Mitten in Ebersberg: Wohnhaus steht in Flammen - Großeinsatz läuft

Mitten in Ebersberg: Wohnhaus steht in Flammen - Großeinsatz läuft
+
Bei der Eröffnung im Juli 2018 ging Seebad-Chef Christian Herrmann noch baden – mit den Ergebnissen nach zehn Monaten keineswegs, da die Besucherzahlen im Schnitt um rund 50 Prozent gestiegen sind. 

Die Besucherzahlen haben sich nahezu verdoppelt, die Einnahmen sind gestiegen

Seebad fast an der Kapazitätsgrenze

Der Umbau des Starnberger Wasserparks zum Seebad hat den gewünschten Erfolg gebracht: Die Besucherzahlen haben sich nahezu verdoppelt, die Einnahmen sind gestiegen. In manchen Monaten kam das Bad an die Kapazitätsgrenze.

Starnberg – Die Besucherzahlen im Starnberger Seebad sind in den ersten zehn Monaten des Betriebs deutlich gestiegen. Das geht aus der Bilanz für die Zeit zwischen Juli 2018 und Mai 2019 hervor, die Bad-Leiter Christian Herrmann am Montagabend dem Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates vorlegte. An einigen Stellen hakt es aber noch.

Die Zahlen im Detail: In die Schwimmhalle kamen in den zehn Monaten 140 656 Besucher; im Vergleichszeitraum 2014/15 – vor dem Umbau – waren es rund 83 000. Ähnlich ist die Entwicklung im deutlich erweiterten Sauna-Bereich. Dort verzeichnete Herrmann 38 425 Besucher gegenüber 15 838 vor dem Umbau. „Das entspricht der kalkulierten Zahl“, sagte der Seebad-Chef. Weniger gut vergleichbar sind die Strandbad-Zahlen, da diese stark vom Wetter abhängen. Aber: In den zehn Monaten waren es 34 245 gegenüber etwa 22 000 in der Saison vor dem Umbau. In der Schwimmhalle zählte das Seebad in einigen Monaten 15 000 bis 16 000 Besucher, so in diesem März. Damit sei man an der Kapazitätsgrenze, sagte Herrmann – Klagen über die langen Wartezeiten am Eingang gibt es bereits.

Die Statistik birgt einige interessante Zahlen. So hat der kleine Shop im Foyer 6200 Artikel – Schwimmhilfen, Spielzeug und dergleichen – für rund 45 000 Euro verkauft. Das Gutscheingeschäft läuft gut (2270 Stück für 80 000 Euro), ebenso der Verleih von Bademänteln (685 für 2900 Euro) und Handtüchern (650 für 2200 Euro). In der Summe kommt Herrmann auf Umsätze in Höhe von 2,466 Millionen Euro plus weiterer Einnahmen. Den Aufwand gegengerechnet, bleibt zunächst ein Überschuss von rund 94 000 Euro. Rechnet man Abschreibungen und Zinsen für den gesamten Umbau ein, was sein muss, kommt das Seebad auf einen Verlust von 672 000 Euro. Für die bisherigen Leistungen von Herrmann und dem mehr als 20-köpfigen Team gab es im Ausschuss viel Anerkennung.

Noch klappt aber nicht alles im neuen Bad. Weil es an manchen Tagen lange Schlangen an der Kasse gibt, prüft Herrmann Änderungen und auch die Einführung von Kassenautomaten. Eventuell müsse man das Personal aufstocken. Im Sauna-Bereich fehle es an Sitzgelegenheiten, hatten Stadträte gehört. Auch daran arbeitet Herrmann bereits, der solche Hinweise auch schon über eine Abfrage der Kundenzufriedenheit per Postkarte bekommen hatte. Winfried Wobbe (UWG) bohrte wegen des Schul- und Vereinsschwimmens nach. Die wieder erstarkte Schwimmabteilung des TSV Starnberg wolle mehr Zeit, wusste er. Herrmann steht mit dem Verein in Kontakt und will alles versuchen, dem TSV eine zusätzliche Stunde zu besorgen.

Laut Statistik kamen in den ersten zehn Monaten 6042 Schwimmer aus Vereinen in die Halle und rund 12 000 Schüler. Derzeit wird das Bad von acht Schulen 70 Stunden pro Woche genutzt und von sieben Vereinen an 17 Trainingsstunden pro Woche. Anders als früher haben die Schulen die Halle aber vormittags nicht mehr durchgehend für sich allein, sondern bekommen Bahnen zugeteilt.

Schon seit Längerem gibt es die Idee einer Starnberger Familienkarte, also einer Jahreskarte für Starnberger Familien zu reduziertem Preis. Problem: Es gibt keine Jahreskarten fürs Seebad, die wohl auch mehr als 500 Euro kosten würde. „Wir prüfen, ob das für Familien überhaupt interessant ist“, sagte Herrmann. Ein Ticket für Einheimische jedoch ist rechtlich unzulässig – es wäre eine Diskriminierung Auswärtiger.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Sammelbecken Freie-Wähler-Liste
In Sachen Frauenquote sind die Freien Wähler aus Tutzing vorbildlich: 50 Prozent der Liste ist weiblich.
Sammelbecken Freie-Wähler-Liste
Rupert Steigenberger: Anführer einer jungen Liste
Die Mitglieder der Bürgergemeinschaft waren sich bei ihrer Aufstellungsversammlung einig: Einstimmig nominierten sie Rupert Steigenberger für das Bürgermeisteramt und …
Rupert Steigenberger: Anführer einer jungen Liste
Bürger mit vielen Wünschen: 596 Anregungen zur Ortsentwicklung in Seefeld
596 Beiträge gibt es zur Ortsentwicklung in Seefeld. Die gilt es aufzuarbeiten. Die Gemeinde kündigt eine große Veranstaltung zur Bürgerinformation an.
Bürger mit vielen Wünschen: 596 Anregungen zur Ortsentwicklung in Seefeld
Doblingers Nachfolger
Die Kommunalunternehmen Ammersee Wasser- und Abwasserbetriebe (AWA) sowie Wassergewinnung Vierseenland haben ab sofort zwei Chefs: Maximilian Bleimaier und Thomas …
Doblingers Nachfolger

Kommentare