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Finanzielle Anreize sollen das Starnberger Landratsamt als Arbeitgeber attraktiver machen. (Symbolbild)

Kreisausschuss beschließt Zulage

Lockruf mit finanziellen Anreizen

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Eine Großraumzulage, ein Fahrtkostenzuschuss und mehr leistungsorientierte Bezahlung - diese drei Maßnahmen beschloss kürzlich der Starnberger Kreisausschuss. Dadurch soll das Landratsamt für Arbeitssuchende attraktiver werden.

Landkreis – Dem Starnberger Landratsamt mangelt es an Mitarbeitern. Dieser Missstand soll nun mit Geldanreizen beseitigt werden. Der Kreisausschuss hat in seiner Sitzung am Donnerstag drei Maßnahmen beschlossen, die das Landratsamt für Jobsuchende attraktiver machen sollen: eine freiwillige Großraumzulage an Tarifbeschäftigte und Auszubildende, die Gewährung eines freiwilligen Fahrtkostenzuschusses und die freiwillige Erhöhung des Volumens für die leistungsorientierte Bezahlung auf vier Prozent.

Der Landkreis hat ebenso wie fast alle Kommunen im Münchner Speckgürtel massive Probleme, neue Mitarbeiter zu finden. „Die Auswahlverfahren sind sehr langwierig, und wir haben eine hohe Fluktuationsrate“, sagte Friederike Kort von der Personalabteilung in der Sitzung. Die Konkurrenz im Großraum München sei groß, doch mit einer Großraumzulage könnte sich der Landkreis Starnberg zumindest gegen den benachbarten Landkreis Weilheim-Schongau abgrenzen.

Im Landratsamt gibt es aktuell 25 offene Stellen

„Wir haben aktuell 25 offene Stellen, wir hatten bisher 100 Stellenbesetzungsverfahren in diesem Jahr, das sind 45 Prozent mehr als im vergangenen Jahr“, berichtete Kort. „Jede zweite Führungsstelle müssen wir noch mal ausschreiben. Die Privatwirtschaft ist eine große Konkurrenz. Die Bewerber erhalten dort ein Drittel mehr Geld.“

Die Zulage kann im Landkreis Starnberg nur gewährt werden, wenn der entsprechende örtliche Tarifvertrag in der Stadt München abgeschlossen wurde. Dieser Vertrag steht noch aus, wird aber für 2020 erwartet. Einen Vorbehalt gibt es auch bei der vierprozentigen Anhebung der Gehälter für die leistungsorientierte Bezahlung. Dafür ist eine Ermächtigung des Kommunalen Arbeitgeberverbands nötig.

Bernhard Sontheim (Freie Wähler) forderte, die kommunalen Spitzenverbände sollten endlich dafür sorgen, dass der öffentliche Dienst ein Tarifsystem erhalte, das mit der freien Wirtschaft konkurrenzfähig sei. „Wir wurschteln immer umeinander mit Ballungsraumzulage, Fahrkostenzuschuss und Münchenzulage“, sagte Feldafings Bürgermeister. Ebenfalls am Donnerstag hat sich auch der Starnberger Stadtrat dafür ausgesprochen, seinen Mitarbeitern künftig die Zulage zu zahlen. 

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