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Der Gitarren-Lehrmeister Starnbergs: Hunderte Schüler in 40 Jahren

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Von: Laura Forster

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Generationen von Schülern lernten bei Peter Jermer Gitarre spielen.
Generationen von Schülern lernten bei Peter Jermer Gitarre spielen. © privat

Musiker aus Leidenschaft, das ist Peter Jermer – auch nach seinem Ruhestand als Gitarrenlehrer an der Musikschule Starnberg. Hunderten Schüler hat der Weßlinger das Spielen auf dem Saiteninstrument beigebracht. Am kommenden Sonntag gibt er sein Abschiedskonzert im Orlandosaal.

Starnberg – Jung und Alt, Groß und Klein: Peter Jermer hat in seiner mehr als 40 Jahre langen Zeit als Musiklehrer an der Musikschule Starnberg eine Schar von Schülerinnen und Schülern unterrichtet. Eine Zahl kann er nicht nennen. „Manche haben bald wieder mit dem Gitarre spielen aufgehört, andere sind jahrelang dabei geblieben, und Ausnahmen haben ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht – wie Jakob Wagner“, erinnert sich Jermer. Der „Jugend musiziert“-Bundespreisträger hat seine ersten Stunden als Kind bei dem heute 66-Jährigen genommen. Die beiden stehen immer noch in Kontakt. „Dass er es so weit gebracht hat, macht mich natürlich schon stolz.“

Jermer hat nach seinem Studium der Klassischen Gitarre in München Ende der 70er-Jahre als Musiklehrer bei der Musikschule Starnberg angefangen. „Ich habe schon während meiner Uni-Zeit in Starnberg als Aushilfslehrer gearbeitet. Der damalige Leiter Rüdiger Schwarz hat mich gefragt, ob ich nicht weitermachen möchte.“ Jermers Kommilitone Hartmut Taddigs bekam ebenfalls eine Stelle in Starnberg und wechselte später zur Musikschule nach Gauting-Stockdorf. Zusammen mit zwei weiteren Musikern waren die beiden Teil des Hense-Quartetts und tourten quer durch Europa. „Das musste natürlich gut getimet sein und ging nur in den Schulferien, wenn wir keinen Musikschulunterricht gegeben haben“, sagt Jermer. der in Weßling wohnt. Auch solo trat Jermer mit seiner Gitarre auf, nahm eine ganze Reihe von CDs auf und komponierte Liederzyklen, Filmmusik und natürlich auch viele Werke für sein Instrument. Seine Frau, die als Sängerin tätig ist, und auch sein Sohn, der E-Bass spielt, haben sich ebenfalls der Musik verschrieben.

Ende der 1970er-Jahre kam er mit Kommilitone Hartmut Taddigs (Foto links, r.) an die Musikschule Starnberg.
Ende der 1970er-Jahre kam er mit Kommilitone Hartmut Taddigs (Foto links, r.) an die Musikschule Starnberg. © privat

Zuhause in seinem „Übungskämmerchen“ wie Jermer es nennt, hängt seine Gitarrensammlung. Drei seiner Schätze hat er in den vergangenen Tagen neu besaitet. „Die kommen in die engere Auswahl“: für Jermers großen Auftritt am kommenden Sonntag, 25. September. Bereits zu Beginn der Pandemie ist der Musiker in den Ruhestand gegangen, das große Abschiedskonzert findet jedoch erst diese Woche statt. Coronabedingt musste es mehrfach verschoben werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Ort der Veranstaltung ist der Orlandosaal der Musikschule. „Als ich als Lehrer begonnen habe, war die Musikschule noch in der Schlossberghalle untergebracht, später wechselten wir in den Seehof, in eine Villa in der Innenstadt und dann in das ehemalige Altenheim, wo die Musikschule auch heute noch beheimatet ist“, erinnert sich der 66-Jährige.

Im Rahmen einer Matinee für Gitarre solo zeigt Peter Jermer am Sonntag um 11 Uhr sein Können. Auf dem Programm stehen dabei Eigenkompositionen Jermers, mit deren Widmungen er Aufschluss gibt über seine künstlerischen Inspirationen: Franz Schubert, Béla Bartók und George Harrison versprechen eine musikalisch schillernde Matinee, vorgetragen von einer ebenso schillernden Persönlichkeit des Starnberger Kulturlebens, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Der Eintritt ist frei.

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