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Die Corona-Lage im Landkreis Starnberg

Jetzt 431 Fälle im Landkreis - Wertstoffhöfe bleiben geschlossen - Polizei muss Trinkgelage beenden

Die Zahl der Corona-Fälle im Landkreis ist dramatisch gestiegen - und die Situation ändert sich beinahe jede Minute. Das Neuste zur Lage lesen Sie in unserem Ticker.

  • Derzeit gibt es im Landkreis seit Anfang März 431 Corona-Fälle und drei Todesopfer. 
  • Der Landkreis hat ein Drive-in-Testzentrum in Andechs eingerichtet und in Betrieb genommen.
  • Kliniken im Landkreis wollen auch Patienten von auswärts aufnehmen.
  • Bürgermeister schlagen Alarm: Durch Einbrüche bei der Gewerbesteuer sehen sie die Kommunalfinanzen in Gefahr.

+++ Aktualisieren +++

Mittwoch, 8. April, 19 Uhr: Die neuen Zahlen des Landratsamtes liegen vor. Demnach waren bis Mittwoch im Landkreis Starnberg 431 infizierte Personen gemeldet. Von ihnen wohnen sieben in Andechs, 25 in Berg, sechs in Feldafing, 103 in Gauting, 29 in Gilching, 33 in Herrsching, 15 in Inning, 37 in Krailling, 18 in Pöcking, 16 in Seefeld, 84 in Starnberg, 21 in Tutzing, 20 in Weßling und neun in Wörthsee. Acht Corona-Patienten sind in anderen Landkreisen zu Hause, fließen aber zum Beispiel wegen veralteter Adressen in die Statistik für den Landkreis Starnberg ein. 52 Personen werden aktuell in Kliniken behandelt, 383 befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Mittwoch, 8. April 16.42 Uhr: Die Starnberger Polizei meldet einen Corona-Einsatz. Die Beamten wurden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch von Zeugen telefonisch verständigt, dass in einer Wohnung in einem Starnberger Ortsteil laute Musik und Stimmen zu hören seien. „Vor Ort konnte die Polizeistreife drei offensichtlich alkoholisierte Personen feststellen, die in einer Privatwohnung feierten“, berichtet Polizeihauptkommissar Kai Motschmann. Zwei der Männer im Alter zwischen 34 und 39 Jahren wohnen nicht am Feierort. 

„Da sie auch keinen triftigen Grund vorbringen konnten, warum sie sich dort aufhielten, und auch der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten wurde, wurden sie aufgefordert, die Örtlichkeit zu verlassen.“ Das erfolgte aber alles andere als problemlos. Während einer die Wohnung noch widerwillig verließ, weigerte sich der andere beharrlich – und verweigerte darüber hinaus die Angabe seiner Personalien. 

„Letztendlich wurde er in Gewahrsam und mit zur Starnberger Polizeidienststelle genommen, wo er die restliche Nacht verbrachte“, berichtet Motschmann. Da der Mann die Beamten auch noch mehrfach aufs Übelste beleidigte, muss er sich nicht nur wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, sondern auch wegen Beleidigung und der Weigerung der Personalienangabe verantworten

Mittwoch, 8. April, 14 Uhr: Die Wertstoffhöfe im Landkreis bleiben trotz Unmut in der Bevölkerung geschlossen. AWISTA richtet sich mit eindringlicher Bitte an die Bevölkerung.

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom 6. April

Dienstag, 7. April, 12 Uhr: Die Bürgermeister im Landkreis befürchten einschneidende finanzielle Folgen durch die Corona-Krise. Da viele Unternehmen weniger oder keine Gewerbesteuer mehr zahlen, fehlt es den Gemeinden an der finanziellen Grundlage. Mehrere Projekte drohen zu kippen.

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom 6. April

Montag, 6. April, 16 Uhr: Hilfe finden: Der Landkreis hat über das Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement (KoBE) eine landkreisweite Corona-Freiwilligen-Datenbank unter kobe-sta.de geschaffen, in die sich sowohl Helfer eintragen können als auch Menschen, die Hilfe benötigen. „Der Aufruf, sich zu melden geht, jetzt insbesondere an Menschen, die Hilfe benötigen. Nehmen Sie die Hilfe an! Der Pool an freiwilligen Helfern ist schon jetzt groß“, teilte der Landkreis mit. Mit Hilfe der Datenbank sollen freiwillige Helfer und Menschen, die infolge der Corona-Krise Unterstützung benötigen, weil sie beispielsweise zu Hause bleiben müssen, zusammengebracht werden. Registrieren könnten sich auch Organisationen, die zusätzliche ehrenamtliche Helfer benötigen. Ziel sei, passgenaue Unterstützungsangebote zu vermitteln. Angeboten wird beispielsweise: Hilfe beim Einkaufen, Begleitung zu Terminen, Apotheken- und Botengänge, telefonische Besuchsdienste oder auch Gassi gehen mit dem Hund. Petra Fontana von der Fachstelle für Senioren ist ein Hinweis besonders wichtig: „Die Hilfeangebote sind jetzt schon überwältigend. Was jetzt noch fehlt, sind die Menschen, die die Angebote auch annehmen. Ich weiß, dass es vielen schwer fällt, Hilfe anzunehmen, weil sie damit ein Stück Unabhängigkeit aufgeben. Ich kann an die Betroffenen nur appellieren, nehmen Sie dieses Angebot auf Zeit an! Sie fallen niemandem zur Last, sie tragen dazu bei, dass sich das Coronavirus nicht weiter ausbreitet und unterstützen auch damit die Gesellschaft beim Kampf gegen die Epidemie.“

Die Datenbank ist unter http://kobe-sta.de zu finden. 

Montag, 6. April, 11.55 Uhr: Ein Verdachtsfall in der Asylbewerber-Gemeinschaftsunterkunft Hechendorf ist geklärt - es ist kein Coronavirus-Fall. 

Montag, 6. April, 11.45 Uhr:  Aus der Datenübersicht des Robert-Koch-Institutes geht hervor, dass die Zahl der Todesfälle im Landkreis auf drei gestiegen ist. Allerdings ist der Mann nicht an dem Coronavirus verstorben, sondern laut Landratsamt definitiv an einer anderen Ursache. Beim ihm war das Virus aber nachgewiesen worden.  Nach der aktuellen Zählweise werden alle Todesopfer, bei denen das Virus festgestellt wurde, als Corona-Opfer gezählt, unabhängig davon, ob sie an oder mit Corona gestorben sind. In der Regel lässt sich das auch nicht zweifelsfrei feststellen. 

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom 5. April

Sonntag, 5. April, 21 Uhr: Die Zahl der Infizierten ist auf 408 gestiegen, inklusive sieben Personen, die in anderen Kreisen wohnen, aber in Starnberg zugezählt werden. Da mindestens 135 Menschen als genesen gelten, liegt die Zahl der derzeit erkrankten Menschen bei etwa 270. 54 befinden sich in stationärer Behandlung, elf müssen beatmet werden.  

Die Demenzstation des Caritas-Altenheims Maria Eich in Krailling mit mehr als 20 Personen steht unter Quarantäne, nachdem ein Pfleger positiv getestet wurde. Nicht benötigtes Personal bleibt zu Hause, die übrigen arbeiten in Schutzausrüstung. Betroffene Bewohner und Kontaktpersonen wurden getestet.

Sonntag, 5. April, 13.05 Uhr: Die Bevölkerung hält sich trotz des schönen Wetters an die Regelungen der Ausgangsbeschränkungen. Die Bilanz des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord fürs Fünfseenland, beogen auf Samstag und die Nacht auf Sonntag: „Die Polizeiinspektion Starnberg vermeldete einen eher ruhigen Samstag. Die Badestege waren abgesperrt worden, was offensichtlich den erwünschten positiven Effekt erzielte. Auch vom Ammersee meldeten die Polizeiinspektionen Herrsching und Dießen einen im Vergleich zum letzten Wochenende ruhigen Ausflugsverkehr. Die Spaziergänger, die zahlreich unterwegs waren, hielten sich an die Regeln.“

Sonntag, 5. April, 12 Uhr:Viele bieten derzeit im Landkreis Starnberg Hilfe für jene an, die als Risikogruppe gelten und besonders geschützt werden müssen. In vielen Fällen gibt es mehr Hilfsangebote, als scheinbar nötig sind. Offenbar wollen vor allem viele Ältere die Angebote nicht annehmene, was Gilchings Bürgermeister Manfred Walter zu einem Appell veranlasste:

Auch merkur.de hat für den Landkreis Starnberg zwei Angebote für Hilfswillige und Unternehmen, die Lieferdienste und andere Services anbieten. Mehr dazu erfahren Sie hier und hier. Die Helferkarte bietet das:

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom 4. April

Samstag, 4. April, 19 Uhr: Die Zahl der Infizierten im Landkreis hat die 400-Marke überschritten. Am Samstagabend meldete das Landratsamt 403 positive Tests und damit 13 mehr als am Freitag. Samstags und auch sonntags gehen in der Regel weniger Meldungen ein, dafür am Anfang der Woche danach umso mehr. Vor einer Woche (Samstag, 28. März) waren es 14 neue Fälle bei einer Gesamtzahl von 262. Innerhalb einer Woche ist die Fallzahl damit um fast 54 Prozent gestiegen und damit in etwa so stark wie in Bayern und Deutschland.

Samstag, 4. April, 15.40 Uhr: Die Lage am Samstag ist recht ruhig, was neue Entwicklungen und neue Zahlen betrifft. Aktuell meldet das Landratsamt 391 Fälle, mindestens 135 Patienten gelten als genesen. Die Polizei ist für einen Ansturm von Ausflüglern trotz Ausgangsbeschränkungen gerüstet. Die Starnberger Polizei teilte beispielsweise am späten Freitagnachmittag mit: „Die Starnberger Polizei weist noch einmal eindringlich daraufhin, dass das Verlassen der Wohnung nur mit triftigem Grund, wie z.B. zum Einkaufen benötigter Lebensmittel, einen Arztbesuch oder zur sportlichen Betätigung gestattet ist. Vielfach herrscht immer noch die Meinung vor, dass man sich frei bewegen könne, solange man den Mindestabstand von 1,5 Meter zu anderen einhält. Dies ist so nicht richtig.“

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom 3. April

Freitag, 3. April, 19.30 Uhr: Der Landkreis hat erstmals Zahlen für die Gemeinden veröffentlicht. Die sehen mit Stand Freitagabend, 19.15 Uhr, so aus: 

Andechs 6

Berg 24

Feldafing 6

Gauting 89

Gilching 26

Herrsching 31

Innimg 14

Krailling 32

Pöcking 16

Seefeld 15

Starnberg 81

Tutzing 19

Weßling 17

Wörthsee 8

Sechs Fälle gehören eigentlich in andere Kreise, weil Adressen veraltet waren oder es kürzlich einen Umzug gab. 

Freitag, 3. April, 17.40 Uhr: Prof. Florian Krötz, Herzspezialist am Klinikum Starnberg, ist Pandemie-Beauftragter der Kliniken im Landkreis Starnberg. Zur Vorbereitung auf einen möglichen Ansturm von Covid-19-Patienten sagt er: „Wir stellen seit drei Wochen alles auf den Kopf.“ Zwischen 60 und 80 Intensivbetten mit rund 50 Beatmungsgeräten stehen laut Krötz derzeit in den Landkreisen Starnberg, Dachau, Fürstenfeldbruck und Landsberg zur Verfügung. Das Ziel, an dem täglich gearbeitet werde, laute „maximale Erweiterung. Mit außergewöhnlichen Umnutzungsmaßnahmen halte ich eine Verdoppelung der Kapazität für realistisch“, sagt der Mediziner auf Nachfrage des Starnberger Merkur.

Die meisten Intensivbetten stehen in der Gautinger Asklepios-Lungenfachklinik zur Verfügung, gefolgt von Starnberg sowie den Krankenhäusern in Tutzing und Herrsching gleichauf. Als Ausweichkliniken eingestuft sind Seefeld, Feldafing und die auf MS-Patienten spezialisierte Marianne-Strauß-Klinik in Kempfenhausen. Dass es in der Region Spielraum gibt, enthüllte am Freitag eine Pressemitteilung des Landratsamts Fürstenfeldbruck. Danach steht auch die Reha-Klinik Höhenried am Starnberger See als Hilfskrankenhaus mit mehr als 300 Betten zur Verfügung.

Freitag, 3. April, 13.30 Uhr: Die Zahl der Infektionen im Landkreis ist bis Freitagmittag auf 385 gestiegen. 

Wie vom Landratsamt angekündigt, sind die Stege an den Seen gesperrt worden, nachdem die Polizei dies dringend geraten hatte. Schon in den vergangenen Tagen waren immer mehr Menschen an die Seen und in die Erholungsgebiete gekommen - dort war es teils so voll, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht mehr einzuhalten war. 

Freitag, 3. April, 9.05 Uhr: Im Landkreis Starnberg hat das Coronavirus ein zweites Todesopfer gefordert. Bereits am vorigen Samstag ist eine 86-jährige Frau in Gauting gestorben, bestätigte das Landratsamt auf Anfrage. Aufgrund von Meldeverzögerungen wurde der Todesfall erst am Donnerstagabend bekannt. 

Freitag, 3. April, 8.26 Uhr: Bei inzwischen 375 Fällen im Landkreis - er ist damit umgerechnet auf die Einwohnerzahl einer der zehn am stärksten betroffenen Kreise Bayerns - ist es nicht überraschend, dass auch Verwaltungen betroffen sind. Im Landratsamt gab es bisher mindestens fünf Fälle, nun auch welche im Gautinger Rathaus. „Auch Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung sind mittlerweile erkrankt. Kontaktpersonen mussten umgehend freigestellt werden. Betroffen sind auch für die Bürgerinnen und Bürger wichtige Ansprechpartner wie das Einwohnermeldeamt“, teilte die Gemeinde Gauting am Freitagmorgen mit. 

Es komme momentan zu wesentlichen Verzögerungen im Arbeitsablauf. Die Gemeinde bittet darum, verstärkt die Online-Dienste auf www.gauting.de zu nutzen. „Anliegen und Anträge können so bequem und risikofrei von zu Hause aus eingereicht werden. Allerdings kann die Bearbeitung aufgrund der Personalsituation etwas länger dauern als gewohnt.“ Ausweisdokumente müssen nach wie vor mit biometrischen Fotos, die die Anforderungen der Bundesdruckerei erfüllen, versehen werden. Diese können nicht im Rathaus erstellt werden. Auch die Gautinger Gemeindeverwaltung sei gezwungen, in der aktuellen Lage neue Wege zu gehen: Der Bürgerservice soll allerdings so gut und sicher wie möglich aufrechterhalten werden. Die eindringliche Bitte von Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger: „Vor dem Gang zum Rathaus in jedem Fall zum Telefon zu greifen und einen Termin unter 089 89337-0 zu vereinbaren.“

Freitag, 3. April, 8 Uhr: Überall im Landkreis Starnberg gibt es freiwillige Helfer, die älteren Menschen und allen anderen, die durch die Ausgangsbeschränkungen und die Ansteckungsgefahr in Probleme geraten sind, helfen. Sie kaufen ein, führen den Hund aus, besorgen Medikamente. merkur.de hat für den Landkreis eine Karte aufgelegt, in der sich alle Helfer eintragen können. Sie wollen auch helfen? Dann tragen Sie sich hier ein, um in unserer Helfer-Karte für die Region zu erscheinen.

Es gibt ein Angebot dieser Art auch für Lokale und Geschäfte. Ist Ihr lokales Unternehmen oder Lieblingsrestaurant noch nicht dabei? Dann tragen Sie sich hier ein.

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom 2. April

Donnerstag, 2. April, 19.15 Uhr: Die Gemeinden im Landkreis Starnberg sind aufgefordert, alle öffentlich zugänglichen Stege an den Seen zu sperren. Der Landkreis wird auf seinen Flächen - etwa dem Badegelände Kempfenhausen, Flächen an Ammer- und Wörthsee - ebenso verfahren. Grund für die Aufforderung aus dem Landratsamt ist, dass sich in den vergangenen Tagen hunderte Ausflügler auf den Stegen tummelten, teils ohne auf den Mindestabstand von 1,5 Meter zu achten. Das ging der Kreisbehörde zu weit, zumal auch die Polizei ein Einschreiten gefordert hatte. Kreissprecherin Barbara Beck verwies auf das Risiko einer Corona-Infektion, die vielfach auch bei jüngeren Menschen einen schweren Verlauf nehme. Mehr als 50 Menschen müssen derzeit wegen Covid-19 in Krankenhäusern behandelt werden. 

Sofort gehandelt: Die öffentlich zugänglichen Stege an den Seen sind gesperrt, wie hier in Inning.

Donnerstag, 2. April, 19 Uhr: In fast allen Gemeinden werden derzeit Masken genäht, nachdem der Freistaat entsprechenden Stoff geschickt hatte. Allerdings haben einige schon aufgegeben, andere nähen, was Nadel und Faden hergeben

Donnerstag, 2. April, 16 Uhr: Es gibt neue Zahlen. Demnach sind im Landkreis Starnberg 371 Menschen mit dem nuartigen Virus infiziert. Das sind 17 mehr als am Tag zuvor. 

Donnerstag, 2. April. 14 Uhr: Viele Unternehmen auch im Landkreis Starnberg müssen wegen der Corona-Krise massive Einbußen hinnehmen und können von staatlichen Hilfen profitieren. Was für wen wie gilt, wo man sich hinwenden muss und vieles weitere haben Unternehmerverbände, Kammern, gwt und Banken auf einer Seite zusammengefasst. Mehr dazu lesen Sie hier

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom 1. April

Mittwoch, 1. April, 19 Uhr:  Die Zahl der Infektionen hat sich weiter erhöht, inzwischen sind es 354. Erstmals gibt es auch eine Zahl für die im Landkreis Genesenen - sind mindestens 100, wahrscheinlich einige mehr. Problem dabei ist, dass deren Zahl bisher nicht konkret erfasst wurde und die Zeit bis zur Genesung nicht bei allen gleich ist. Inzwischen hat sich auch beim Landesamt für Gesundheit durchgesetzt, alle als genesen zu betrachten, die nach zwei Wochen nicht (mehr) im Krankenhaus liegen. Die genaue Formulierung: „Die Anzahl der Genesenen beruht auf einer Schätzung, die sich an den Kriterien des RKI orientiert. Fälle gelten als genesen, wenn deren Meldedatum länger als zwei Wochen zurückliegt und keine Hospitalisierung ohne bekanntes Entlassungsdatum vorliegt, keine Pneumonie und/oder Dyspnoe vorliegt, und kein Todesfall gemeldet wurde.“

Mittwoch, 1. April, 14.30 Uhr: Es gibt neue Zahlen für den Landkreis. Demnach sind es aktuell 338 Infizierte. 

Mittwoch, 1. April, 8.20 Uhr: Die Wertstoffhöfe im Landkreis Starnberg bleiben wegen der Corona-Krise weiterhin geschlossen. Das gilt auch für die Kompostieranlage in Hadorf. Die Abfuhr der Tonnen und Gelben Säcke ist gesichert, und wegen Ostern verschieben sich die Touren wie jedes Jahr. Der AWISTA dazu: „Alle normalerweise am Montag, 6.04.2020, stattfindenden Abholungen werden bereits am Samstag, 4.04.2020, vorgefahren. In der Karwoche selbst werden dann alle weiteren Abholungen ebenfalls einen Tag früher abgefahren. Die eigentlichen Abholungen von Dienstag werden am Montag, die von Mittwoch am Dienstag, die von Donnerstag am Mittwoch und die eigentlich auf Karfreitag fallenden Abholungen am Donnerstag vorgefahren. Am Ostersamstag finden keine Abfuhr statt.In der zweiten Woche der Osterferien verschieben sich alle regulären Termine um einen Tag nach hinten, da der Ostermontag ein Feiertag ist und an diesem keine Abfallentsorgungstouren stattfinden. Die regulären Termine von Montag (13.04.) verschieben sich auf Dienstag, die Dienstagstermine auf Mittwoch usw. Die Termine von schließlich Freitag verschieben sich auf Samstag, 18.04.2020.“ Die Termine sind in Abfallkalender und App bereits enthalten.

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom 31. März

Dienstag, 31. März, 16.30 Uhr: Krankenhäuser im Landkreis haben angeboten, Corona-Patienten aus dem Ausland bei sich aufzunehmen. Auf Anfrage des Starnberger Merkur schreibt Beatriz Parente Matschke, Sprecherin der Gautinger Asklepios-Lungenfachklinik: „Wir haben uns auf eine Anfrage des Konzerns hin bereit erklärt, bis zu sechs Patienten aus Madrid aufzunehmen.“ Bisher sei allerdings keine Verlegung erfolgt und auch keine konkret angemeldet. Hilfe angeboten hat dem Koordinationsausschuss des Landkreises und der bayerischen Staatsregierung auch das Benedictus-Krankenhaus in Feldafing. Laut Sprecherin Leonie Ottmer wartet man noch auf Rückmeldung von diesen Stellen.

Dienstag, 31. März, 15.55 Uhr: Die Marktgemeinde Dießen hat ihren Töpfermarkt ausgerechnet im Jahr seines 20jährigen Bestehens vorerst abgesagt. Laut Marktorganisation kamen zu der Großveranstaltung in früheren Jahren bis zu 50 000 Besucher. Bürgermeister und Marktleitung hätten sich zu dem Schritt entschieden, um den Teilnehmern des Dießener Töpfermarkts frühzeitig Planungssicherheit zu geben und unnötige Kosten zu vermeiden, teilte die Gemeinde mit. Man habe sich auf eine Verschiebung des Marktes verständigt. Die Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten und der Besucher stehe an oberster Stelle. „Gleichwohl werden durchaus auch die wirtschaftlichen Interessen der nationalen und internationalen Aussteller gesehen, schließlich haben die meisten Keramiker für den Dießener Töpfermarkt bereits produziert und hofften – wie all die Jahre zuvor – auf gute Verkäufe und die Knüpfung neuer Geschäftsbeziehungen“, heißt es in der Pressemitteilung. Deshalb sei der Markt noch nicht komplett aus dem diesjährigen Veranstaltungskalender gestrichen. 

Abhängig von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie ist beabsichtigt, den Markt auf den Zeitraum vom 10. bis 13. September zu verschieben.

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom 30. März

Montag, 30. März, 18.50 Uhr: Die Zahl der Infizierten ist im Tagesverlauf auf 297 gestiegen - nicht ungewöhnlich für einen Montag. 

Montag, 30. März, 18 Uhr: Nach über dreiwöchiger Quarantäne im Starnberger Klinikum kann Manuel Riedmeier wieder für seine Firma ATD 5 Seen arbeiten. Der A-Jugendtrainer der FT Starnberg 09 war nach einem Trainingslager in Misano/Italien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Anfang März ließ ihn seine Chefin gleich an Ort und Stelle abholen.

Montag, 30. März, 12 Uhr: Kreisbrandrat Peter Bauch aus Krailling ist Materialverwalter für den Nachschub, und er brachte am Sonntag eine Rolle mit 400 Metern Spezialstoff ins Landratsamt – das reicht für mehrere Hundert Masken. Die Lieferung war von der Staatsregierung angekündigt worden, kam für den Landkreis dann aber doch etwas überraschend. Je 28 Meter werden an jede Gemeinde verteilt. Freiwillige nähen nach einem Muster daraus Atemmasken, das organisieren die Kommunen selbst. „In Andechs gibt es einen regelrechten Nähtrupp“, sagt Kreissprecherin Barbara Beck. Die Masken schützen gesunde Träger nicht vor dem Virus, aber andere vor SARS-CoV-2, sollte der Träger infiziert sein, ohne es zu wissen. Die Masken sind vor allem für Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen und für Personal von Pflegediensten vorgesehen. Morgen wird bereits die nächste Lieferung des Spezialstoffes erwartet.

Zuschneiden für Atemschutzmasken: Christiane Grötsch, Conny Schulz und Isabell Bernlochner (v.l.) portionierten den Spezialstoff, aus dem Masken genäht werden

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom 29. März

Sonntag, 29. März, 15.45 Uhr: Die Zahl der Infizierten im Landkreis Starnberg ist bis Sonntagmittag auf 270 gestiegen. Und sie wird weiter steigen, wie Prognosen besagen - den Höhepunkt erwarten Experten für Mitte Mai. Das hat Folgen, wie etwa die Gemeinde Wörthsee bekanngab: „Daraus ergibt sich, dass von Großveranstaltungen im Mai weiter abgeraten wird, auch wenn es noch keine weiteren ministeriellen Anweisungen gibt. Die Maifeiern sind aus diesem Grund bereits abgesagt. Bitte halten Sie sich an die Ausgangsbeschränkungen und seien Sie damit Vorbild für Uneinsichtige!“ Andere Maifeiern sind ebenfalls abgesagt worden, etwa jene in Percha. Auch der Gauschützenjahrtag Anfang Mai ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. 

Sonntag, 29. März, 11.40 Uhr: Am bisherigen Wochenende hielten sich nicht alle an die Ausgangsbeschränkungen im Fünfseenland. Am Ammersee verhängte die Polizei sogar Bußgelder und schickte Dutzende nach Hause. An der Unterbrunner Straße in Gauting lösten Beamte am frühen Samstagmorgen eine vierköpfige Geburtstagsfeier auf und erstatteten Anzeige. Am Starnberger See war zwar viel los, von einer hohen Zahl an Bußgeldern musste die Starnberger Polizei jedoch nicht berichten. Wenn es Gruppen nach Hause zu schicken galt, waren es häufig Jugendliche. Der neue Bußgeldkatalog für Bayern sieht zwischen 150 und 5000 Euro bei Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen vor. Sonnenbad und Picknick sind demnach verboten, der Spaziergang mit Mitgliedern des Hausstandes nicht. 

Die Polizei Germering beispielsweise stellte fest: „In den allermeisten Fällen herrschte Ungewissheit oder Unsicherheit, was denn nun erlaubt ist.“ Mehr dazu lesen Sie hier.

Coronavirus im Landkreis Starnberg. Die Meldungen vom 28. März

Samstag, 28. März, 18 Uhr: Im Tagesverlauf ist die Zahl der Infizierten weiter angestiegen. Bis zum frühen Abend waren 262 Fälle bekannt, 14 mehr als am Freitag. 

Samstag, 28. März, 16.20 Uhr: Alle Veranstaltungen sind abgesagt, Menschenansammlungen sind verboten - das gilt aber nicht für kommunale Gremien wie Stadt- oder Gemeinderat und den Kreistag. Einige Entscheidungen sind so dringend, dass Sitzungen stattfinden müssen. Der Kreistag beispielsweise tagt am Dienstag in reduziertem Umfang, jede Fraktion schickt weniger Kreisräte, so dass das Gremium gerade so beschlussfähig ist. Die Sitzung soll nur wenige Minuten dauern. Anders der Starnberger Stadtrat. Die Sitzung am Montag ab 18 Uhr hat eine Tagesordnung von mehreren Dutzend Punkten. Ob die Stadträte die Tagesordnung in diesem Umfang akzeptieren werden, ist offen. Bürgermeisterin Eva John lehnte eine Umwandlung in einen kleineren Ferienausschuss wegen rechtlicher Zweifel ab, rief die Fraktionen aber ebenfalls dazu auf, nur eine bestimmte Zahl zu entsenden. Die Durchführung der Sitzung sei entsprechend der gesetzlichen Vorgaben notwendig, erklärte die Bürgermeisterin. Es gebe keinen corona-bedingten Grund für die Nichtdurchführung von Sitzungen.Die Punkte auf der Tagesordnung stünden wegen Regelungen der Geschäftsordnung und Gesetzen zur Beratung an.

Einige Stadträte kritisieren das Vorgehen scharf: Vizebürgermeister Dr. Klaus Rieskamp warf John per E-Mail vor, unverantwortlich zu handeln, eine „Virentauschbörse“ zuzulassen und forderte eine Absage und stattdessen eine so kurze Tagesordnung, dass man sie per Telefonkonferenz beraten könne. Das ist Eva John zufolge aber nicht zulässig. Sie bat um Fairness und Respekt „in der für uns alle schwierigen Lage“.

Samstag, 28. März, 15 Uhr: Die Lage an diesem Samstag ist ruhig. Trotz Ausgangsbeschränkungen sind viele Leute unterwegs und nutzen die Möglichkeiten, die ihnen die Rechtslage lässt. Einige werden ihre Wahlbriefe noch einstecken, was noch heute möglich ist. Die Post lässt die Briefkästen extra noch einmal leeren - also sollte man auf die Leerungszeiten achten. Wahlbriefe können auch am Sonntag noch an den Rathäusern eingeworfen werden, und das bis 18 Uhr. Wer bisher keine Unterlagen bekommen, kann diese noch bis Sonntag, 15 Uhr, seinem Rathaus bekommen. Wichtig: Vorher anrufen!

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom 27. März

Freitag, 27. März, 20.15 Uhr: Die Infiziertenzahl ist auf 248 gestiegen. Etwa bedrückend ist eine andere Nachricht: Ein Mann mit einer anderen Erkrankung hat gegenüber Rettungsdienst und Klinikpersonal verschwiegen, dass er den Coronavirus hat - er sagte es erst am nächsten Tag. Die Folge: Elf Mitarbeiter aus der Klinik müssen nun vorsorglich in Isolation und fallen aus, weil sie nichts von der Infektion wussten, es keinen Anhaltspunkt dafür gab und sie deswegen keine Schutzkleidung trugen. Der Landkreis betont, dass jeder behandelt werde.  

Freitag, 27. März, 14 Uhr: Wo normalerweise Modelle für die Luft- und Raumfahrtforschung hergestellt werden, kann in Zeiten der Corona-Krise medizinische Schutzausrüstung gefertigt werden: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das seinen mitarbeiterstärksten Sitz in Oberpfaffenhofen hat, stellt seine 3D-Drucker um. Die Tests seien erfolgreich gewesen, teil das DLR mit. „Die leistungsfähigsten Drucker können bis zu zehn Schutzmasken oder 15 Ventile für Beatmungsgeräte pro Tag herstellen. Durch eine Vernetzung der Institute und Einrichtungen ist es möglich, größere Mengen zu produzieren“, heißt es. Die Zertifizierung und Zulassung der vom DLR produzierten Produkte für den medizinischen Gebrauch sei in Arbeit. Masken und Co. könnten dann auch in Oberpfaffenhofen ausgedruckt werden.

Freitag, 27. März, 12.45 Uhr: Die Tafeln im Landkreis sind wegen der Corona-Krise geschlossen. Das trifft die Kunden der Lebensmittelausgaben besonders hart. Viele Tafeln haben daher ein Notprogramm für besonders Bedürftige gestartet.

Freitag, 27. März, 11.15 Uhr: Gute Nachrichten aus dem Gesundheitsamt: Die vier Mitarbeiter, die derzeit als Kontaktpersonen eines Corona-Infizierten in Isolation arbeiten, sind nicht infiziert. Die ersten Tests waren negativ, teilte das Landratsamt mit. 

Die Gesamtzahl der Infizierten im Landkreis ist bis Freitagvormittag auf 233 gestiegen.  

Freitag, 27. März, 8.20 Uhr: Viele wundern sich derzeit, warum die Angaben zu den Fallzahlen auf den Seiten der Behörden große Unterschiede aufweisen. So melden das Landesamt für Gesundheit für den Landkreis 110 Fälle, das Robert-Koch-Institut 135 und das Landratsamt 223 Corona-Fälle. Zutreffend ist letztere Zahl. Die Daten werden von den Kreisbehörden digital weitergemeldet, was nicht immer sofort erfolgen kann – das Gesundheitsamt ist mit den Fällen, rund 1200 Menschen in Quarantäne und anderem so ausgelastet, dass nicht alles sofort erledigt werden kann. Zudem befinden sich einige Mitarbeiter in Isolation, nachdem es auch im Gesundheitsamt einen Corona-Fall gegeben hatte. Die Isolierten arbeiten getrennt vom restlichen Amt weiter.

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom 26. März

Donnerstag, 26. März, 16.20 Uhr: Es gibt neue Zahlen, und sie waren nach dem starken Anstieg am Mittwoch auf 210 Fälle mit Sorge erwartet worden. Jedoch: Die Steigerung der dem Landratsamt bekannten Corona-Infektionen fiel vergleichsweise gering aus, nämlich um 13 auf nun 223 und damit im Rahmen der vergangenen Tage außer Mittwoch. 23 Patienten werden in Kliniken behandelt, sechs beatmet. Das Drive-In in Andechs hat bis Donnerstagabend 50 Tests vorgenommen, am Freitag werden es weitere 36 sein. Ärzte können also noch Personen für Tests anmelden, wenn sie dies für erforderlich halten - das Drive-In hat noch Kapazitäten. Wichtig: Nur Ärzte können Tests dort veranlassen, für die Allgemeinheit ist die Station nicht zugänglich.

Donnerstag, 26. März, 12.45 Uhr: Die Stadt Starnberg will über ihre Internetseite Lieferdienste und dergleichen bekannt machen, um so die Starnberger Unternehmen zu unterstützen. „Es ist wichtig, dass wir alle gemeinsam den Unternehmern so gut wie möglich helfen. Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger Internetkäufe zu meiden und die örtlichen Geschäfte und Gastronomen zu unterstützen. Der Starnberger Handel ist auf die Einheimischen als Kunden angewiesen. Wir müssen in der aktuellen Krise zusammenhalten und ein Zeichen für unsere lokalen Unternehmer setzen“, erklärten Bürgermeisterin Eva John und Stadtförderin Sarah Buckel in einer Pressemitteilung. 

Die Stadt Starnberg ruft alle Starnberger Unternehmen (Einzelhandel, Nahversorger, Gastronomie, etc.) dazu auf, die nachfolgenden Informationen per E-Mail an standortfoerderung@starnberg.de zur Verfügung zu stellen: Haben Sie weiterhin geöffnet? Wenn ja, gibt es abweichende Öffnungszeiten?  Bieten Sie Sonderaktionen wie zum Beispiel einen Lieferservice an? Können bei Ihnen trotz vorübergehender Geschäftsschließung (weiterhin) Gutscheine erworben werden? Wenn ja, wie? Haben Sie einen Online-Shop?

Donnerstag, 26. März, 10 Uhr: Auch Politiker reagieren auf die Corona-Krise mit neuen Wegen, mit dem Bürger in Kontakt zu kommen. Der Bundestagsabgeordnete Michael Kießling beispielsweise hält am Freitag, 27. März, von 14 bis 15 Uhr  eine Telefonsprechstunde zur aktuellen Bundespolitik ab und steht auch für individuelle Anliegen telefonisch – unter (08191) 9719717 – zur Verfügung. Anmeldungen sind nicht nötig. Fragen können auch an die E-Mail-Adresse michael.kiessling@bundestag.de gestellt werden.

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom 25. März

Mittwoch, 25. März, 18.45 Uhr: Die Zahl der Corona-Fälle ist am Mittwoch sprunghaft gestiegen. 210 waren es nach Meldung vom Abend, am Dienstag waren es noch 153. Ein starker Anstieg war aber erwartet worden.  

Mittwoch, 25. März, 14.45 Uhr: Landratskandidatin Martina Neubauer (Grüne) bittet den noch amtierenden Landrat Karl Roth um eine verstärkte Koordination der Ehrenamtlichen. Es gelte, in Zusammenarbeit mit dem Koorindierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement (Kobe) eine Datenbank aufzubauen und ein Bürgertelefon einzurichten, um Hilfesuchende und diejenigen, die Hilfe anbieten rasch und unkompliziert zusammenzubringen. „Viele der aktuellen Angebote laufen über digitale Medien und sind nicht für alle Zielgruppen attraktiv oder nutzbar, daher soll rasch mit einem landkreisweiten Bürgertelefon die Koordinierung realisiert werden“, schreibt Neubauer an den Starnberger Merkur. Dem Landrat habe sie ihren Vorschlag bereits am Dienstag mitgeteilt. 

Mittwoch, 25. März, 14 Uhr: „Unternehmen gegen das Virus“: Mit dieser Aktion suchen IHK-Regionalausschuss Starnberg, Kreishandwerkerschaft, Wirtschaftsfördergesellschaft gwt, Unternehmerverband UWS und Starnberger Merkur in den nächsten Wochen besondere, innovative Lösungen aus Wirtschaft und Arbeitsleben, die zwei Effekte haben: Sie zeigen, dass das die Wirtschaft in der Corona-Krise nicht stillsteht, und sie sind Vorbilder oder Inspiration für andere. Es gibt auch etwas zu gewinnen.

Mittwoch, 25. März, 13 Uhr: Der Landkreis hat das erste Drive-in-Testzentrum auf dem Parkplatz des Klosters in Andechs in Betrieb genommen. Die ersten Tests wurden auch schon vorgenommen. „Getestet werden nur Personen mit Termin und PIN. Die Terminvereinbarung erfolgt über die niedergelassenen Ärzte“, teilte das Landratsamt mit. Der Ärztliche Kreisverband Starnberg habe die niedergelassenen Ärzte über das Anmeldeverfahren informiert. Seit Dienstag können die Ärzte über eine eigens eingerichtete Stelle beim Landratsamt Termine beantragen. Wenn der vom Arzt beantragte Termin zustande kommt, erhält der Arzt eine Terminbestätigung, die er an seinen Patienten weitergibt. Der Patient kann dann mit dem Auto am vorgegebenen Termin zur Teststation fahren. Die Terminbestätigung muss er mit sich führen, weil darauf sein Name und ein PIN vermerkt ist. Nur mit diesem Zettel wird er von der Security Kontrollstelle zur Testung vorgelassen. Der Zettel samt Ausweis oder Krankenkassenkarte ist der Kontrollstelle bei geschlossenem Fenster vorzuzeigen. Danach geht es für den Patienten zur Testung.

Die Anzahl der Termine sei derzeit aus Kapazitätsgründen auf maximal 90 Tests pro Tag begrenzt. Landrat Karl Roth: „Mit der Teststation möchten wir die niedergelassenen Ärzte, Sanitätsdienste und Krankenhäuser sowie auch unser Gesundheitsamt entlasten, für die jede Testung mit einem enormen Aufwand verbunden ist. Außerdem sparen wir damit Material, wie zum Beispiel Schutzanzüge, das derzeit sehr rar ist.“ Die Drive-In-Testung wird vom Landratsamt Starnberg in Zusammenarbeit mit der Aicher Group durchgeführt.

Mittwoch, 25. März, 9.36 Uhr: In einer Pressekonferenz am späten Dienstagnachmittag haben Landrat Karl Roth, Klinikchef Dr. Thomas Weiler und der Leiter des Gesundheitsamts, Dr. Lorenz Schröfl, über die aktuelle Situation im Landkreis Starnberg berichtet. Was Sie zum Zustand der Infizierten, zur Drive-in-Teststation in Andechs und zur weiteren Entwicklung gesagt haben, lesen Sie hier. Dabei sagte Weiler auch, dass mittlerweile zwei Mitarbeiter des Klinikums positiv getestet worden seien. Das habe jedoch keine Auswirkungen auf den Betrieb.

Coronavirus im Landkreis: Die Meldungen vom 24. März

Dienstag, 24. März, 20.22 Uhr: Die Zahl der Infizierten im Landkreis Starnberg ist auf 153 gestiegen. Das teilte das Landratsamt mit. Darunter befinden sich nach Angaben von Klinikchef Dr. Thomas Weiler auch zwei Mitarbeiter des Starnberger Klinikums. Sie befänden sich in häuslicher Quarantäne, sagte Weiler bei einer Pressekonferenz am Nachmittag. Die Versorgung des Klinikums und der Patienten sei dadurch nicht beeinträchtigt, sagte er.

Dienstag, 24. März, 14.28 Uhr: In einem Brief an Landrat Karl Roth setzen sich Vertreter von BRK-Wasserwacht und DLRG dafür ein, dass der Starnberger See während der Corona-Krise nicht mehr von Wassersportlern genutzt werden darf. Hintergrund sind zwei Einsätze, die die Retter am Sonntag fahren mussten. Auch wenn in beiden Fällen alle Beteiligten prinzipiell alles richtig gemacht haben, wollten die Hilfsorganisationen dennoch solche Einsätze nach Möglichkeit vermeiden - auch aus Selbstschutz. Lesen Sie hier die ganze Geschichte.

Montag, 23. März, 19.30 Uhr: Jetzt gibt es eine aktualisierte Zahl von Corona-Infizierten im Landkreis Starnberg. Nach der neuesten Mitteilung sind es 138 Personen. Darüber hinaus liegen die Testergebnisse der Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft vor. Die Befunde seien alle negativ, teilt Landratsamtssprecherin Barbara Beck mit. Die Isolationsmaßnahmen seien von daher wieder aufgehoben.

Montag, 23. März, 18.16 Uhr: Die Zahl der Infizierten im Landkreis ist mittlerweile auf 135 gestiegen. Weil es auch in den Gemeinschaftsunterkünften in Berg und in Percha mittlerweile Verdachtsfälle gibt, gilt für die dortigen Bewohner bis auf Weiteres ein Verbot, die Grundstücke zu verlassen oder Besuch zu empfangen.

Montag, 23. März, 15.05 Uhr: Auf dem Parkplatz am Kloster Andechs stehen mittlerweile die Zelte für die mobile Drive-In-Teststation. Sie soll vermutlich am Mittwoch in Betrieb gehen.

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom 22. März

Sonntag, 22. März, 18.08 Uhr: Die Zahl der vom neuartigen Coronavirus infizierten Menschen im Landkreis Starnberg ist weiter gestiegen. Am Sonntag meldete das Landratsamt, dass die Zahl jetzt bei 127 Personen liegt.

Sonntag, 22. März, 14.18 Uhr: Die Starnberger Polizei zieht ein positives Fazit der seit Freitag, Mitternacht, geltenden Augangsbeschränkungen. „Im Verlauf des Samstag und in der Nacht auf Sonntag wurden keine nennenswerten Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen im Dienstbereich der Polizeiinspektion Starnberg festgestellt. Auch weiterhin wird ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der aktuell gültigen Bestimmungen gelegt. Hier erneut der Hinweis, dass bei Verstößen hohe Bußgelder und bei einigen Verstößen sogar eine Strafanzeige droht. Ein Grund der wenigen festgestellten Verstöße dürfte die regnerische und kalte Witterung gewesen seien“, teilte ein Sprecher mit. 

Und weiter: „Die Polizeiinspektion Starnberg möchte sich bei allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern bedanken, welche die Bestimmungen der Allgemeinverfügungen und die Ausgangsbeschränkungen einhalten.“

Sonntag, 22. März, 13 Uhr: Die Starnberger Kliniken GmbH mit den Standorten Starnberg, Seefeld und Penzberg bittet Ärzte, Medizinstudenten und Pflegekräfte jeglicher Form um Unterstützung. Auf der Internetseite www.klinikum-starnberg.de heißt es: „Aufgrund der aktuellen Situation durch die Ausbreitung des Coronavirus bitten wir Sie, sich in unserem Stellenportal ,Karriere’ in der entsprechenden Rubrik zu registrieren, damit wir Sie im Notfall kontaktieren können. Ein kurzer Lebenslauf, Zeugnis sowie eine Telefonnummer genügen als Angaben. Wir bedanken uns sehr für Ihre Hilfe.“

Sonntag, 22. März, 10.17 Uhr: Gemeinden sollen in Zeiten von Corona eine Kinder-Notbetreuung für Berufstätige sicherstellen. Aber was tun, wenn sich das Kita-Personal weigert? Pöcking versucht es noch mal mit Überzeugungsarbeit, will seine Erzieherinnen aber auch schützen. Ein Zwiespalt.

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom 21. März

Samstag, 21. März, 18.18 Uhr: Die Zahl der vom neuartigen Coronavirus infizierten Menschen im Landkreis Starnberg ist seit Freitagabend auf 114 gestiegen. Es ist nichts über weitere Todesfälle bekannt. 

Samstag, 21. März, 15.51 Uhr: Die seit Mitternacht geltenden Ausgangsbeschränkungen sind vielerorts im Landkreis zu spüren. Gefühlt sind deutlich weniger Menschen draußen unterwegs als an einem normalen Samstag. Das schlechte Wetter tut sein Übriges. Die Starnberger Polizei liefert noch einen Rückblick auf den gestrigen Tag. Im Pressebericht der Inspektion heißt es: „Im gesamten Verlauf des Freitags kam es sowohl auf der Dienststelle der Polizeiinspektion Starnberg als auch über den Notruf der Einsatzzentrale zu zahlreichen Mitteilungen von größeren Personengruppen. 

Insbesondere Jugendliche nahmen die schulfreie Zeit und das schöne Wetter zum Anlass alle Warnungen vor dem Corona-Virus zu ignorieren. Durch die eingesetzten Streifenbeamten wurden angetroffene Personengruppen aufgelöst und an deren Vernunft appelliert. Es bleibt zu hoffen, dass nach Wirksamkeit der Ausgangsbeschränkungen den Meisten der Ernst der Lage sowie die Dringlichkeit der Einhaltung der Vorschriften bewusst wird. Bei beharrlichen und uneinsichtigen Zuwiderhandlungen wird die Polizei konsequent vorgehen.“

Samstag, 21. März, 12.11 Uhr: Das Klinikum Starnberg bereitet sich auf eine Zunahme von Infizierten vor. Am Montag soll links neben dem Haupteingang eine zweite Notaufnahme in Betrieb gehen, die speziell für Corona-Patienten oder Verdachtsfälle geplant ist. Am Freitag wurden die Container aufgestellt. Patienten, die über Krankheitssymptome klagen, melden sich zunächst an der Pforte und werden von dort aus entweder in die normale Notaufnahme oder die Containernotaufnahme geschickt. „Nicht jeder, der Atemnot hat, ist ein Corona-Patient“, betonte der Arzt Professor Florian Krötz.

In dem Container werden Corona-Verdachtsfälle untersucht und gegebenenfalls stationär in Starnberg oder in anderen Kliniken, etwa der Lungenfachklinik Gauting, aufgenommen. „Diese Notaufnahme ist aber kein Drive-in für die Allgemeinbevölkerung“, betonte Krötz und appellierte eindringlich an alle Bürger ohne Krankheitssymptome, fernzubleiben. „Wer gesund ist, soll zu Hause bleiben“, betonte er. Abstriche nehme das Klinikum nur bei Mitarbeitern und bei Patienten, die stationär aufgenommen würden. Mehr Infos dazu lesen Sie hier.

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom 20. März

Freitag, 20. März, 18.30 Uhr: Der Abfallentsorger AWISTA hat weitere Details zur Lage bekanntgegeben. Demnach ist die Abfallentsorgung gesichert, die bisherigen Touren gelten weiter.  „Zusammen mit den Kollegen von Remondis Weßling unternehmen wir alles, um die tägliche Entsorgung der Haushaltsabfälle im Landkreis Starnberg sicherzustellen und für alle unsere Kunden zu gewährleisten“, erklärt Vorstand Peter Wiedemann. Die Kompostieranlage in Hadorf, bisher einzige noch geöffnete Annahmestelle, wird geschlossen - und das ab Montag. Gewerbliche Kunden können sich über die Internetseite www.schernthaner.de informieren. 

Wer mit seiner Restmülltonne nicht auskommt, kann derzeit keine Säcke kaufen - die Verkaufsstellen sind geschlossen.  Die Säcke können problemlos per E-Mail beim Kommunalunternehmen unter info@awista-starnberg.de zum Preis von 7 Euro für die 60 Liter oder für 11 Euro für die 100 Liter bestellt werden. „In dieser Ausnahmesituation senden wir Ihnen die gewünschten Säcke per Post zu“, so der Vorstand. Zu beachten sei, dass die Müllwerker angewiesen sind, nur die AWISTA-Säcke einzusammeln – sonstige Beistellungen bleiben stehen.

Freitag, 20. März, 18.16 Uhr: Im Tagesverlauf kamen noch mehr Fälle dazu - nun sind es 100.  

Freitag, 20. März, 15.50 Uhr: Das Virus könnte auch in Asylbewerber-Unterkünften grassieren - zumindest gibt es in einer Unterkunft mit 144 Geflüchteten in Krailling mehrere Verdachtsfälle, wie das Landratsamt bestätigt. Vorsorglich dürfen die Bewohner das Gelände nicht verlassen und auch keinen Besuch empfangen. Bis Dienstag soll geklärt werden, ob sich der Verdacht bestätigt. Allerdings gelten die Ausgangseinschränkungen auch für die Bewohner der Unterkünfte. 

Freitag, 20. März, 14 Uhr: Mit den Ausgangsbeschränkungen ist Ministerpräsident Markus Söder dem Landkreis in gewisser Weise zuvorgekommen. Im Starnberger Landratsamt lag eine Ausgangssperren-Verfügung fertig bereit - ein Grund dafür war, dass an den Seen trotz aller Appelle in den vergangenen Tagen viele Menschen unterwegs waren.  

Freitag, 20. März, 13.15 Uhr: Im Landkreis Starnberg gibt es einen ersten Todesfall infolge des neuartigen Coronavirus. Laut Landratsamt starb ein 96-jähriger Mann an den Folgen der Lungenkrankheit. Die Gesamtzahl der Fälle stieg bis Mittag auf 94. 

Freitag, 20. März, 11.45 Uhr: Die Landtagsabgeordnete Anne Franke aus Stockdorf hat sich mit einem Appell an die Bevölkerung gewandt. „Wir können diese außergewöhnliche Situation nur mit Zusammenhalt und Solidarität überstehen. So wie es den Menschen gerade bewusst wird, dass wir uns gegenseitig schützen müssen, indem wir Abstand halten und zuhause bleiben, so müssen wir auch an all diejenigen denken, denen diese Krise an die wirtschaftliche Existenz geht,“ erklärte die grüne Abgeordnete.

So bittet Franke die Bürger und Bürgerinnen des Landkreises, sich mit den Einzelhändlern im Landkreis solidarisch zu zeigen und das Angebot vieler Geschäfte – etwa Buchhandlungen, Schuhgeschäfte, Zeitschriftenläden, Spielwarenhändlern – Bestellanfragen per E-Mail, übers Internet oder telefonisch zu übermitteln und sich das Gekaufte liefern zu lassen, zu nutzen. „Wenn wir unsere lebendigen Ortschaften retten wollen, müssen wir dem Einzelhandel im Ort über diese schweren Zeiten hinweghelfen und unsere Bestellungen dort tätigen!“  Wichtig sei Franke außerdem auch das Thema der sozialen Solidarität. Gerade im wohlhabenden Landkreis gebe es viele Menschen, die derzeit aus Angst vor Ansteckung auf Leistungen in Haushalt und Pflege verzichteten, die sie normalerweise in Anspruch nehmen würden.

Freitag, 20. März, 8.25 Uhr: Die Hilfsbereitschaft im Landkreis ist ungebrochen. praktisch jede Gemeinde hat eine Initiative, um Menschen, die zu Hause bleiben müssen, zu helfen. In Starnberg gibt es beispielsweise eine Art Hotline:

Freitag, 20. März, 8 Uhr: Die Corona-Krise hat für viele gravierende Auswirkungen. Auch für den Zirkus Kaiser, der weder weiterziehen darf noch Vorstellungen geben. Aber er steht nicht allein da, wie hier zu lesen ist.

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom Donnerstag

Donnerstag, 19. März, 18 Uhr: Die Lage wird immer dramatischer. Inzwischen gibt es 81 bestätigte Fälle des Coronavirus im Landkreis, 14 mehr als vor 24 Stunden. Es ist der höchste Anstieg an einem Tag überhaupt. 

Donnerstag, 19. März, 16.10 Uhr: Die Aufrufe haben nichts genutzt, auf den Wertstoffhöfen im Landkreis war viel Betrieb. Zu viel, als dass die Vorgaben zur Bekämpfung des  Coronavirus eingehalten werden könnten - also vor allem der Mindestabstand zwischen Personen. Deswegen hat der AWISTA entschieden, alle Wertstoffhöfe und Grüngutsammelstellen (die ab April öffnen sollten) ab Freitag und bis einschließlich 20. April zu schließen. Ob die Schließung so lange erforderlich ist, werde laufend geprüft. Ausgenommen ist die Kompostieranlage in Hadorf - vorerst. 

Weiter heißt es in der Mitteilung des AWISTA: „Die Schließung erfolgt, vor dem Hintergrund, dass die Staatsregierung die Bevölkerung bittet, die sozialen Kontakte im öffentlichen Leben soweit wie möglich einzuschränken.“ Vorstand Peter Wiedemann:  „Nachdem wir mit Unverständnis die Missachtung dieses Gebots beobachten, gilt meine Fürsorgepflicht dem Schutz und der Gesunderhaltung der Beschäftigten am Wertstoffhof. Wir können weder organisatorisch noch tatsächlich den virologisch geforderten Mindestabstand zwischen Mitarbeiter und Kunde und Kunde zu Kunde gewährleisten um so das Infektionsrisiko zu minimieren.“

Das Kommunalunternehmen bittet  nochmals darum, Abfälle wie Sperrmüll, Garten- und Strauchschnitt, Altholz, Altmetall und ähnliche unproblematische Abfälle zunächst zu Hause zu lagern. Es gebe aktuell keine Notwendigkeit diese Abfälle, an die Wertstoffhöfe zu bringen.

Donnerstag, 19. März: 13.30 Uhr: Der Abwasserverband Starnberger See appelliert an die Bevölkerung, das Abwassersystem zu schonen. „Das Schmutzwassersystem wird derzeit lediglich überwacht, Arbeiten werden nur noch bei Noteinsätzen durchgeführt. Deshalb ist es wichtig, vermeidbare Störungen zu verhindern. Dazu gehört es auch, dass keine Gegenstände in der Toilette entsorgt werden, die Verstopfungen verursachen können. Leider werden derzeit offensichtlich vermehrt Feuchttücher statt Toilettenpapier benutzt und in die Toilette geworfen. Aktuell kam es in der Pumpstation Aschering in Pöcking dadurch zu einer erheblichen Verstopfung des Abflusses. Die Pumpen mussten zur Problembeseitigung ausgebaut werden, was nach dem derzeitigen Notfallplan eigentlich vermieden werden sollte. Der Abwasserverband bittet die Bevölkerung zur Aufrechterhaltung des Abwassersystems beizutragen und auf eine sachgerechte Verwendung von Vliestüchern zu achten. Feuchtes Toilettenpapier gehört genauso wie Einwegwaschlappen, Kosmetiktücher, Babyfeuchttücher, Staub- und Wischtücher nicht in das Abwassersystem. Nach Benutzung sind sie zwingend über die Restmülltonne zu entsorgen.“

Der Verband sei bestrebt, einen ordnungsgemäßen Betrieb des Abwassersystems zu gewährleisten, um ein unkontrolliertes Austreten von Schmutzwasser auf Straßen und private Grundstücke zu vermeiden - und damit möglicherweise eine Ausbreitung des Virus über das Abwasser zu vermeiden. Das gilt auch für die Mitarbeiter des Verbandes. Es gibt einen Notfallplan, um den Betrieb des Kanalsystems, insbesondere der Pumpstationen, und der Kläranlage in Starnberg, auch in der Krisensituation aufrecht zu erhalten.

Dienstag, 19. März, 12.45 Uhr: Die Polizei hat ein striktes Durchgreifen angekündigt - und es war auch schon nötig. Die Starnberger Polizei meldete am Mittag: „Scheinbar ist der Ernst der Gefährdungslage durch den Coronavirus immer noch nicht bei allen Bürgern angekommen. So stellte eine Streife der Starnberger Polizei gegen 18 Uhr auf dem Gelände des so genannten Steininger Grundstücks  am Unteren Seeweg in Starnberg insgesamt 18 Personen im Alter zwischen 17 und 20 Jahren fest, die dort lustig und eng zusammensaßen, um eine so genannte ,Beer-Pong`-Party zu feiern. Nach einer deutlichen Ermahnung durch die Polizeistreife waren fast alle Beteiligten einsichtig und verließen das Grundstück.“

Ansonsten haben die Beamten im Laufe des gestrigen Mittwochs nur vereinzelt Bürger darauf hinweisen müssen, dass die Nutzung von Spielplätzen und anderen Freizeiteinrichtungen aufgrund der Allgemeinverfügung der Bayerischen Staatsregierung derzeit untersagt ist.

Die Unvernunft kann Folgen haben. Ministerpräsident Markus Söder drohte am Donnerstag mit einer Ausgangssperre, falls die Menschen sich nicht an die Regeln hielten. 

Donnerstag, 19. März, 12.20 Uhr: Die Zahl der Infizierten steigt schnell: Inzwischen sind es 74 Fälle, wie das Landratsamt auf Anfrage erklärte. Erstmals gab es an zwei Tagen hintereinander einen so starken Anstieg (in diesem Fall neun).

Donnerstag, 19. März, 11.30 Uhr:

Die evangelische Gemeinde Starnberg macht dicht und sagte alle Gottesdienste und Veranstaltungen ab. In einer Mitteilung von Pfarrer Dr. Stefan Koch  heißt es dazu: „Die Friedenskirche ist für einzelne Besucher geöffnet. Die Osterkerze brennt, auf dem Altar liegt die Bibel mit dem aufgeschlagenen Evangelium. Sie können an der Gebetswand Anliegen für unsere Fürbitte notieren. Als Seelsorger erreichen Sie mich unter der Notrufnummer der Gemeinde 0171 49 49 349 und unter meiner Mobilnummer 0173 26 46 401. Ich habe mir für die kommende Zeit zudem vorgenommen, möglichst viele telefonische Kontakte zu pflegen.“

Bis voraussichtlich  19. April, dem Sonntag Quasimodogeniti am Sonntag nach Ostern, finden in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde keine öffentlichen Gottesdienste statt. Das betreffe ebenso  Kindergottesdienste, die Andachten und Gottesdienste in den Alten- und Pflegeheimen und die Abendkirche im Carolinenhaus. Über für die nächste Zeit geplanten Taufen und Trauungen und deren mögliche Verschiebung oder Absage sei man mit den betroffenen Familien im Gespräch. Beerdigungen und Abschiedsfeiern finden statt, wenn möglich im Freien und in kleineren Gruppen.

Koch richtet auch einen Appell an seine Gemeindeglieder: „Ich möchte Sie bitten, sich unserer Gemeindeglieder und der Menschen in ihrer Nachbarschaft anzunehmen. Gewiss kennen Sie jemand im Freundeskreis, in der Nachbarschaft und in der Gemeinde, dem ihr Anruf guttut. Bestimmt finden Sie einen guten Weg der Unterstützung durch ein offenes Ohr und die eine oder andere freundliche Dienstleistung, die den Menschen in ihrem eingeschränkten Alltag hilft, zugleich aber die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen (Abstandsregeln, Besuchseinschränkung) einhält.“ Die Glocken läuten zweimal täglich (12 und 18 Uhr) als Aufforderung zum Gebet. 

Donnerstag, 19. März, 10.30 Uhr:  Der Landkreis Starnberg plant ebenfalls, eine so genannte Drive-in-Teststation einzurichten. Eine Firma für die Umsetzung hat das Landratsamt gefunden, ein Labor für die Untersuchungen auch - nur kann das nicht testen, weil wichtiges Material für den Viren-Nachweis (oder Nicht-Nachweis) fehlen. Der Kreis bleibt aber dran, wie es aus dem Landratsamt heißt. Die Station würde vermutlich in Starnberg aufgebaut und dürfte nur von Personen angefahren werden, die einen Termin bekommen haben - weil sie getestet werden müssen. Für die Allgemeinheit sind diese Stationen nicht geöffnet, weil Tests ohne Verdacht nicht leistbar sind. 

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom Mittwoch

Mittwoch, 18. März, 21.30 Uhr: Das ist eine erwartbare Absage: Der Kreisfeuerwehrverband Starnberg hat seine Jubiläumsfeier Anfang Mai in Andechs wegen der Corona-Krise abgesagt. Geplant waren Festakt, Messe, Kreisfeuerwehrtag und Aktionen für die Bevölkerung.

Mittwoch, 18. März, 19 Uhr: Die Jugendherberge in Possenhofen wird geschlossen. Nicht, weil es dort Fälle gibt, sondern weil alle Jugendherbergen schließen.

Mittwoch, 18. März, 17.30 Uhr: Die Zahl der Infizierten ist am Mittwoch deutlich gestiegen - bis zum späten Nachmittag waren es 65. 

Die Polizei überwacht die neuen Regeln für Geschäfte und Gaststätten und greift durch. Einige Gastronomen mussten das bereits feststellen. So genannte Corona-Partys von Jugendlichen will die Polizei sofort auflösen. 

Mittwoch, 18. März, 13 Uhr: Der AWISTA hat die Bevölkerung aufgefordert, auch bei der Abfallentsorgung das Prinzip der „sozialen Distanzierung“ strikt einzuhalten. Vorstand Peter Wiedemann: „Wir erleben auf Grund des schönen Wetters und offenbar angesichts der Tatsache, dass viele Menschen derzeit nicht in der Arbeit sind, einen bislang nicht gekannten Run auf unsere Wertstoffhöfe – dies widerspricht eindeutig dem gesellschaftlichen Gebot der Stunde, der ,sozialen Distanzierung`. Wir bitten die Landkreisbevölkerung eindringlich, nicht notwendige Fahrten zu den Wertstoffhöfen in den nächsten Wochen zu unterlassen. Die überflüssigen Anlieferungen in den erlebten Mengen gefährden die lokale Entsorgungssicherheit,“

Der AWISTA Starnberg bitte daher darum, Abfälle wie Sperrmüll, Garten- und Strauchschnitt, Altholz, Altmetall und ähnliche unproblematische Abfälle zunächst zu Hause zu lagern. Es gebe aktuell keine Notwendigkeit, diese Abfälle unbedingt jetzt und in einer Zeit, in der die Maxime sein sollte, zu Hause zu bleiben, an die Wertstoffhöfe zu bringen. Dies verursache große Menschenansammlungen und erhöhe das Infektionsrisiko bei Beschäftigten und Kunden. Der dringende Appell der Starnberger Abfallentsorger: „Bleiben Sie zu Hause und verzichten Sie auf nicht notwendige Fahrten zu den Wertstoffhöfen.“

Mittwoch, 18. März, 12 Uhr: Die Zahl der Infizierten ist bis Mittag auf 57 gestiegen, teilte das Landratsamt auf Anfrage mit. Wie schnell sich die Situation derzeit ändert, zeigt sich daran: Das Landratsamt prüft nun doch, ob eine so genannte Drive-in-Station eingerichtet wird, an der Verdachtsfälle getestet werden können. Wann und wo die Station eingerichtet wird, ist allerdings noch offen. 

Mittwoch, 18. März, 9 Uhr: Bis Dienstagabend stieg die Zahl der Infizierten im Landkreis auf aktuell 55 seit Anfang des Monats.  Das Starnberger Landratsamt hat kurzzeitig erwogen, eine so genannte Dribe-in-Station für Corona-Tests einzurichten, wie sie beispielsweise im Würmtal geplant ist, die Idee dann jedoch verschoben. Ab heute, Mittwoch, gelten die verschärften Regeln für die Schließung von Einrichtungen und Geschäften. Wie Händler darauf reagieren, lesen Sie hier

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom Dienstag

Dienstag, 17. März, 17.25 Uhr: Auch die Agentur für Arbeit zieht Konsequenzen aus der Corona-Krise: „Die Jobcenter (gemeinsame Einrichtungen) und Arbeitsagenturen konzentrieren sich in der aktuellen Lage darauf, Geldleistungen wie Arbeitslosengeld I und II, Kurzarbeitergeld, Kindergeld und Kinderzuschlag sowie alle weiteren Leistungen auszuzahlen. Um dies zu  gewährleisten, um die Gesundheit aller zu schützen und um die Pandemie einzudämmen, gibt es ab morgen (18.03.2020) keinen offenen Kundenzugang in unsere Gebäude mehr.“

Hinweise dazu: Kunden müssen einen vereinbarten Termin nicht absagen, weder telefonisch noch per E-Mail. Es gebe  keine Nachteile, keine Rechtsfolgen und Sanktionen. Gesetzte Fristen würden vorerst ausgesetzt. Und weiter: „Die Kundinnen und Kunden erhalten rechtzeitig eine Nachricht, wenn sich diese Regelungen ändern. Die Auszahlung der Geldleistung ist sichergestellt.“ Anträge auf Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II können auch online gestellt werden.

Dienstag, 17. März, 16.40 Uhr: Achtung, Betrüger! gauner machen sich die Angst vor dem Coronavirus zu Nutze und versuchen, vor allem ältere Menschen mit einem abgewandelten Enkeltrick um Geld und Wertsachen zu bringen. Die Betrüger geben sich am Telefon als infizierte Angehörige aus, die schnell Geld für eine Behandlung brauchen und einen Boten schicken. Der Bote kommt, nur sind es weder Angehörige noch sind sie infiziert. Polizei und Innenministerium warnen vor der neuen Masche - Familien sollten ältere Angehörige auf den neuen Trick hinweisen. 

Dienstag, 17. März, 16.30 Uhr: Auch die Kirchen sind vom „Shutdown“ betroffen. Prodekan Simon Rapp erklärte für das Dekanat Starnberg: „Die katholischen Kirchengemeinden im Dekanat Starnberg müssen vorerst bis einschließlich Freitag, 3. April 2020, die öffentlichen Gottesdienste einstellen. Taufen und Hochzeiten sind bis Ende April abgesagt und müssen verschoben werden. Beerdigungen können im kleinen Rahmen stattfinden. Dies dient alles ebenfalls zum Schutz und zur Verlangsamung der Verbreitung des Corona-Virus. Die Kirchen jedoch sind tagsüber für das persönliche Gebet geöffnet. Die Pfarrämter sind telefonisch und per email erreichbar, vermeiden Sie aber bitte die direkte Kontaktaufnahme. Selbstverständlich sind die Seelsorgerinnen und Seelsorger auch in dieser Zeit über die jeweiligen Pfarrämter ansprechbar und erreichbar.“ In Starnberg plant Stadtpfarrer Dr. Andreas Jall für Sonntag einen Gottesdienst per Livestream. 

Die Infiziertenzahl ist im Tagesverlauf auf 53 gestiegen. 

Dienstag, 17. März, 13.20 Uhr: Die Ilse-Kubaschewski-Stiftung in Starnberg teilte soeben  mit, dass die Betreuungsgruppe für an Demenz erkrankte Menschen, die dienstags von 15 bis 17 Uhr stattfindet, bis auf Weiteres ausfällt. Das Angehörigentreffen für pflegende Partner von an Demenz erkrankten Menschen und das Treffen für pflegende Frauen von dementiell veränderten Eltern und Partnern fällt im Monat März aus. Gerne könnten Menschen, die Fragen zum Thema Demenz haben bzw. Hilfe benötigen, telefonische Auskunft unter (08151)  6 50 54 30 erhalten. Das Büro ist derzeit tagsüber von 8 bis 13  Uhr besetzt.

Dienstag, 17. März, 11.40 Uhr: Die Zahl der Infektionen im Landkreis ist inzwischen auf 50 gestiegen, teilte das Landratsamt mit. Geprüft wird, ob es auch im Kreis eine so genannte Drive-In-Stelle geben muss, in der sich Menschen testen lassen können - allerdings nicht jeder, sondern quasi nach Aufforderung. Die Überlegungen befinden sich in einem frühen Stadium. 

Fast nichts mehr findet statt - wegen des Coronavirus.

Dienstag, 17. März, 10.30 Uhr: Die Stadt Starnberg macht dicht. „Die Ausbreitung des Corona-Virus trifft uns alle mit einer unglaublichen Härte. Es ist unsere Aufgabe und Verpflichtung, die Chance zu nutzen, die Ausbreitung einzudämmen und damit auch Leben zu retten“, heißt es in einer Mitteilung des Rathauses. „Das können wir nur gemeinsam schaffen. Keiner kann sich  ,Sonderrechte` oder ,Extras` herausnehmen ohne gleichzeitig für andere eine zusätzliche Gefahr auszulösen. Respektieren Sie deshalb bitte die Anordnungen der zuständigen Stellen vollständig, versuchen Sie nicht irgendwelche Umwege zu finden“, schreibt Bürgermeisterin Eva John.

Das Rathaus warnt auch davor, Informationen einfach so weiterzugeben: „Geben Sie Informationen mit Vernunft und Bedachtsamkeit, mit Aufmerksamkeit und Voraussicht weiter. Auch über die Social-Media-Kanäle. Vertrauen Sie nur Informationen von offiziellen Stellen.“

Die Stadt hat eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet:

  • Der Notbetrieb in den Kitas und Schulen ist eingerichtet und gilt bis mindestens 19.04.2020.
  • Sport- und Spielplätze im Stadtgebiet sind gesperrt. Die Nutzungsuntersagung gilt bis mindestens 19.04.2020.
  • Bei der Stichwahl für das Amt des Starnberger Landrates am 29.03.2020 wird es keine Wahllokale geben. Es kann nur per Briefwahl abgestimmt werden. Die Unterlagen erhalten alle Wahlberechtigten per Post zugeschickt. 
  • Das Rathaus und das städtische Wasserwerk sind vom 18.03.2020 bis 19.04.2020 ausschließlich über Telefon, Fax, Post und E-Mail zu erreichen. Und zwar in der Zeit von Montag bis Freitag zwischen 7.30 und 12 Uhr und Dienstag und Donnerstag von 140 bis 16 Uhr. Persönliche Gesprächstermine sind nur noch in Ausnahmefällen möglich.

Dienstag, 17. März, 9 Uhr: Das öffentliche Leben kommt immer mehr zum Erliegen - und ab Mittwoch sowieso, wenn die scharfen Vorgaben wie Sperrungen von Spielplätzen, Schließungen von Geschäften und Einrichtungen und dergleichen mehr in Kraft treten. Nicht bei allen ist die Einsicht vorhanden, dass das nötig ist - das wissen auch die Gemeinden und der Landkreis. Die Gemeinde Wörthsee richtete einen deutlichen Appell an ihre Bürger:

Ähnliche Aufrufe gibt es von anderen Gemeinden. 

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom Montag

Montag, 16. März, 18.30 Uhr: Die Zahl der Infizierten im Landkreis ist auf 47 gestiegen, zumindest bis zum frühen Abend. Mehr als 700 Menschen müssen zu Hause bleiben.

Montag, 16. März, 15.22 Uhr: Nun machen auch die Tafeln dicht. Die Starnberger teilte mit: „Aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit dem Corona Virus wird der Betrieb der Starnberger Tafel vorerst eingestellt. Diese Maßnahme gilt zunächst bis einschließlich 16. April 2020. Weiter Informationen finden Sie jederzeit auf unserer Homepage unter www.starnbergertafel.de und auf unserer Facebook Seite. Bitte informieren Sie auch andere Tafelgäste, die kein Deutsch sprechen oder diese Informationen nicht erhalten.“

Montag, 16. März, 15 Uhr: Die Gemeinden machen es dem Landkreis nach: Die Rathäuser werden geschlossen. Besucher werden nur mit Termin eingelassen. In einigen Rathäusern haben die Bürgermeister Plexiglasscheiben in Kundenbereichen anbringen lassen. 

Montag, 16. März, 13.05 Uhr: Das Landratsamt wird mit sofortiger Wirkung geschlossen. Nicht, dass dort ein Coronafall aufgetreten wäre - vielmehr sind alle Appelle, die Behörde nur in unaufschiebaren Angelegenheiten aufzusuchen, offenbar wirkungslos verpufft ist. „Es ging bei uns brutalst zu“, sagt Sprecherin Barbara Beck. Ein Grund dafür waren Bürger anderer Landkreise, die in Starnberg Fahrzeuge zulassen wollten. Landrat Karl Roth entschied daher zum Schutz von Mitarbeitern, Kunden und zur Aufrechterhaltung des Betriebes, die Behörde für Publikum zu schließen. Ins Haus kommt nur, wer vorher einen Termin vereinbart hat - und für bestimmte Dinge wird es den nicht geben. Es wird nur noch einen Eingang geben, und der wird kontrolliert. 

Auf unbestimmte Zeit geschlossen: Vorsorglich machte Leiter Helmut Kilian den Starnberger Seniorentreff wegen des Coronavirus zu.

Montag, 16. März, 11.15 Uhr: Wegen des Coronavirus schließt der AWISTA die meisten Wertstoffhöfe. Zu sind ab Dienstag: Berg, Feldafing, Gauting-Buchendorf, Gauting-Königswiesen, Herrsching, Krailling,  Pentenried, Weßling und Wörthsee. „Das Kommunalunternehmen weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei um eine vorsorgliche Maßnahme handelt. Die genannten Wertstoffhöfe haben nur wenige Stunden unter der Woche geöffnet und die dort eingesetzten Mitarbeiter*innen können auf größeren Wertstoffhöfen eingesetzt werden bzw. dienen im Falle von krankheitsbedingten Ausfällen als Personalreserve heißt es aus dem Unternehmen“, heißt es in einer Mitteilung. Die anderen Wertstoffhöfe bleiben offen.

Ebenfalls werde aufgrund der aktuellen Situation rund um das Corona-Virus der Parteiverkehr in der Geschäftsstelle eingeschränkt. Wie schon das Landratsamt bittet auch das AWISTA-Starnberg KU,  in eigenem Interesse von persönlichen Besuchen nach Möglichkeit Abstand zu nehmen. Man solle sich überlegen, ob für ein Anliegen eine persönliche Vorsprache nötig ist. Das Unternehmen verkürzt daher auch ab sofort seine Öffnungszeiten auf dann täglich 8 bis 16 Uhr. In dieser Zeit sind die Mitarbeiter/innen auch telefonisch erreichbar.

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom Sonntag

Sonntag, 15. März, 17 Uhr: Einigen Organisationen kommt in der aktuellen Phase eine wichtige Rolle zu - den Rettern von Feuerwehr, BRK, DLRG und anderen. Bei ihnen werden fast alle Veranstaltungen abgesagt, damit die Einheiten einsatzbereit bleiben. Das gilt auch für die BRK-Bereitschaften.

Sonntag, 15. März, 15.25 Uhr: Der „Lockdown“ kommt. Bayern will ab Montag Gastronomie und Geschäfte weitgehend schließen, wie die Grenzen auch. Mehr dazu in unserem überregionalen Ticker.

Sonntag, 15. März, 14 Uhr: Die Stadt hat die Schließung des Starnberger Seebades von Montag auf Sonntag vorgezogen. Das Bad samt Sauna macht bereits um 16 Uhr zu - und bleibt es bis mindestens bis 19. April.

Sonntag, 15. März, 8 Uhr: Die Stadt Starnberg hat am Sonntagmorgen weitere Einrichtungen geschlossen. Wie Rathaussprecherin Lena Choi mitteilte, wird das Seebad dichtgemacht: „Wegen der aktuellen Coronaviruslage ist das Starnberger Seebad ab Montag, 16.03.2020, bis vorerst einschließlich 19.04.2020 geschlossen. Die Stadt Starnberg wird sich weiterhin zu diesem Thema abstimmen und die aktuelle Situation fortlaufend bewerten. Über weitere Entscheidungen halten wir Sie auf dem Laufenden.“ Gleiches gilt für die Stadtbücherei. Für ausgeliehene Medien – auch für DVDs - werde die Leihfrist automatisch verlängert bis zum Dienstag, 05.05.2020. Eine Rückgabe der Medien über den Rückgabecontainer sei während der Schließungszeit nicht möglich. Die digitale Ausleihe von E-Books, E-Audios und E-Paper ist weiterhin möglich auf Smartphones und Tablets mit der App "Onleihe" und auf E-Book-Readern mit Aufrufen unserer digitalen Bibliothek www.biblioplus-digital.de .

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom Samstag

Samstag, 14. März, 18.55 Uhr: Wichtiger Hinweis zur Wahl am Sonntag: Die Bürgermeister im Landkreis Starnberg und Landrat Karl Roth haben sich am Samstag auf eine weitere Erleichterung für die Kommunalwahl verständigt. Die Gemeinden werden nicht auf einem Attest oder einem anderen Nachweis bestehen, wenn am Sonntag Wählerkurzfristig Briefwahl machen wollen, um nicht in ein Wahllokal gehen zu müssen. Eigentlich muss man bis Sonntag, 15 Uhr, eine Erkrankung oder dergleichen belegen, um noch Briefwahl machen zu können. Diese neue Regelung hab der Landkreis am Samstagabend bekannt. 

Weil die Gemeinden mit einer steigenden Anzahl von Briefwählern rechnen, bieten sie teilweise erweiterte Öffnungszeiten an. Die Stadt Starnberg beispielsweise hat am Sonntag zusätzlich von 8 bis 15 Uhr geöffnet. In dieser Zeit können Briefwahlunterlagen abgeholt werden. Sie müssen dann bis spätestens Sonntagabend, 18 Uhr, im Rathaus eingegangen sein. Auch die Gemeinde Wörthsee ist besetzt. Wie Bürgermeisterin Christel Muggenthal berichtet, können auch am Sonntag noch bis 15 Uhr Briefwahlunterlagen beantragt werden. Gleiches gilt für die Gemeinde Tutzing. Wer noch Briefwahl machen will, sollte daher Kontakt mit seiner Gemeinde aufnehmen und die Unterlagen dann abholen - oder jemanden schicken, der allerdings eine Vollmacht vorweisen muss.

Die Zahl der nachgewiesenen Fälle im Landkreis ist unterdessen auf 43 angestiegen (Stand: Samstagabend).

Samstag, 14. März, 15 Uhr: Die Schließungen von Einrichtungen gehen weiter. Die Volkshochschule Gilching macht zu. In einer Mitteilung heißt es: „So wie alle Schulen und Kindertageseinrichtungen hat auch die vhs Gilching ab Montag, 16. März, bis inklusive Sonntag, 19. April, geschlossen. Sämtliche Veranstaltungen werden für diese Zeit ausgesetzt. Auf unserer Webseite www.vhs-gilching.de finden sie jeweils aktuelle Informationen. Anmeldungen für Veranstaltungen, die nach dem 19. April stattfinden, können Sie unter Vorbehalt der weiteren Entwicklung der Pandemie aber dennoch tätigen. Die Geschäftsstelle ist über Telefon zu den Geschäftszeiten sowie jederzeit über E-Mail und Post nach wie vor erreichbar.“

Samstag, 14. März, 13.20 Uhr: Die Gemeinden haben ebenfalls eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. So hat die Gemeinde Gauting alle Bürgermeistersprechstunden abgesagt, Jubilare werden zu deren Sicherheit nicht mehr besucht, und für Fremdnutzer sind alle Sporthallen und Schulen gesperrt. Menschen mit Erkältungssymptomen sind aufgerufen, die Gemeindebücherei nicht mehr zu besuchen (und stattdessen für die Rückgabe von Medien die Rückgabebox zu nutzen). Alle Veranstaltungen in der Bücherei sind abgesagt. Veranstaltungen in praktisch allen Büchereien im Landkreis sind abgesagt. 

Praktisch alle Gemeinden rufen dazu auf, Besuche in der Verwaltung zu vermeiden. Man solle vorher telefonisch erfragen, ob sie das Anliegen nicht auch ohne persönlichen Kontakt klären lässt. 

Folgen hat das Virus auch für den Sport. Welche, lesen Sie hier

Samstag, 14. März, 10.45 Uhr: Bis Freitagabend blieb es im Landkreis bei 35 Fällen. Landrat Karl Roth hat einen Appell an die Landkreisbürger gerichtet. Er schreibt:

„Liebe Bürgerinnen und Bürger,
weil sich das Coronavirus immer weiter ausbreitet, möchte ich Sie heute um ein gemeinsames Vorgehen, Solidarität und Rücksichtnahme bitten. Eines vorweg: Die meisten Infizierten zeigen keine oder nur leichte Erkrankungssymptome. Ein milder Krankheitsverlauf ist glücklicherweise der Regelfall. Das Virus ist aber hoch ansteckend und kann sich deshalb in kurzer Zeit rasch ausbreiten. Für Risikogruppen kann eine Infektion am Coronavirus zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung führen und unter Umständen sogar tödlich sein. Zu diesen Risikogruppen gehören ältere Menschen, Menschen mit gewissen Vorerkrankungen sowie Menschen deren Immunsystem geschwächt ist. Jeder von uns hat in seiner Familie oder im Freundes- und Bekanntenkreis Menschen, die einer dieser Risikogruppen angehören. Und diese Risikogruppen zu schützen, muss unser aller Anliegen sein. 

Rücksichtnahme in Zeiten von Corona bedeutet, dass wir vorsichtig sind für die anderen. Für die, die besonderen Schutz benötigen: für die Älteren, für Mitbürgerinnen und Mitbürger, die durch eine Erkrankung vorbelastet sind - und für unser medizinisches Personal, das gesund bleiben muss, damit Ärzte und Pflegekräfte sich weiterhin um die Kranken kümmern können. 

Aus dieser Rücksichtnahme heraus werden Maßnahmen getroffen, die wir uns noch vor kurzem nicht hätten vorstellen können: Erkrankte Personen und ihre engen Kontaktpersonen müssen isoliert werden, Schulen und Kindereinrichtungen werden geschlossen, Veranstaltungen abgesagt. Die Corona-Epidemie ist damit für uns im Alltag spürbar und sie betrifft jeden Einzelnen von uns.

Nur wenn wir jetzt gemeinsam vorgehen, schaffen wir es, die Epidemie zu verlangsamen und damit unser Gesundheitssystem für die aufrechtzuerhalten, die es wirklich nötig haben. Meine große Bitte an Sie: Helfen Sie uns, die Infektionsketten zu unterbrechen. Halten Sie die notwendige Hygiene ein und meiden Sie den direkten Kontakt. Halten Sie keine Veranstaltungen ab, die nicht wirklich dringend nötig sind. Überlegen Sie auch, ob Vorsprachen in Behörden und Institutionen notwendig sind. 

Wir müssen jetzt zusammenhalten! Lassen Sie uns gemeinsam und stark durch diese schwierige Zeit gehen.“

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom Freitag

Freitag, 13. März, 18.45 Uhr: Noch einige Absagen gibt es zu vermelden. Die Starnberger Musiktage, geplant vom 23. März bis zum 19. April, sind vorerst abgesagt. „Wir haben diese Entscheidung im Interesse unseres Publikums und aller am Festival Beteiligten getroffen, überzeugt davon, momentan so unserer Verantwortung der Gesellschaft und jedem Einzelnen gegenüber am besten gerecht zu werden“, erklärte Gründer Rudens Turku. Allerdings hofft er, die Musiktage im Sommer nachholen zu können, weswegen bereits gekaufte Karten gültig bleiben.

Der Männerchor Gilching 1903 sagt alle Aufführungen seiner Theatergruppe mit dem Titel die "Bierkur"ab. Bereits gekaufte Karten können bei Monika Hartl, Brucker Straße 55,  Gilching, am Mittwoch,  18.,  und Donnerstag, 19. März,  jeweils von 16 bis 18 Uhr zurückgegeben werden. Der Eintrittspreis wird erstattet.

Die CSU hat nach Mitteilung ihres Landratskandidaten Stefan Frey schon am Freitag alle Wahlkampfaktivitäten eingestellt. Gleiches gilt für SPD-Termine, etwa in Herrsching. 

Freitag, 13. März, 18.10 Uhr: Das Jobcenter bittet Bürger wie schon das Landratsamt, von Besuchen abzusehen. Persönliche Vorsprachen seien bis einschließlich 19. April nur in eingeschränktem Maße möglich. Nur Neuanträge für die Grundsicherung können persönlich gestellt werden, alle anderen Kundenanliegen wie Arbeitsvermittlung werden telefonisch oder schriftlich geklärt, hieß es am Freitag in einer Mitteilung. Das Jobcenter ist per Brief, E-Mail Jobcenter-LK-Starnberg@jobcenter-ge.de oder unter  (08151) 95 96 40 erreichbar.

Freitag, 13. März, 17.30 Uhr: Für viele Kandidaten der anstehenden Kommunalwahl wird der Wahlabend etwas sonderbar. Eigentlich wollen sich viele in Rathäusern und im Landratsamt treffen, dort den Eingang der Ergebnisse verfolgen und dann feiern - oder auch nicht, je nach Ausgang. Daraus wird nichts, weil Veranstaltungen zur Wahl reihenweise abgesagt wurden, so seitens des Landratsamtes und der Stadt Starnberg. Einige Spitzenkandidaten werden daher zu Hause vor dem Computer sitzen und den Eingang der Ergebnisse verfolgen – oder unseren Live-Ticker am Sonntag. Die SPD geht andere Wege – sie will eine Online-Wahlpaty feiern.

Freitag, 13. März, 17.05 Uhr: Busfahrer verkaufen vorübergehend keine Tickets mehr – Fahrten erfolgen nach dem Ferienfahrplan. Das meldet der MVV. Die Fahrgäste werden gebeten, ihre Tickets auf anderen Kanälen zu kaufen, beispielsweise an den Ticketautomaten an den Umstiegsbahnhöfen sowie im Web als Online-Ticket unter www.mvv-muenchen.de/onlineticket oder über die Apps als Handy-Ticket. Infos zum Ferienfahrplan gibt es ebenfalls auf der MVV-Internetseite.

Freitag, 13. März, 17 Uhr: Die Pfarreiengemeinschaft Starnberg meldet: „Bis auf Weiteres findet der regelmäßige Kindergottesdienst in der Unterkirche in St. Maria, Starnberg, nicht mehr statt. Eltern und Kinder sind aber eingeladen, in der Oberkirche mit ihrem erweiterten Platzangebot den Gottesdienst mitzufeiern.  Die Lichtnacht, die für Freitagabend 20. März vorgesehen war, wird abgesagt.“ Aber die Pfarreiengemeinschaft betont auch: „Weiterhin stattfinden werden aber unsere Werktags- und Sonntagsgottesdienste. Die Kirchen bleiben auch weiterhin geöffnet. Wir glauben, dass es gerade in dieser Zeit auch wichtig ist „Auszeiten“ und Hoffnungsorte zu haben.“ Um hohe Zahlen an Gottesdienstbesucher zu vermindern, gibt es am Sonntagabend ab 18 Uhr einen zusätzlichen Gottesdienst in St. Maria, Starnberg. Der turnusmäßige Gottesdienst findet um 10.15 Uhr statt.

Freitag, 13. März, 14 Uhr: Jetzt erwischt es auch die urbairische Traditionen. Die Berger Burschen, den die Höhenrainer den Maibaum gestohlen hatten, teilten soeben die Absage des Auslösefestes mit: „Wir möchten, in Absprache mit dem Burschenverein Höhenrain, das Risiko einer Ansteckung bei unserem Fest nicht eingehen. Auch das Gesundheitsamt hat uns zu diesem Schritt geraten. Der Baum kommt trotzdem zurück und das Fest wird auf jeden Fall nachgeholt.“ 

Freitag, 12.45 Uhr: Die Zahl der Corona-Fälle ist wieder gestiegen, nun sind es 35. Positiv getestet wurden ein Bub, ein 41-jähriger Mann und eine 47-jährige Frau, teilte das Landratsamt auf Anfrage mit.

Freitag, 13. März, 12.40 Uhr: Die Meldungen kommen nun im Minutentakt. Im Rummelsberger Stift in Starnberg  hat alle Gottesdienste abgesagt. Die Kraillinger Bücherei schließt bis 4. April, alle Termine sind gekippt. 

Alle Parteien in Gauting stellen mit sofortiger Wirkung den Wahlkampf ein. Infostände im Freien seien zwar möglich, erklärten die Parteien und Gruppierungen, jedoch: „Allerdings ist fast jede Kandidatin/jeder Kandidat auch anderweitig sozial, in Kindergärten, Schulen, Vereinen oder anderen betroffenen Einrichtungen engagiert, hat mittelbar damit zu tun oder ist durch eigene Kinder von den Schließungen nächste Woche betroffen. Hier gilt Sorgfaltspflicht vor Wahlkampfinteressen. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der Kommunalwahl am Sonntag, 15.3., zu beteiligen. Egal, welche Partei oder Gruppierung Sie wählen wollen.“

Freitag, 13. März, 11.15 Uhr: Immer mehr wird eingestellt - auch der Sportbetrieb. Der TSV Starnberg teilte mit: „Folgend den aktuellen Empfehlungen der Ministerien und zahlreicher Sport-Fachverbände im Umgang mit dem ,Corona-Virus‘ wird der Sportbetrieb beim TSV Starnberg - mit Wirkung ab 13.3. um 15 Uhr - vorerst bis zum Ende der Osterferien (19.4.) eingestellt. Dies betrifft alle Sportarten, egal ob diese Belegungen in der Halle oder auf dem Sportplatz stattfinden. Auch das Fitness-Studio bleibt geschlossen. Das Ferienprogramm ,Osterchallenge‘ kann unter diesen Umständen ebenfalls nicht durchgeführt werden. Der TSV Starnberg bittet um Verständnis. Aktuelle Informationen unter tsv-starnberg.de.“

Inzwischen haben auch andere Sportvereine den Betrieb eingestellt, etwa der MTV Berg oder der TSV Perchting-Hadorf. MTV-Chef Andreas Hlavaty: „Die Maßnahme ist zunächst bis zum 23. März 2020 befristet. Eine Verlängerung ist je nach Entwicklung nicht ausgeschlossen und eher wahrscheinlich.“ 

Freitag, 13. März, 10.25 Uhr: Weitere Absagen: Das Theaterforum Gauting stellt den Veranstaltungsbetrieb im Bosco ein. Das Team des Theaterforums habe sich dazu entschlossen, „alle Veranstaltungen des Vereins bis einschließlich 19. April 2020 abzusagen oder wenn möglich zu verschieben. Um eine Gefährdung aller Beteiligten an unseren Veranstaltungen auszuschließen musste sich der Verein für diesen Schritt entscheiden.“ Im Starnberger Seniorentreff sind Repair-Café am Samstag und Spieletreff am Sonntag abgesagt. 

Schluss ist vorerst auch für die Fußballer, meldet der BFV: „Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) setzt als Vorsorgemaßnahme hinsichtlich der weiter steigenden Zahl von Corona-Infizierten und der dynamischen Lageentwicklung den kompletten Spielbetrieb für mindestens zwei Wochen bis einschließlich 23. März 2020 im ganzen Freistaat aus. Alle weitergehenden Informationen veröffentlicht der BFV im Laufe des heutigen Tages auf seinen Kommunikationskanälen.“

Freitag, 13. März, 8.45 Uhr: Das öffentliche Leben kommt immer mehr zum Stillstand. Die CSU Herrsching hat alle Wahlkampftermine abgesagt, Infostände eingeschlossen. Die Nachbarschaftshilfe Andechs hat Veranstaltungen kommende Woche abgesagt. Der Kulturverein Inning schließt kommende Woche die Bücherei komplett. D' Riedberger Hochstadt haben ihre Aufführungen des Stücks "Nebelreißn" auf Herbst verschoben. Das Kinderhaus St. Hedwig in Seefeld lässt seinen Frühjahrsflohmarkt ausfallen. 

Auch die Kolpingsfamilie Starnberg stoppt alle Veranstaltungen, auch die Premiere des Stücks „Das Dschungelbuch“ am Samstag und die Generalversammlung nächste Woche. Vorsitzender Andreas Weger: „Die Entscheidungsfindung war nicht einfach und soll auch keine Panikmache zu vermitteln. Vielmehr ist es der sachlich betrachteten Situation, im Zusammenspiel mit der moralischen Verantwortung dem Mitmenschen und Behörden gegenüber, geschuldet.“

Freitag, 13. März, 8.30 Uhr: Zum Schutz von Patienten und Personal schränken die Krankenhäuser im Landkreis die Besuchsmöglichkeiten ein. Das Starnberger Klinikum hat dazu aufgerufen, die Benedictus-Krankenhäuser in Feldafing und Tutzing haben strenge Regeln erlassen: einmal Besuch pro Tag, nur zwei Besucher und einiges mehr. 

Freitag, 13. März, 8 Uhr: Bayern schließt alle Schulen ab Montag. Das melden Medien und die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Regierungskreise. Damit werden auch alle Schulen im Landkreis bis zum Beginn der Osterferien dichtgemacht. Diese Entscheidung war erwartet worden, nachdem Ministerpräsident Markus Söder einen solchen Schritt nicht mehr ausgeschlossen hatte und für Freitag eine Pressekonferenz angekündigt wurde. Derzeit sind im Landkreis Starnberg sechs Schulen geschlossen, teils wegen Verdachtsfällen. Mehr zur Lage in Bayern in unserem überregionalen Ticker.

Freitag, 13. März, 7.45 Uhr: „Aus präventiven Gründen“: Helmut Kilian, Leiter des Starnberger Seniorentreffs, informierte gestern die Besucher mit einem Aushang an der Tür. Die Einrichtung ist nur ein Beispiel für die vielen Schließungen im Landkreis. Die soziale Koordinierungsstelle Herrschinger Insel verzichtet aus Vorsichtsgründen vorläufig auf ihren Inselmarkt. Der Secondhand-Markt findet üblicherweise montags, dienstags, donnerstags, freitags und während des Repair Cafés statt.

Coronavirus im Landkreis Starnberg: Die Meldungen vom Donnerstag

Donnerstag, 12. März, 22.00 Uhr:  Für die Volleyballer der 1. und 2. Bundesliga und damit für die Herrschinger Bundesliga-Herren ist die Saison vorbei.  Grund dafür sei die "sich rasant verändernde Situation", hieß es in einer Mitteilung der Bundesliga (VBL). Am Nachmittag hatte die VBL noch verkündet, die Hauptrunde beenden zu wollen. Durch die Entscheidung werden in diesem Jahr keine Meistertitel vergeben.

Donnerstag, 12. März, 20.20 Uhr: Eine klare Entscheidung traf das Bayerische Rote Kreuz am Nachmittag: Im BRK-Schloss Garatshausen und im Rotkreuzhaus Gilching gilt bis auf Weiteres ein „weitgehendes Betretungsverbot“ für Besucher. So formulierte es Marcus Wicke, Bereichsleiter Senioren und Pflege. Insgesamt wohnen rund 250 Menschen in den beiden Einrichtungen. Ausnahmen gelten für Ärzte, in Notfällen für Angehörige und für Handwerker, die nicht aufschiebbare Arbeiten erledigen müssen. 

Donnerstag, 12. März, 19.20 Uhr:  Es gibt drei weitere Fälle. Drei Männer im Alter von 36, 52 und 60 Jahren wurden positiv getestet. Die Gesamtzahl ist damit im Landkreis auf 32 gestiegen. Am Mittwochabend waren es noch 22.

Donnerstag, 12. März, 18.10 Uhr: Die Herrschinger Bundesliga-Volleyballer dürfen die Hauptrunde noch zu Ende spielen - allerdings ohne Zuschauer. Am Mittwochabend hatte es noch geheißen, sie müssten die Zuschauerzahl lediglich auf 250 begrenzen. 

Donnerstag, 12. März, 17.40 Uhr: Die Zahl der Infizierten ist auf 29 gestiegen. Schüler aus dem Landkreis sind auch von Schulschließungen in anderen Kreisen betroffen - die Berufsschule Weilheim ist dicht, die FOS/BOS nebenan ebenso. Die FDP hat ein Bürgergespräch am Samstag in Krailling abgesagt, der Pfarrverband Aufkirchen lässt alle Fastenessen ausfallen.Der Maschinenring hat die Jahreshauptversammlung (17. März) abgesagt. 

Donnerstag, 12. März, 15 Uhr: Die Zahl der Infizierten im Landkreis Starnberg liegt inzwischen bei 28, wie Landrat Karl Roth am Rand einer Ausschusssitzung sagte. Er rechnet mit weiteren Fällen. Man werde sich den Pandemieplan für den Landkreis sehr intensiv anschauen. Roth hofft, für das Gesundheitsamt bald Verstärkung vom Freistaat zu bekommen. 

Donnerstag, 12. März, 14.30 Uhr: Das Landratsamt bittet Bürger, von Besuchen in der Behörde abzusehen. „Bitte überlegen Sie sich, ob für Ihren Fall eine persönliche Vorsprache nötig ist“, heißt es zum Beispiel an der Eingangstüre. Das Landratsamt ist telefonisch unter 08151/1480 zu erreichen.

Donnerstag, 12. März, 13.40 Uhr: Inzwischen ist eine weitere Schließung bekannt. So bleibt „Early Childhood“ (Kindergarten) in Starnberg voraussichtlich bis 13.3.2020 geschlossen. 

Das Virus hat auch Auswirkungen auf Bereiche, an die man zuerst nicht denkt. Gilchings Bürgermeister Manfred Walter hat alle Geburtstagsbesuche bei Senioren abgesagt, um sie zu schützen.

Donnerstag, 12. März, 12.20: Wegen des Coronavirus trifft die Gemeinde Pöcking Vorsichtsmaßnahmen: Das Wahllokal „Niederpöcking Kindertagesstätte“ (Ferdinand-von-Miller-Str. 14) wird am Sonntag nicht öffnen. Die Wähler von Stimmbezirk 4 können stattdessen im ehemaligen DGB-Bildungswerk (Ferdinand-von-Miller-Str. 7) abstimmen – genau gesagt im großen Saal der Villa Zitzmann. „Es gab Bedenken von Eltern, deren Kinder die Tagesstätte besuchen“, sagt Wahlleiter Sven Neumann auf Nachfrage des Starnberger Merkur. Eine weitere Vorsichtsmaßnahme: Bei vergangenen Wahlen diente der Musiksaal der Schule als Wahllokal. Diesmal wird es die weitläufigere Turnhalle sein.

Donnerstag, 12. März, 11.30 Uhr: Der Verband Wohnen schließt ab sofort komplett, nachdem dort drei weitere Corona-Fälle nachgewiesen wurden. „Deshalb müssen noch zusätzliche Mitarbeiter*innen in häusliche Quarantäne. Die Geschäftsstelle wird bis einschließlich 27.03.2020 geschlossen und ist nicht besetzt“, teilte der Verband soeben mit. Anfang der Woche hatte es den ersten Fall in den Reihen der Verwaltungsmitarbeiter gegeben. Für Notfallreparaturen werde auf die Aushänge in den Treppenhäusern der Wohnanlagen verwiesen.

Die Gesamtzahl der Fälle hat sich am Vormittag weiter erhöht. Es sind jetzt 28.

Donnerstag, 12. März, 11.00 Uhr: Gute Nachrichten gibt es derzeit auch. So sind die Verdachtsfälle in der Kindereinrichtung „Henry & Henriette“ in Gauting und in Klassen des Otto-von-Taube-Gymnasiums geklärt - es sind keine Corona-Fälle. Damit müssen die 8e und die 12. Klassen des Gymnasiums ab Freitag wieder in den Unterricht. Die Kindereinrichtung ist ab Freitag wieder geöffnet. Geschlossen sind diese Kitas: 

  • Waldkindergarten Gauting (voraussichtlich bis 13.3.2020 geschlossen)
  • Kinderkrippe Storchennest Unterbrunn (voraussichtlich bis 17.3.2020 geschlossen)
  • Hort Hochstadt „Villa Kunterbunt“ (voraussichtlich bis 17.3.2020 geschlossen)
  • Kindergarten Spielkiste e. V. in Gauting (voraussichtlich bis 13.3.2020 geschlossen)

Donnerstag, 12. März, 10.30 Uhr: Die Zahl der Corona-Fälle im Landkreis hat sich bis Donnerstagmorgen auf 26 erhöht. „Die Ausbreitung des Coronavirus zeigt mittlerweile Auswirkungen auf fast alle Bereiche unseres Lebens. Schulen und Kindergärten müssen geschlossen werden. Veranstaltungen werden abgesagt. Die Nachverfolgung der Infektionsketten, Identifizierung von Kontaktpersonen und Anrufe besorgter Bürger bringen die betroffenen Abteilungen des Landratsamtes, insbesondere das Gesundheitsamt, an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit“, teilte das Landratsamt Starnberg mit. 

Und weiter: „Um einen Ausfall in der Belegschaft des Landratsamtes zu verhindern, bitten wir die Bürger ihren persönlichen Kundenkontakt zum Landratsamt einzuschränken. Die Bürger werden gebeten, abzuklären, ob für Ihren Fall, für Ihr Anliegen, ein persönliches Erscheinen nötig ist. Es gibt viele Angelegenheiten, für die eine Vorsprache nicht erforderlich ist. Die Mitarbeiter des Landratsamtes helfen telefonisch oder per Email gerne bei der Entscheidung. Hier finden Sie die Kontaktdaten: www.lk-starnberg.de. Unterstützung bietet auch der Bürgerservice des Landratsamtes unter 08151/14 80 sowie info@lra-starnberg.de.“

Besorgten Bürger rät die Behörde, sich bei Fragen zum Coronavirus an die Hotline des Gesundheitsministeriums zu wenden: 09131 68 08 51 01. Das Gesundheitsamt Starnberg ist unter (08151) 14 89 00 zu erreichen, der Ärztliche Notdienst unter der Nummer 116 117.

Donnerstag, 12. März, 8.45 Uhr: Weitere Veranstaltungen sind abgesagt worden. Dazu zählt ein Schafkopfturnier der Feuerwehr Söcking am 28. März. Vorsitzender Fritz Obermeier: „Da es wahrscheinlich ist, dass Personen unter den Teilnehmern sind, die es besonders zu schützen gilt haben wir uns dazu entschlossen.“ Abgesagt ist eine Veranstaltung unter dem Titel „Muße und Gelassenheit“  am Freitag im Pöckinger Waschhäusl und ein Clubabend des Film- und Videoclubs Starnberger See am Dienstag in Starnberg.

Das Starnberger Klinikum bittet darum, Patientenbesuche einzuschränken, um einer Verbreitung des Virus entgegenzuwirken.

Die Meldungen vom Mittwoch

Mittwoch, 11. März, 19.25 Uhr: Das Landratsamt meldet einen weiteren Infizierten. Dabei handelt es sich um einen 36 Jahre alten Mann. Damit steigt die Zahl der aktuell Infizierten im Landkreis auf 22. 

Wegen Verdachtsfällen bleibt bis Freitag, 13. März, die Munich International School (MIS) in Buchhof geschlossen. Dort könnte ein Schüler aus dem Urlaub in Südtirol das Virus mitgebracht haben. Bis 17. März geschlossen sind jetzt auch die Grundschule Oberpfaffenhofen inklusive Turnhalle, Mittagsbetreuung und Hort in Hochstadt.

Für das letzte Saisonheimspiel der WWK Volleys Herrsching in der Volleyball-Bundesliga am Samstag gegen Frankfurt hat das Landratsamt derweil eine Zuschauerobergrenze erlassen. Maximal 250 Besucher dürfen in die Nikolaushalle.

Mittwoch, 11. März, 17.55 Uhr: Das Landratsamt meldet für Mittwoch fünf weitere Infizierte - drei Männer (32, 53 und 67 Jahre alt) und zwei Frauen (16 und 37). Ihnen gehe es gut, sagte Landratsamtssprecherin Barbara Beck.

Mittwoch, 11. März, 17.30 Uhr:Die Montessori-Schule Inning wird wegen zwei Verdachtsfällen auf Coronainfektionen vorsorglich geschlossen. Das hat das Landratsamt mitgeteilt. Die Schülerinnen und Schüler werden gebeten, bis einschließlich 13. März nicht in die Schule zu kommen. Bei zwei Schülern aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen bestehe der Verdacht einer Corona-Erkrankung. Gesundheitsamt und Schulleitung haben entschieden, die Schule so lange zu schließen, bis die Verdachtsfälle aufgeklärt sind.

Mittwoch, 11. März, 16 Uhr: Die Stadt Starnberg hat alle städtischen Veranstaltungen bis einschließlich 19. April abgesagt. Diese Entscheidung betrifft die Veranstaltungen im Kulturbahnhof, im Museum Starnberger See, in der Musikschule, in der Stadtbücherei und in der Schlossberghalle, teilte Bürgermeisterin Eva John schriftlich mit. Und sie bat auch die Veranstalter externer Veranstaltungen in der Schlossberghalle „dringend“ darum, alle geplanten Termine zu verschieben. 

Sie habe diese Entscheidung nach Beratung und im Einvernehmen mit den sachlich befassten Amtsleitern der Stadt Starnberg und unter Einbeziehung der Risikobewertung des bayerischen Gesundheitsministeriums getroffen, erklärte John. „Bei allen Veranstaltungen war eine räumliche Nähe der Teilnehmer ebenso zu befürchten wie die Schwierigkeit der Kontaktpersonennachverfolgung.“ 

Es sei wahrscheinlich, dass viele Personen unter den Teilnehmern seien, die es besonders zu schützen gelte, und Hygiene-Maßnahmen nicht ausreichend durchgeführt werden könnten, betonte John. „Es war eine sehr schwierige Entscheidung, da die Partner der Stadt und auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung bereits viel Arbeit in die Ausrichtung der Veranstaltungen investiert haben“, sagte John. „Eine klare Linie erscheint uns aber im Sinne der Beteiligten und im Hinblick auf den Schutz unserer Bevölkerung richtig.“ 

Erste betroffene Veranstaltungen sind die für Donnerstag geplante Eröffnung der Ausstellung „Schätze schauen“ im Museum Starnberger See, das Konzert von Ami Warning am Freitag im Kulturbahnhof und die Präsentation der Wahlergebnisse am Sonntagabend in der Schlossberghalle.

Mittwoch, 11. März, 14 Uhr:Die Landkreis-Grünen fahren ihren Wahlkampf wegen des Coronavirus drastisch zurück. Wie Vorsitzende Kerstin Täubner-Benicke mitteilt, werden „alle Veranstaltungen drinnen und draußen, darunter fallen auch Wahlpartys“ abgesagt. Auch auf den Haustürwahlkampf verzichten die Grünen ab sofort. „Damit wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen und ältere und schwächere Menschen zu schützen“, heißt es in der Mitteilung.

Mittwoch, 11. März, 13 Uhr: Auch einige Wahlhelfer im Landkreis haben ihren Einsatz am Sonntag abgesagt. Die Briefwahlquoten in den Gemeinden steigen weiter. 

Mittwoch, 11. März, 11.40 Uhr: Nun hat auch die Feuerwehr Hechendorf ihre Jahreshauptversammlung abgesagt. Sie sollte am Donnerstag um 20 Uhr im neuen Feuerwehrhaus stattfinden. Um die Einsatzfähigkeit zu gewährleisten, habe man sich zu der Maßnahme entschieden, teilte Kommandant Alexander von Dehn mit. Die DAV-Sektion Starnberg sagt den für Donnerstag im Vereinsheim geplanten Filmvortrag „Starnberger Land und Leute“ ab. Die Theatergruppe Feldafing verzichtet vorerst auf die Aufführungen des neues Stücks „Wias lafft laffts“, die Ende März/Anfang April stattfinden hätten sollen. 

Mittwoch, 11. März, 9 Uhr: Die Zahl der Veranstaltungsabsagen steigt. So wurde ein Filmabend beim Starnberger Alpenverein am Donnerstag abgesagt; auch die Theatergruppe Feldafing setzte ihre für Monatsende geplanten Vorstellungen des Stücks „Wias lafft laffts“ auf unbestimmte Zeit aus. 

Starnbergs Kreisbrandrat Peter Bauch hat eine Kreisausbildung für Atemschutzträger vorerst gestoppt, aber nur diese eine Ausbildung. Andere laufen weiter. „Wir wollen keine Panik verbreiten“, sagt er, jedoch hält er die Absage der Atemschutzausbildung für geboten. Wie es einzelne Feuerwehren mit Dienstversammlungen und Ausbildungen hielten, liege in deren Entscheidungskompetenz. Einige haben entschieden: Die Feuerwehr Leutstetten sagte ihre Dienstversammlung mit Neuwahlen (20. März) ab.

Coronavirus: Grüne verzichten auf Habeck-Veranstaltung

Dienstag, 10. März, 20.20 Uhr: Das war absehbar: Die Grünen haben eine für Freitag in Pöcking geplante Veranstaltung mit Robert Habeck abgesagt. „Sehr gerne hätten Robert Habeck und wir uns den Fragen der Bürgerinnen und Bürger gestellt, unsere Vorstellungen für die Zukunft erläutert und diskutiert. Um die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus zu verlangsamen und damit Kranke, chronisch Kranke und Ältere zu schützen und die Ärztinnen und Ärzte sowie das Pflegepersonal zu unterstützen, haben wir uns entschieden, die Veranstaltung abzusagen“, erklärte die Kreisvorsitzende der Grünen, Kerstin Täubner-Benicke, am Dienstagabend.

Dienstag, 10. März, 19 Uhr: Die nächste Schulschließung: Das Landratsamt verfügte am Dienstagabend eine Schließung der Grundschule Weßling (Schulstraße 1). Dort sei eine Lehrerin positiv getestet worden, erklärte eine Sprecherin. Deswegen seien auch andere Lehrkräfte in häuslicher Quarantäne. Die Schließung gilt bis 17. März. Damit sind drei Schulen ganz geschlossen. 

Dienstag, 10. März, 18 Uhr: Die Fallzahl ist am Nachmittag nicht weiter angestiegen. Es gibt aber neue konkrete Verdachtsfälle, was Unterrichtsausfall für Gautinger Gymnasiasten bedeutet. Das Landratsamt teilte dazu soeben mit: „Im Otto-von-Taube-Gymnasium Gauting werden wegen Verdachtsfällen auf Coronainfektionen vorsorglich zwei Klassen vom Unterricht ausgeschlossen. Betroffen ist die Klasse 8 e und die Jahrgangsstufe 12. Die betroffenen Schülerinnen und Schüler werden gebeten, bis einschließlich 12. März nicht in die Schule zu kommen. Bei zwei Schülern, aus unterschiedlichen Klassen, besteht der Verdacht einer Corona-Erkrankung.“ Gesundheitsamt und Schulleitung hätten entschieden, die betroffenen Klassen so lange vom Unterricht auszuschließen, bis die Verdachtsfälle aufgeklärt sind.

Zahlreiche Veranstaltungen wegen Coronavirus abgesagt

Dienstag, 10. März, 17.15 Uhr: Die Absagen von Veranstaltungen mehren sich. Die CSU sagte eine Veranstaltung der Ortsverbände Gauting und Krailling am Donnerstag mit Landtagspräsidentin Ilse Aigner in Krailling ab. „Der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung steht an oberster Stelle. Dahinter müssen alle anderen Belange zurückstehen. Das gilt selbstverständlich auch für politische Veranstaltungen“, erklärte Gautings CSU-Chef Stephan Ebner. Abgesagt sind  Frühlingskonzerte des Landschulheims Kempfenhausen, einige Secondhand-Märkte, ein Richtfest und anderes. 

Dienstag, 10. März, 15.15 Uhr: Das Coronavirus hat den Verband Wohnen im Landkreis Starnberg erreicht. Geschäftsführer Michael Vossen soeben per Pressemitteilung: „Heute wurde beim Verband Wohnen bei einer Mitarbeiterin das sich derzeit ausbreitende Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Das Gesundheitsamt Starnberg hat daraufhin in Abstimmung mit der Geschäftsleitung eine Heimquarantäne für einige Mitarbeiter*innen des Verbandes angeordnet, Parteiverkehr wird bis auf Weiteres nicht stattfinden. In dringenden Fällen ist der Verband telefonisch oder per E-Mail zu erreichen. Wir bitten um Verständnis, wenn es bei der Bearbeitung infolgedessen zu Verzögerungen kommt.“

Dienstag, 10. März, 13 Uhr: Die Schließung des Kinderhauses in Gauting dauert bis 12. März, also Donnerstag, wie der Landkreis soeben mitteilte. Die Eltern werden gebeten, ihre Kinder nicht in die Einrichtung zu bringen. Gesundheitsamt und Einrichtungsleitung hatten entschieden, die Einrichtung mit Kinderkrippe, Kindergarten und Hort zu schließen, bis der Verdachtsfall aufgeklärt ist. Zum der Einrichtung des BRK gehört auch ein Seniorenteil, der jedoch noch nicht bezogen ist.

Dienstag, 10. März, 11.15 Uhr: Die Zahl der Corona-Fälle in diesem Jahr im Landkreis ist weiter angestiegen. Seit Mitte voriger Woche gab es nach neuen Zahlen 14 Fälle. Am Dienstag schloss das Landratsamt vorsorglich das Kinderhaus Henry & Henriette in Gauting. Unter dem Personal gibt es einen konkreten Verdachtsfall, aber keinen bestätigten Fall. Die Einrichtung bleibt laut Landratsamt vorerst bis Donnerstag geschlossen. 

Der aktuelle Stand bei den Schulen: FOS Starnberg und Gymnasium Tutzing sind geschlossen. Mehrere Veranstaltungen sind abgesagt werden, unter anderem ein Second-Hand-Basar in Tutzing und ein Richtfest. 

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