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Jürgen Effenberger, 1. Vorstand des SC Percha, zeigt den durchweichten Sportplatz: Die Drainagen funktionierten nicht mehr richtig, zudem gebe es Schäden durch Wühlmäuse und Maulwürfe, sagt er.

Sportanlage

SC Percha hat viel vor

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Der SC Percha plant eine größere Sanierung seiner Sportanlagen. Dem Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats lag nun eine Liste von elf Maßnahmen für insgesamt 198 000 Euro vor. Für die Stadträte sind jedoch noch einige Fragen zu klären.

Percha – So ein bisschen fühlen sie sich beim SC Percha wie das oft zitierte fünfte Rad am Wagen. Während andere Sportanlagen im Stadtgebiet in den vergangenen Jahren aus-, um- und neugebaut worden seien, herrsche in Percha Stillstand, lautet der Vorwurf. Nun hat der 400 Mitglieder starke Verein um den 1. Vorstand Jürgen Effenberger eine Liste von Maßnahmen der Stadt vorgelegt, die er gerne in Angriff nehmen würde – finanzielle Unterstützung vorausgesetzt.

Elf Maßnahmen stehen auf dieser Liste, über die der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats am Montag diskutierte. So hätten Wühlmäuse und Maulwürfe den Sportplatz so in Mitleidenschaft gezogen, dass Hohlräume entstanden seien und eine Verletzungsgefahr für die Sportler bestehe. Für die Sanierung veranschlagt der SC Percha gut 90 000 Euro. Weitere Punkte: Die Duschen in den Kabinen benötigten neue Leitungen und Duschköpfe, die Soccer-Anlage eine neue Bande und neue Netze. Für die Spielgolfanlage wünscht sich der Verein eine neue Beleuchtung und eine punktuelle Erneuerung der Bahnen. Schließlich sei ein Ausbau der Küche erforderlich.

In die Zuständigkeit der Stadt fallen darüber hinaus weitere Sanierungsarbeiten, etwa am Parkplatz der Anlage oder im Bereich des Biergartens. Alles in allem beantragte der SC Percha ein Volumen von 198000 Euro. „Ein sehr umfangreicher Antrag“, sagte Bürgermeisterin Eva John, die sich pauschalen Attacken aus Percha entschieden entgegenstellte. „Wir verwahren uns dagegen, dass andere Vereine alles bezahlt kriegen, nur der SC Percha nicht“, betonte sie. Auch Michael Mignoli (BLS) war verwundert ob der Kritik.

Unabhängig davon fehlten den Stadträten am Montag Unterlagen seitens des Vereins, außerdem forderten Mignoli und Ludwig Jägerhuber (CSU) eine Prioritätenliste, um die Maßnahmen gegebenenfalls auf mehrere Jahre zu strecken. John machte schließlich den Vorschlag, eine Entscheidung zu vertagen und sich bei einem Vor-Ort-Termin in Percha ein genaues Bild vom Zustand der Anlagen zu machen

Vorstand Effenberger kann damit gut leben. „Uns sind alle Punkte wichtig“, sagt er im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. „Aber wir müssen wissen, was überhaupt möglich ist.“ Gespräche mit der Stadt seien von daher zielführend, auch einen Plan über mehrere Jahre könne er sich vorstellen. Der SC Percha versuche stets, solide zu wirtschaften und Projekte selbst zu stemmen, sagt Effenberger. Die Soccer-Anlage etwa habe er zu einem erheblichen Teil in Eigenleistung errichtet. Mit einem Jahresbeitrag von 60 Euro für Erwachsene und 40 Euro für Kinder seien aber keine großen finanziellen Sprünge möglich. Zudem sei er mehrfach von Perchaer Bürgern angesprochen worden, auf die Stadt zuzugehen. Effenberger: „Der Druck ist da.“

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