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Das soll das neue Forum der Munich International School werden: Der viergeschossige Campanile-Neubau anstelle des bisherigen Kopfbaus der Junior-School dient als Abschluss des Bereichs, der vermutlich auch ein langes Dach erhält.

Schulentwicklung

Ein Masterplan für die Munich International School

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Die Munich International School (MIS) will mit dem „Masterplan 2035“ in die Zukunft gehen. Auf dem Gelände in Buchhof sind in den nächsten Jahren mehrere Neu- und Umbauten geplant. Der Bauausschuss hat dem im Grundsatz zugestimmt.

Percha – Einmütiges Lob, einmütige Zustimmung – eine solch umfassende Wertschätzung erfahren Bauherren im Starnberger Bauausschuss eher selten. Den Verantwortlichen der Munich International School (MIS) ist es aber in der jüngsten Sitzung des Gremiums gelungen. Zusammen mit dem Münchner Architekt und Stadtplaner Professor Florian Burgstaller präsentierte MIS-Geschäftsführer Roman Friemel den Stadträten den Masterplan 2035.

„Wir brauchen mehr Platz für unsere Schüler“, sagte Friemel. 1280 besuchen aktuell die MIS, in den nächsten Jahren soll sich die Zahl bei 1300 einpendeln. Die städtebauvertraglich zulässige Höchstzahl von 1500 Schülern strebe die MIS derzeit nicht an. Dennoch sei es erforderlich, den Campus auf Gut Buchhof zu verändern. „Das Angebot an Unterrichts- und Sporträumen soll verbessert, die Freiflächen sollen aufgewertet werden“, heißt es im Masterplan. „Wir entwickeln aus dem Bestand heraus und versuchen, etwas Ganzes daraus zu machen“, sagte Burgstaller mit Blick auf vier geplante Ausbaustufen.

Stufe eins umfasst den Bau einer Vierfach-Sporthalle. Diese soll im östlichen Bereich des Geländes im unmittelbaren Anschluss an die derzeitige Turnhalle entstehen, wofür Teile der Außensportanlage weichen müssen. Sie wäre auch groß genug, um als Veranstaltungsraum für die Schulgemeinschaft zu dienen – „bislang ist es nicht möglich, dass sich Schüler an einem Ort treffen“, sagte Friemel. Die bisherige Zweifach-Turnhalle soll in Ausbaustufe zwei zu einem Innovationszentrum mit analoger und digitaler Bibliothek, flexiblen Klassenräumen und Kleingruppenbereichen umgebaut werden. Der Weg zwischen diesen Gebäuden auf der einen und den bestehenden Unterrichtsgebäuden auf der anderen Seite erhält besondere Bedeutung: als Forum, als Freifläche mit hoher Aufenthaltsqualität – „vielleicht sogar mit einem langen Dach“, sagte Burgstaller.

Dieses Forum wiederum führt am westlichen Ende zum bestehenden Kopfbau der Junior-School. Dieses Gebäude soll in Ausbaustufe drei einem viergeschossigen Campanile weichen. „Nicht höher als das Schloss“, sagte Burgstaller, für den das Gebäude als Begrenzung des neu zu schaffenden Platzes Bedeutung hat. Ausbaustufe vier schließlich besteht aus einem zweigeschossigen Erweiterungsbau mit Unterrichtsräumen und Mensa-Erweiterung, der südlich parallel zum bestehenden Schulgebäude vorgesehen ist.

„Toll, was Sie da entwickeln“, lobte Markus Mooser (WPS). „Sehr überzeugend“, fand Iris Ziebart (FDP) die Überlegungen. Einstimmig fasst der Ausschuss den Beschluss, den bestehenden Bebauungsplan auf Grundlage der dargelegten Entwicklungen zu ändern, wenn die MIS einen entsprechenden Entwurf erarbeitet.

Einhelliger Wunsch ist es zudem, endlich einen direkten Anschluss an die A 952 zu bekommen. Der Hol- und Bringverkehr sei „für Percha unzumutbar“, sagte Gerd Weger (CSU). „Wir sind stolz auf die Schule, aber das darf nicht zu Lasten der Bevölkerung gehen.“ Der Masterplan biete die Möglichkeit, bei der Autobahndirektion Südbayern vorstellig zu werden, pflichtete Ludwig Jägerhuber (CSU) bei. Gemeinsam könnten Stadt Starnberg, Landeshauptstadt München und MIS vielleicht etwas erreichen. „Wir hoffen, dass sich der eine oder andere Bedenkenträger überzeugen lässt, wenn wir sehr gute Argumente haben“, sagte Bürgermeisterin Eva John.

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