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„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind...“: Die Hortkinder von St. Nikolaus begrüßten die Ehrengäste in ihren neuen Containern mit diesem fröhlichen Lied. Nach der Einweihung durch Bürgermeisterin Eva John (Mitte) segnete Pfarrer Dr. Andreas Jall (links daneben) die Räume.

St. Nikolaus

Ein neues Zuhause für 26 Hortkinder

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An der katholischen Kindertagesstätte St. Nikolaus wurden die Container für den Hort eingeweiht und gesegnet. Derweil laufen bereits die Planungen für eine Sanierung und Aufstockung des bestehenden Kita-Gebäudes.

Starnberg – Der Garten, die Erzieherinnen, die Freunde, die liebevolle Betreuung – wer seine Kindheit in der katholischen Kindertagesstätte St. Nikolaus verbracht hat, dürfte sich zeitlebens gerne daran erinnern. Nun gibt es für einige Kinder eine Verlängerung im Tannenweg: Am Freitagnachmittag nämlich wurde dort der neue Hort offiziell von Bürgermeisterin Eva John eingeweiht und von Stadtpfarrer Dr. Andreas Jall gesegnet.

Gewiss: Noch ist es ein Provisorium. Die 26 Kinder sind in Containern untergebracht. Aber zum einen sind es „die modernsten, die es derzeit gibt“, sagte Eva John. Zum anderen sind es doppelt so viele Plätze wie in der halben Hortgruppe, die seit einem Jahr im Untergeschoss der Kita untergebracht war. Und zum dritten laufen ja längst die Überlegungen, das Kindergartengebäude energetisch zu sanieren und aufzustocken, um dann dort ausreichend Platz für den Hort zu haben. „So lange können die Kinder aber nicht warten“, sagte die Bürgermeisterin – schließlich nehme der Bedarf an Hortplätzen auch in Starnberg weiter zu.

Und so gingen Stadt und katholische Pfarrgemeinde das Projekt am Tannenweg gemeinsam an. Die Stadt übernimmt die jährlichen Kosten für die Container in Höhe von 60 000 Euro. Für die Ausstattung und die regelmäßigen Unterhaltskosten kommt die Kirche auf. Treibende Kraft im Hintergrund war Kitaleiterin Nadine Wackerl, die immer wieder auf die Notwendigkeit eines Horts hingewiesen hatte.

„26 Kinder haben hier ein neues Zuhause gefunden“, sagte sie am Freitag. Die meisten von ihnen besuchen die Grundschule am Schlossberg und sind nun nach Schulschluss am Tannenweg versorgt. „Das ist eine tolle und wertvolle Förderung unserer Kinder“, sagte Pfarrer Jall. „Wir haben den Auftrag als Kirche, immer bei den Kindern zu sein“ – eine Verantwortung, die die Gemeinde „selbstverständlich“ weiter wahrnehmen werde.

Genau dazu passt das geplante Bauvorhaben, für das die Kirchenstiftung St. Maria als Bauherrin verantwortlich ist, dabei aber wie bisher auf Unterstützung der Stadt zählen kann. „Aktuell läuft die Ausschreibung für die Betreuung des Architektenwettbewerb“, sagte Eva John. Dieser könne gegebenenfalls Anfang 2018 starten, sodass Mitte nächsten Jahres die Ergebnisse vorliegen. Kirchenpfleger Dr. Richard Leopold rechnet mit einem Baubeginn nicht vor 2020. „Das ist kein kleines Projekt“, betonte er. Die Investitionssumme dürfte um die zwei Millionen Euro betragen.

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