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Die Chefs und ihr Starnberger Team am Einweihungsabend (v.l.): Heidrun Dannecker, Johannes Rupprecht, Bernadette Mayr, Claudia Hipper, Maria Rupprecht, Sabrina Liebau und Annika Zolling.

Buchhandlung Rupprecht

„Sind von einer guten Zukunft überzeugt“

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In Starnberg gibt es eine neue Buchhandlung. Inhaberin Maria Rupprecht stellte die Filiale vor. 

Starnberg – Ein Bekenntnis zu Starnberg, zum Lesen und zum stationären Buchhandel: Inhaberin Maria Rupprecht hat zur Einweihung ihres neuen Geschäfts an der Maximilianstraße am Mittwochabend klare Worte gefunden. Mehr als 100 geladene Gäste waren der Einladung gefolgt und feierten gemeinsam die Eröffnung der 40. Filiale des in der Oberpfalz ansässigen Familienunternehmens.

„Wir hatten schnell das Gefühl, hier nicht fremd zu sein“, sagte Rupprecht. Es sei schön zu sehen, mit welcher Selbstverständlichkeit die Menschen bereits seit einer Woche in das Geschäft kämen. Dort steht mit Heidrun Dannecker als Filialleiterin ein Rupprecht-Eigengewächs an der Spitze des fünfköpfigen Teams. Die Buchhändlerin hat in der Filiale an der Münchner Amalienstraße ihr Handwerk gelernt. Zusammen mit Bernadette Mayr, Claudia Hipper, Sabrina Liebau und Annika Zolling führt sie in Starnberg ein reines Damenteam, das für etwa 35 000 Bücher in dem rund 300 Quadratmetern großen Laden zuständig ist.

Dass der Buchhandel, auch der stationäre, eine Zukunft hat, steht für Maria Rupprecht außer Frage. „Wir sind überzeugt von einer guten Zukunft für das Buch und den Buchhandel“, sagte sie. Jeden Tag erlebe sie Menschen und Situationen, die sie in dieser Meinung bestärkten. Oft kam Rupprecht in ihrer Ansprache auf diese „Bücherfreunde“ zu sprechen.

Natürlich verändere die Digitalisierung die Branche und auch das Leseverhalten, aber: „Das Buch wurde in den letzten hundert Jahren schon oft totgesagt, ist aber immer noch ein bedeutender Kulturträger.“ Lesen bilde und entspanne, es fördere die Konzentration, verändere und präge Menschen. „Man kann mit Büchern durch Raum und Zeit reisen“, sagte Maria Rupprecht.

Sie selbst liest derzeit übrigens „Das Blaue Buch“ von Erich Kästner – in Vorbereitung auf einen Weinleseabend, den Rupprecht für den 22. Oktober in der Starnberger Filiale plant. Gleich drei Bücher hat der evangelische Pfarrer Dr. Stefan Koch derzeit auf dem Nachttisch liegen: eine Biografie über Bayerns letzten König, Ludwig III., ein Buch mit jüdischen Legenden und den Science-Fiction-Roman „Babylon Babies“. Koch segnete zusammen mit seinem katholischen Amtskollegen Dr. Tamas Czopf die Buchhandlung. „Uns prägt eine Schrift- und Buchkultur“, sagte er. „Es ist immer schön, wenn Menschen irgendwo lesen.“

Für Pfarrer Czopf gehört Lesen zur Abrundung eines Tages dazu. Seine aktuelle Lektüre: die Papst-Benedikt-Biografie von Elio Guerriero, „Die Biologie der Zehn Gebote“ und ein ungarisches Buch über Johannes vom Kreuz. Zeitgeschichte hat es dagegen Stadtrat Gerd Weger angetan. Nach „Das Zeitalter des Zorns“ liest er derzeit eine Dokumentation über die Nachkriegsjahre. „Man muss lesen, um die Zusammenhänge zu verstehen“, sagte Weger.

Dritte Bürgermeisterin Iris Ziebart hieß Rupprecht „im Namen der Stadt“ willkommen. Die neue Buchhandlung sei „eine Bereicherung des Angebots für uns alle“, sagte sie.

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