verboten, und ein Einsatz kleinerer Fahrzeuge kommt frühestens 2023 infrage.

Starnberg – Die Stadtverwaltung sieht derzeit keine Chance, zwei Bürgeranträge zum Linienbusverkehr umzusetzen. Dabei ging es um die Mitnahme von Fahrrädern und den Einsatz kleinerer Fahrzeuge. Auch der Stadtrat konnte in seiner Sitzung am Montagabend lediglich Absichtserklärungen beschließen.

Die Bürgerversammlung im vergangenen November hatte sich unter anderem dafür ausgesprochen, die Mitnahme von Fahrrädern in Linienbussen des MVV zu gestatten. Auch Bürgermeisterin Eva John unterstützte die Empfehlung – machte am Montag jedoch keine Hoffnung auf eine schnelle Umsetzung. Die Beförderungsrichtlinien des MVV würden die Mitnahme von Fahrrädern in MVV-Regionalbussen generell nicht gestatten, sagte John. Einzige Ausnahme sei die Linie 958 vom Tutzinger Bahnhof zum Kloster Andechs. In allen anderen Bussen sei nur die Mitnahme von Kleinkinderfahrrädern bis einschließlich 12,5 Zoll und von zusammengefalteten Klappfahrrädern gestattet.

Diese Regelung sei zwar „uns persönlich ein Dorn im Auge“, sagte John, aber derzeit nicht zu ändern. Einstimmig beauftragte der Stadtrat die Verwaltung deshalb, weiterhin bei MVV und Landratsamt auf die Mitnahme von Fahrrädern hinzuwirken.

Auch was den Einsatz kleinerer Busse anbelangte, zeigten sich Verwaltung und Stadtrat zurückhaltend. Der Einsatz von Kleinbussen auf den Linien im Stadtgebiet könne frühestens in mehr als vier Jahren erfolgen, gab John eine Mitteilung des Landratsamtes wieder. Denn erst zum 9. Dezember 2023 ende der aktuelle Vertrag der MVV-Regionalbuslinien 901, 902 und 903. Die Umstellung auf Kleinbusse könne in der 2022 stattfindenden Ausschreibung eingebracht werden. Auch dafür sprach sich der Stadtrat einstimmig aus, ob es dazu kommt, muss jedoch die Zukunft zeigen.

Ebenfalls angenommen wurde ein Antrag von Dr. Franz Sengl (Grüne), im Zuge der Neuausschreibung den Einsatz von Elektro-Busse zu forcieren. Dagegen stimmten lediglich die Parteifreien.  

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Anhänger löst sich während der Fahrt
Das hätte auch schlimmer enden können: Während der Fahrt hat sich am Freitag in Gauting in Anhänger selbstständig gemacht. 
Anhänger löst sich während der Fahrt
Mit italienischem Charme in den Wahlkampf
Mit italienischer Lebensfreude starteten die Freien Wähler Gilching am Donnerstag in den Wahlkampf. Antonio Inverso heißt der Kandidat, der die Liste für den Gemeinderat …
Mit italienischem Charme in den Wahlkampf
Viele Bewerber für die vorderen Plätze
Die Grünen in Weßling sind bereit: Am Donnerstagabend stellten sie ihre Kandidaten für die Gemeinderatswahl auf. 
Viele Bewerber für die vorderen Plätze
Mit „tollem Team“ in den Wahlkampf
Aufstellungsversammlung: CSU Herrsching freut sich über ein starkes Team hinter Bürgermeisterkandidatin Fromuth Heene.
Mit „tollem Team“ in den Wahlkampf

Kommentare