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Wurst für jeden: Andreas Neumaier bietet mehrere Arten an – die Soße ist ein Spezialrezept.

Schnelle Küche, eigene Rezepte

  • Stephan Müller-Wendlandt
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Die Starnberger Schnellimbiss-Szene hat Zuwachs bekommen. Neben dem Bratwurst-Standl und dem Döner-Verkaufswagen im Gewerbegebiet, dem Café Derby am Rondell oder der Thai-Küche Sawasde am Georgenbach können Eilige nun auch beim „Treffpunkt Wurst“ im Gebäudekomplex von „Schuh Linse“ an der Wittelsbacherstraße ihren Hunger stillen.

Starnberg – Vor fünf Wochen, als in der Corona-Krise die strengsten Beschränkungen galten, hat Andreas Neumaier seinen Imbiss eröffnet. „Ohne großes Tamtam“, sagt er, „weil ich erst einmal testen musste, wie der Laden läuft, welche Ware in welcher Menge ich vorrätig halten muss.“ Mittlerweile habe sich das eingespielt, Neumaier ist mit dem Geschäftsverlauf zufrieden. Der Tutzinger ist in der Gastroszene kein Unbekannter (früher „Vis à Vis“ gegenüber Bahnhof See). In seinem Imbiss setzt der 58-Jährige auf Qualität. Im Angebot sind Currywurst, Leberkäse, Fleischpflanzerl und Schweinebraten – das Fleisch bezieht er ausschließlich vom Starnberger Metzger Kandler.

Die Bratwurst gibt es in der weißen (70 Prozent Kalb- und 30 Prozent Schweinefleisch) sowie in der roten Variante (100 Prozent Rindfleisch). Und die dürfen sich auch die Kunden schmecken lassen, für die aus religiösen oder anderen Gründen Schweinefleisch tabu ist. Denn in die Wurstpelle wird nur Rindfleisch gepresst. Die Würste schwimmen in einer Currysauce, die der Treffpunkt-Wirt von einem Hersteller bezieht. Die Rezeptur ist speziell für Neumaiers Imbiss kreiert worden.

Neumaier ist ein Einzelkämpfer. Nur am Vormittag greift er auf die Hilfe einer jungen Frau zurück, die ihm die Zutaten für den dann selbst gemachten Kartoffelsalat bereitet. Pommes frites sind als Beilagen ebenso im Angebot wie frische Semmeln. Selbst zubereiten möchte der Imbissbetreiber auch Suppen, die er ab Herbst mit ins Programm nehmen möchte, zum Beispiel Kartoffelsuppe mit Wiener Würstel.

Geburtshelfer für den „Treffpunkt Wurst“ war Hans Linse. Er hat Neumaier überredet, auf dem Gelände des Schuhhauses einen Currywurst-Imbiss zu betreiben. Zunächst war geplant, einen Holzstadel im alpenländischen Stil auf die Freifläche zu stellen. „Baurechtlich wäre das kein Problem gewesen“, sagt Neumaier, denn die Fläche ist im Bebauungsplan als Baugrund ausgewiesen. Als Stadtbaumeister Stephan Weinl aber städtebauliche Argumente dagegen setzte („Ein Stadl passt doch nicht ins Stadtbild“), sei Linse unsicher geworden. „Er hat mir dann angeboten, die Garage neben dem Schuhhaus umzubauen.“ Da hat Neumaier nicht Nein gesagt. Treffpunkt Wurst ist montags bis freitags von 11 bis 17 Uhr und samstags von 11 bis 14.30 Uhr geöffnet. 

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