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Die Aufnahme dokumentiert, wie eng die Wege rund um die Hochschule für den öffentlichen Dienst stellenweise zugeparkt sind. 

Hochschule für den öffentlichen Dienst

Zu viele Studenten, zu wenige Parkplätze

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Anwohner der Hochschule für den öffentlichen Dienst an der Josef-Sigl-Straße in Starnberg sind genervt vom Parkplatzsuchverkehr der Studenten. Die Fachbereichsleitung kennt die Problematik  - und sucht nach Lösungen.

Starnberg – Die Fotos täuschen nicht. Anwohner Helge Leuschner hat in den vergangenen Wochen die Situation in der Josef-Sigl-Straße, Am Kreuth und im Sauermannweg bildlich festgehalten – Auto an Auto reiht sich dort, punktuelle Engstellen sind die Folgen. Die allermeisten Autos stammen von den Studenten der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, die an der Josef-Sigl-Straße Rechtspfleger und Justizbeamte ausbildet. Abhilfe ist noch nicht in Sicht. „Meine Gespräche mit den Behörden waren bislang nicht erfolgreich“, sagt Leuschner. Dafür macht Direktorin Claudia Capitano, die Fachbereichsleiterin des Standorts Starnberg, jetzt leise Hoffnung.

Grund für den stark zugenommenen Parkplatzverkehr: An der Hochschule sind derzeit deutlich mehr Studierende eingeschrieben als in den Vorjahren. Etwa 400 angehende Rechtspfleger und Justizbeamte absolvierten derzeit ihr duales Studium, etwa 350 von ihnen seien aktuell zum theoretischen Unterricht in Starnberg, sagt Capitano dem Starnberger Merkur. „Das sind doppelt so viele wie sonst.“ Seit 2015 sei die Zahl kontinuierlich gestiegen.

Nicht mitgewachsen sind die Zahl der Unterkünfte auf dem Campus an der Josef-Sigl-Straße, nämlich 183, und die Zahl der dortigen Stellplätze, rund 120. Capitano weiß um die Situation und sagt deshalb: „Wir haben die Studierenden gebeten, Fahrgemeinschaften zu bilden, mit der S-Bahn zu kommen oder den Bus zu nutzen.“ Vorschreiben könne die Hochschule erwachsenen Menschen aber nichts. „Man kann da nur an die Vernunft appellieren.“

Auch bei der Anmietung von externen Unterkünften habe die Hochschule darauf geachtet, dass diese gut an den Öffentlichen Personennahverkehr angebunden sind, erklärt Capitano. Diese Wohnungen sind im ganzen Landkreis verteilt, unter anderem bis nach Gilching und Tutzing. Um die Situation wenigstens etwas zu entspannen, seien zudem auf dem Hochschulgelände 15 zusätzliche Parkplätze für Verwaltungsmitarbeiter entstanden. Gescheitert sei allerdings der Versuch, etwa 40 Parkplätze von privater Hand in der Nähe anzumieten. „Da gab es noch nicht mal Gesprächsbereitschaft“, sagt Capitano.

Sie hofft nun auf Gespräche mit der Stadt, die möglicherweise am Waldfriedhof eine Parkmöglichkeit für die Studierenden der Hochschule schafft. Eine wie auch immer geartete Lösung wäre den Anliegern wichtig – zumal Claudia Capitano im Januar 2020 sogar 370 Studenten in Starnberg erwartet. 

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