+
ASOnauten-Kapitän Pit Brützel (Mitte) und sein Team mit (im Uhrzeigersinn) Ursula Zinnecker-Wiegand, Sebastian Ludwig, Wolfgang Spatz und Tobias Laure.

Starnberger Ornithologen auf Rekordjagd 

In ganz Deutschland waren am 2. Mai Vogelbeobachter unterwegs, mit dem Ziel, so viele Vögel wie möglich zu zählen. Trotz der besonderen Umstände und Bedingungen wurde es ein Tag der Rekorde: Knapp 600 Teams waren bundesweit am Start – mehr als ein Drittel mehr als im Vorjahr. Die Zahl der beobachteten Arten war mit 323 so hoch wie nie zuvor.  An diesem Wochenende sind alle Bürger aufgerufen, selbst Vögel zu zählen.

Landkreis - Auch die fünfköpfige Mannschaft der Arbeitsgemeinschaft Starnberger Ornithologen (ASO) des LBV Starnberg lief zu Bestleistungen auf. Die ASOnauten zählten mit 129 Arten mehr, als sie selbst erhofft hatten und landeten, was die erjagten Spenden betraf, deutschlandweit auf Platz 4. An diesem Wochenende sind alle Bürger aufgerufen, selbst Vögel zu zählen.

5 Uhr morgens, strömender Regen, die erste Amsel beginnt zu singen. Man muss ein waschechter Ornithologe sein, um diesen Moment genießen zu können. Für Pit Brützel, Kapitän der ASOnauten, und Wolfgang Spatz, für die die Amsel die erste Art auf ihrer Liste ist, ist es ein Freudenmoment: Das Rennen kann beginnen. Anders als in den Jahren davor, sind die Teammitglieder, zu denen auch Ursula Zinnecker-Wiegand, Sebastian Ludwig und Tobias Laure gehören, nicht in der Gruppe, sondern getrennt unterwegs. Trotzdem stehen sie in Verbindung und geben sich ihre Sichtungen durch, zeitweise sogar im Minutentakt: Dorngrasmücke, Wachtel, Rothalstaucher, Braunkehlchen, Wasserralle, Bekassine, Nachtigall, Grünschenkel... Sie hatten vereinbart, sich bei den schwer zu findenden Arten auf dem Laufenden zu halten.

 „Eigentlich sind wir durch!“ Mit diesen scherzhaften Worten leitete Brützel gegen 11.30 Uhr die Telefonkonferenz der Teammitglieder ein und gab einen sensationellen Zwischenstand von 115 Arten durch. Das Tagesziel war bereits jetzt erreicht. Aber dieser Erfolg spornte die Fünf erst so richtig an. Bis 17 Uhr stieg die Zahl der entdeckten Vogelarten auf ein Allzeit-Hoch für den Landkreis: 129 verschiedene Vogelarten – darunter auch einige echte Höhepunkte wie ein Wiedehopf, ein Kuckuckspaar und zwei Wespenbussarde. 

Ebenfalls ein Höhepunkt für die fünf ASOnauten: Zahlreiche Sponsoren spendeten pro Sichtung, so dass am Ende 1500 Euro für den Erhalt der Internetplattform ornitho.de zusammenkamen. Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, hat an diesem Wochenende die Gelegenheit selbst Vögel zu zählen. Von heute, Freitag, bis Sonntag, 10. Mai, findet Deutschlands große Sommerzählung statt – die Stunde der Gartenvögel. Mitmachen ist ganz einfach: Die Teilnehmer zählen eine Stunde lang Vögel und melden diese Zahlen an den LBV. Den Meldebogen und viele weitere Infos gibt es auf www.lbv.de/mitmachen/stunde-der-gartenvoegel.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Tunnel-Banner dürfen wieder aufgehängt werden
Die blauen Tunnelplakate in Starnberg dürfen wieder aufgehängt werden. Der Stadtrat hat die Regelungen geändert. 
Tunnel-Banner dürfen wieder aufgehängt werden
Umfahrung für vier Tage dicht
Seit einem knappen Jahr gilt auf der Weßlinger Umfahrung Tempo 70. Der Grund sind Bodenwellen. Nun wird die Straße neu asphaltiert. Dafür sperrt das Staatliche Bauamt …
Umfahrung für vier Tage dicht
SARS-CoV-2: Ein neuer Fall am Samstag
Weiterhin gibt es an den meisten Tagen keinen oder nur wenige neue Corona-Fälle im Landkreis Starnberg. Am Samstag war es einer. 
SARS-CoV-2: Ein neuer Fall am Samstag
Tourismusmagnet Roseninsel funktioniert - aber Besucher müssen mit Einschränkungen rechnen
Die Besucher müssen einige Einschränkungen in Kauf nehmen: Trotzdem funktioniert der Touristenmagnet Roseninsel auch nach der Corona-Pause.
Tourismusmagnet Roseninsel funktioniert - aber Besucher müssen mit Einschränkungen rechnen

Kommentare