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Nur mal kurz reinlesen: Den neuen Bücherschrank am Kirchplatz testeten (v.l.) Projekt-Initiatorin Lilian Kura, Bürgermeisterin Eva John, Anja Moritz, Anja Morandell, Steffi Moder, Karin Gaul und Sarah Buckel direkt aus.

Bücherschränke aufgestellt

„Zeilen zum Teilen“ an Kirchplatz und Seebad

Damit Bücher nicht weggeschmissen, sondern wiederverwertet werden, stehen seit gestern zwei Büchertauschschränke am Starnberger Kirchplatz und am Seebad. An zwei anderen Orten im Landkreis gibt es solche Schränke bereits seit Juli.

Starnberg – Bücher sind nichts für die Papiertonne. Da sind sich alle Lesefreunde einig. Deshalb hatte eine Gruppe engagierter Starnberger um die lesebegeisterte Lilian Kura die Idee, in der Kreisstadt Bücherschränke aufzustellen. Seit gestern Mittag stehen zwei dieser Schränke am Kirchplatz und vor dem Seebad in Starnberg. Seinen Beginn nahm das Projekt aber schon vor etwa einem Jahr.

Damals machten die Initiatoren des Projekts der Stadt den Vorschlag, Bücherschränke aufzustellen. So haben Bürger die Möglichkeit, gelesene Bücher kostenfrei gegen andere auszutauschen, alte Bücher zu stiften oder sich einfach so einen Schmöker zu nehmen. „Die Leute sollen lesen, und Bücher kann man einfach nicht wegwerfen“, sagt Lilian Kura, eine der neun Initiatoren.

Das Motto der Aktion: „Zeilen zum Teilen“

Unter dem Motto „Zeilen zum Teilen“ errichteten Kura und ihre Mitstreiter bereits im Juli zwei selbst gebaute Bücherschränke in Form von umfunktionierten Kühlschränken am Steg 1 in Possenhofen und an der Seestub’n in Percha (wir berichteten). Die neuen Bücherschränke am Kirchplatz und am Seebad sind nun aber keine alten Kühlschränke, sondern eigens für diesen Zweck entworfen worden. Die Stadt gab sie beim Starnberger Betriebshof in Auftrag. „Es hat nur zwei Wochen gedauert, dann waren beide Schränke fertig“, berichtet Bürgermeisterin Eva John. „Wir wollten ein Design, das ins Stadtbild passt.“

Herausgekommen sind dunkelgraue Schränke mit silbernen Griffen sowie Fenstern zum Reinschauen. Sie bieten jeweils bis zu 200 Büchern Platz. „Vom Krimi bis zum Liebesroman ist für jeden Geschmack ein passendes Buch dabei“, betont John. Sogar für die Kleinsten gibt es im untersten der vier Fächer eine Auswahl an Kinderbüchern.

Jeder darf Bücher beisteuern, sagt Initiatorin Lilian Kura

Direkt nach dem Aufbau füllten die Initiatoren den Schrank mit Büchern aus einer Gebrauchtbuchspende des Vereins FortSchritt. „Es soll zum Selbstläufer werden“, wünscht sich Lilian Kura. „Jeder darf Bücher beisteuern. Wir nehmen alle außer Reise- und Kochbücher. Die veralten zu schnell.“

In jedem Bücherschrank hängen eine Anleitung und eine Notfallnummer für Fragen. Bereits jetzt sind weitere Bücherschränke unter anderem in Söcking geplant. „Wir sind offen für alles“, sagt Kura. Infos gibt es auch auf der Facebook-Gruppe „Starnberger Bücherschrank“.  

von Vanessa Lange

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