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Weil sie betrunken ein Auto umparkte, musste eine Studentin aus Planegg ihren Führerschein abgeben. (Symbolbild)

Am Schiffbauerweg in Starnberg

Umparken kostet Studentin Führerschein

Weil sie sich hinters Autosteuer setzte obwohl sie betrunken war, stand eine Studentin kürzlich in Starnberg vor Gericht. Obwohl sie nur wenige Meter gefahren ist, muss sie ihren Führerschein nun abgeben.

Starnberg – Sie wollte nur für einen betrunkenen Freund einspringen. Jetzt musste sich eine Studentin (20) aus Planegg selbst wegen Trunkenheit im Verkehr vor dem Starnberger Jugendgericht verantworten.

Die feuchtfröhliche Geburtstagsfeier im Kreise ihrer Freunde bekam Mitte November 2018 Schlagseite, als sich der Betreiber einer Starnberger Gaststätte einschaltete. Ihn störte ein geparktes Auto „Der Wirt hat Probleme gemacht“, berichtete die Angeklagte. Nachdem er offenbar lautstark angekündigt hatte, die Polizei zu rufen, entschied sich die Studentin, das Auto umzuparken – auch weil der mit ihr befreundete Fahrzeughalter betrunken war.

Die Polizisten merkten schnell, dass die 20-Jährige betrunken war

Allerdings war auch die Studentin nicht mehr nüchtern, als sie den Pkw rund 350 Meter weit vom Schiffbauerweg zum Parkplatz des benachbarten Landschulheims fuhr. Das bemerkte auch die in der Zwischenzeit eingetroffene Polizeistreife schnell. Gegenüber den Beamten zeigte sich die Studentin sogleich einsichtig. „Sie hat zugegeben, trotz ihrer starken Alkoholisierung den Pkw gefahren zu haben. Sie war sehr aufgelöst“, sagte eine Polizistin im Zeugenstand.

Jugendrichter Ralf Jehle merkte an, dass der erhebliche Promillewert von 1,3 eine Alkoholgewöhnung erahnen lasse. Die Studentin stellte allerdings klar: „Ich trinke eigentlich keinen Alkohol. Das war eine Ausnahme.“ Zu Gute kamen der Planeggerin die kurze Fahrtstrecke sowie ihr Motiv, einem Freund zu helfen. „Sie haben sich glaubhaft in einer Zwangssituation befunden. Die Polizei hat allerdings dargelegt, dass Sie durchaus erkannt hatten, dass Sie fahruntüchtig waren“, sagte Jehle. Die Studentin muss nun 32 Sozialstunden ableisten. Und ihren Führerschein ist sie erst einmal los. Vor Ablauf eines Monats darf sie keine neue Fahrerlaubnis beantragen.  

von Nilda Höhlein

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