Alpenverein Starnberg

DAV will Nachwuchsarbeit ausbauen

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In Starnberg gründet sich ein neuer DAV-Jugendausschuss, und nach den Sommerferien sind neue Gruppen geplant. 

Starnberg – Gemeinsam klettern, wandern, radeln, zelten, spielen, grillen, lachen – die Jugendarbeit des Deutschen Alpenvereins (DAV) ist vielerorts hoch angesehen. Auch die Jugendgruppen der Sektion Starnberg sind mit jeweils 12 bis 16 Mitgliedern ausgebucht. Ob bei den „Kletter-Enten“, bei „Felix und die starken Frauen“ oder bei der Gruppe „High Hopes“ – „es gibt Wartelisten“, berichtet Jugendreferentin Astrid Süßmuth (45) im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Aber sie macht gleichzeitig Hoffnung: „Wir wollen weitere Jugendgruppen aufbauen.“

Zwei Mitglieder der Sektion würden Ende der Sommerferien mit ihrer Jugendleiterausbildung fertig werden, sagt sie. Und dann kann es gut sein, dass weitere Kinder und Jugendliche in den Genuss des umfangreichen Programms kommen und dabei auch gemeinsame Ausflüge auf die beiden Hütten der Sektion unternehmen, das Hohenzollernhaus in den Ötztaler Alpen und die Hörnlehütte bei Bad Kohlgrub.

Bis dahin wird auch der neue Jugendausschuss seine Arbeit aufgenommen haben. Er gründet sich am heutigen Dienstag, 10. Juli. Für 17 Uhr lädt Süßmuth zur ersten Jugendvollversammlung der Sektion Starnberg ins Vereinsheim (Am Schlosshölzl 17) ein. Hintergrund ist eine Satzungsänderung, die es Kindern und Jugendlichen ermöglichen soll, „aktiv an der Gestaltung der Sektionsjugend mitzuwirken und ihre Interessen in der Sektion zu vertreten“, erklärt Süßmuth. Bislang gab es solche eigenständigen Jugendvertretungen innerhalb des DAV nicht. „Wie planen wir künftig unsere Arbeit? Wer geht auf Fortbildungen?“, skizziert die Jugendreferentin zwei Themen, bei denen die Jugendlichen künftig mehr Verantwortung und Selbstverwaltung übertragen bekommen.

Wie wichtig die jungen Leute innerhalb des DAV sind, verdeutlichen die Zahlen: Jedes siebte Mitglied der Sektion Starnberg – insgesamt 300 der gut 2000 Mitglieder – ist nicht älter als 27 Jahre, was innerhalb des Vereins die Altersgrenze definiert. Eine große Gruppe, die Astrid Süßmuth im Vorfeld der Sitzung allerdings vor ein ganz neues Programm gestellt hat: Aufgrund der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sei es innerhalb des Alpenvereins nämlich nicht mehr erlaubt, Mitgliederlisten zum Beispiel auszudrucken, um nur einen bestimmten Teil anzuschreiben, erklärt sie. Folge: Die Jugendreferentin konnte die jungen Leute nicht persönlich zu der Versammlung am heutigen Dienstag einladen. Dennoch hofft sie auf eine rege Teilnahme.

Wie sehr einen der Virus Alpenverein befallen kann, beweist im Übrigen Astrid Süßmuth selbst. Von klein auf ist sie Mitglied im DAV, seit etwa zehn Jahren Jugendreferentin der Sektion Starnberg, die ihr längst eine zweite Heimat geworden ist.

Rubriklistenbild: © dpa

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