Der Eiszauber in Starnberg.
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Der Eiszauber in Starnberg - ein jährliches Highlight.

steigende Coronazahlen

Bürgerversammlung abgesagt: Christkindlmarkt und Eiszauber sollen laut Bürgermeister folgen

  • Peter Schiebel
    VonPeter Schiebel
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Bürgermeister Patrick Janik hat gestern die für Donnerstagabend geplante Bürgerversammlung in der Schlossberghalle abgesagt. Auch Christkindlmarkt und Eiszauber sollen aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden, wenn es nach ihm geht.

Starnberg – Patrick Janik muss weiter auf seine erste Bürgerversammlung als Starnberger Bürgermeister warten. Nach der coronabedingten Absage im vergangenen Jahr hatte er bis zuletzt gehofft, an diesem Donnerstag vor den Bürgern Rechenschaft ablegen zu können. Am Wochenende entschied er sich aber um, gestern sagte er die Bürgerversammlung ab. „Wir haben letztes Jahr wegen deutlicher niedrigerer Inzidenzen die Versammlung ausfallen lassen“, sagte Janik dem Starnberger Merkur.

„Aufgrund der sich weiter zuspitzenden Corona-Lage und der in den letzten Tagen erheblich gestiegenen Infektionszahlen halten wir die Veranstaltung für aktuell nicht vertretbar.“ Als Kreisstadt komme Starnberg zudem eine „besondere Vorbildfunktion“ zu. Janik: „Es gilt nun, die Gesundheit der Bürger bestmöglich zu schützen und nach Empfehlung der Bayerischen Staatsregierung und des Landratsamtes auf größere Veranstaltungen zu verzichten.“ Für Donnerstag hatte die Stadt mit maximal 170 Besuchern geplant. In früheren Jahren waren mehr als 400 Starnberger zu den Versammlungen gekommen.

Die aktuelle Lage lasse zwar eine Versammlung unter Einhaltung der 2G-Regeln (also nur genesen oder geimpft) zu. Aber: „Wir würden damit einem Teil der Bürgerinnen und Bürger den Zugang zur politischen Teilhabe verwehren.“ Genau das wolle er nicht, sagte Janik. Er hofft nun, die Bürgerversammlung im Frühjahr 2022 nachholen zu können.

Auf den Rechenschaftsbericht des Bürgermeisters müssen interessierte Starnberger Bürger aber nicht so lange warten. Janik plant, ihn wie im vergangenen Jahr als Video-Datei auf der städtischen Internetseite hochzuladen. Damals hatte er das Jahr in der Kreisstadt in 80 Minuten Revue passieren lassen. Allerdings gibt es auch dafür noch keinen Termin. Ursprünglich sei geplant gewesen, seinen Bericht am Donnerstag zu filmen und anschließend auf der Seite zur Verfügung zu stellen, erklärte Janik.

Wie mit Bürgeranträgen in diesem Jahr verfahren wird, steht noch nicht fest. Im vergangenen Jahr waren innerhalb einer bestimmten Frist 59 Anträge zu den unterschiedlichsten Themen im Rathaus eingegangen, die Janik anschließend ausnahmslos den zuständigen Stadtratsgremien zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt hatte. So will der Bürgermeister diesmal bislang noch nicht verfahren. Sollte sich das Infektionsgeschehen im Frühjahr beruhigen und eine Bürgerversammlung stattfinden können, wolle er zunächst dort über die Bürgeranträge abstimmen lassen.

Bislang ist nach Angaben von Rathaussprecherin Lena Choi ein Bürgerantrag bei der Verwaltung eingegangen – was jedoch kein Maßstab ist, da die meisten Antragsteller wohl darauf gebaut hatten, dass die Versammlung am Donnerstag stattfindet.

Während das Aus für die Bürgerversammlung also fix ist, dürfte es für den Christkindlmarkt und den Eiszauber in der nächsten Woche kommen. Am kommenden Montag, 22. November, legt die Verwaltung dem Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats beide Themen zur Beratung vor. Janik machte aus seiner Position gestern keinen Hehl: „Unsere Empfehlung lautet, beide Veranstaltungen abzusagen.“ Die Entscheidung liegt aber bei den Stadträten, da sie sich bislang in Beschlüssen für die Ausrichtung sowohl des Christkindlmarktes als auch des Eiszaubers ausgesprochen hatten (wir berichteten).

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