+
Die Hanfelder Straße in Starnberg, hier bei Markierungsarbeiten Ende vergangenen Jahres, soll wohl noch vor Ferienende zumindest von einem Teil des Schwerlastverkehrs befreit werden.

Entlastung für Andechser, Söckinger und Hanfelder Straße vermutlich noch in den Sommerferien

Verbote für Lkw mit mehr als 12 Tonnen

  • schließen

Wohl noch vor Ferienende soll die verkehrsrechtliche Anordnung des Landratsamtes umgesetzt werden: Für den Schwerlastverkehr werden dann Andechser, Söckinger und Hanfelder Straße in Starnberg tabu sein. Dafür fehlt nur noch die Beschilderung.

Starnberg – Bürgermeisterin Eva John hat ihre Freude auf Facebook in die Welt hinausposaunt. Mit dem Glücks-Smiley verkündet sie: „Verkehrsentlastung für Starnberg.“ Das heißt: Das Landratsamt Starnberg hat angeordnet, die Andechser, Söckinger und Hanfelder Straße für den Durchgangsverkehr mit Lkw ab 12 Tonnen zu sperren – und zwar ab den Zufahrten von der Westumfahrung aus. Damit diese Anordnung, die wie berichtet bereits am 26. Juni dem Staatlichen Bauamt in Weilheim erteilt wurde, auch wirksam wird, müssen die Hinweisschilder entsprechend geändert bzw. ergänzt werden. Dafür ist das Bauamt zuständig.

In der Weilheimer Behörde laufen die Vorbereitungen, das Durchfahrtverbot für Lkw mit einer Tonnage von mehr als 12 Tonnen umzusetzen. „Das lässt sich nicht von heute auf morgen bewerkstelligen“, erklärt Raphael Zuber, der für den Straßenbau im Landkreis Starnberg zuständige Abteilungsleiter. Viele Schilder, vor allem die so genannten Vorwegweiser, sind im Zuge der Fertigstellung der Westumfahrung erneuert worden. Sie würden jetzt entsprechend geändert. Einige wenige, wie auch der größte Vorwegweiser mit 17 Quadratmeter Fläche, werden komplett erneuert. „Das dauert halt seine Zeit“, erklärt Zuber. Er spricht von sieben zu ändernden Vorwegweisern. Zudem gehe es um sechs Schilder, die an den Zufahrten zu den drei Straßen den Durchgangsverkehr auf die Tonnage-Beschränkung hinweisen. „Ende August, Anfang September werden wir die Anordnung wohl umgesetzt haben“, schätzt Zuber.

Die Tonnage-Beschränkung hatte der Verkehrsausschuss des Starnberger Stadtrates im Zuge mehrerer Maßnahmen beschlossen. Sie gilt für die Söckinger und Andechser Straße zwischen der B 2 und dem Kreisverkehr hinter Söcking in Richtung Perchting. Für die Hanfelder Straße gilt sie zwischen Tutzinger-Hof-Platz und der Waldkreuzung. Lieferfahrzeuge sind von dieser Regelung ausgenommen.

Der Verkehrsreferent des Stadtrates, Stefan Frey (CSU) , freut sich über die verkehrsrechtlich Anordnung. „Sie ist ein erster wichtiger Schritt, Starnberg vom Lkw-Durchgangsverkehr zu befreien, der mit dem Bau des B 2-Tunnels abgeschlossen sein wird. Ohne den Bau des Tunnels wird auch der Lkw-Verkehr weiterhin vom Süden her durch die Stadt fahren, der Verkehr also nur verlagert“, ergänzt Frey. Westumfahrung und B 2-Tunnel seien das Gesamtkonzept zur Entlastung Starnbergs vom Durchgangsverkehr. Frey: „Dieser Weg ist mit Fertigstellung der Westumfahrung und dem aktuellen Bau des Starnberger Tunnels nun erfolgreich eingeschlagen.“

Einen Wermutstropfen muss der Verkehrsexperte der Starnberger Polizei, Hauptkommissar Oliver Jauch, in den Freude-Sekt gießen. Es geht um die Definition Durchgangsverkehr. Dazu gehören nämlich nicht die Lkw, die im Umkreis von 75 Kilometer (Luftlinie) vom ersten Beladepunkt gemessen wieder entladen werden. Konkretes Beispiel laut Jauch: „Wenn ein Lkw in Gilching beladen und in Bad Tölz wieder entladen wird, zählt der für Starnberg nicht zum Durchgangsverkehr.“

Im Übrigen wird ein Verstoß gegen die Tonnage-Beschränkung mit 75 Euro geahndet – wenn denn der Fahrer des Brummis erwischt wird. Jauch: „Wir werden keinen Kollegen abstellen können, um den Durchgangsverkehr regelmäßig zu kontrollieren. Das muss auf Stichproben beschränkt bleiben.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Tempo 30 und die Krux mit dem Gehweg
Für die Gautinger Ortsteile Ober- und Unterbrunn wurde ein neues Verkehrskonzept entwickelt. Einige Dinge sollen sich nun ändern. 
Tempo 30 und die Krux mit dem Gehweg
Rekordjahr für den See-Neptun
Gemeinsames Liedersingen am Lagerfeuer und eine maritim anmutende Version des Nikolauses - damit unterhielten die ehrenamtlichen Helfer der Wasserwacht Pilsensee am …
Rekordjahr für den See-Neptun
Fairtrade-Kochshow in Tutzing: Unterhalten, informieren, essen 
In der Tutzinger Benedictus-Realschule gab es am Mittwochabend eine afrikanische Couscous-Pfanne. Zubereitet wurde sie im Rahmen einer Fairtrade-Kochshow. 
Fairtrade-Kochshow in Tutzing: Unterhalten, informieren, essen 
Digitaler Pakt Herrschinger Art
Die Gemeinde Herrsching greift für ihre Grund- und Mittelschule tief in die Tasche. 1,75 Millionen Euro fließen im kommenden Jahr in Sanierung und Digitalisierung der …
Digitaler Pakt Herrschinger Art

Kommentare