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Dr. Michael Krenn vertritt die Eigentümerin des Centrums in der Starnberger Innenstadt bei den Verkaufsverhandlungen. Interessenten für die Übernahme der Ladenpassage seien bereits vorstellig geworden, berichtete er im Gespräch mit dem Starnberger Merkur.

Innenstadtentwicklung

Erste Einheiten des Centrums verkauft

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Der Verkauf des Centrums in der Starnberger Innenstadt hat begonnen. Dr. Michael Krenn, Geschäftsführer der Eigentümergesellschaft, erwartet am Samstag Vertreter des Stadtrats zum Ortstermin.

Starnberg – Eine Penthouse-Wohnung: verkauft. Eine 282 Quadratmeter große Arztpraxis: verkauft. Eine 206 Quadratmeter große Büroeinheit: verkauft. Die häppchenweise Vermarktung des Centrums an der Hauptstraße hat begonnen, wie Dr. Michael Krenn gestern im Gespräch mit dem Starnberger Merkur erklärte. Er ist Geschäftsführer der Alten Post Flensburg Grundstücksverwaltungs- GmbH & Co. Betriebs KG als Eigentümerin des Gebäudekomplexes. Und in dieser Funktion hofft er jetzt auf gute Gespräche mit Vertretern der Stadt.

Bereits im Januar hat er dem Stadtrat – in nichtöffentlicher Sitzung – Rede und Antwort gestanden. „Das war sehr produktiv und konstruktiv“, gibt er die Stimmung wieder. An diesem Samstag folgt ein Ortstermin mit mehreren Stadträten, Anfang April ist ein Termin mit Vertretern der Stadtverwaltung und Bürgermeisterin Eva John anberaumt. Dabei geht es um die Frage, ob die Stadt Teile des Centrums kaufen will oder nicht. In erster Linie kommen dafür die seit Jahren leerstehende Ladenpassage mit ihren 2200 Quadratmetern, das Literaturcafé gegenüber der Schlossberghalle und die Tiefgarage mit ihren gut 300 Stellplätzen infrage.

„Ich habe den Wunsch, dass wir in diesen Gesprächen mit offenen Karten spielen“, sagt Krenn. „Und ich freue mich auf ein Angebot seitens der Stadt.“

Krenn: Immobilie ideal für die Stadt geeignet

Für die sei die Immobilie geradezu perfekt, sagt der Eigentümer: Die Passage biete neue Nutzungsmöglichkeiten von der Volkshochschule – wie vor Jahren schon einmal angedacht – bis hin zu einem Bürgerbüro. Die Tiefgarage werfe jeden Monat Gewinn ab. Und für das Literaturcafé bestehe ohnehin ein langfristiger Mietvertrag mit der Stadt. Hinzu komme die Tatsache, dass das private Centrum sowie die öffentlichen Gebäude Rathaus und Schlossberghalle über viele gemeinsame Ressourcen verfügten – von der Sprinkleranlage bis zu Über- und Unterbauten. Der 20 Jahre alte Vertrag zwischen Stadt und Alter Post umfasse deswegen auch 300 Seiten.

Wie viel er für die einzelnen Gebäudeteile erzielen möchte, will Krenn öffentlich nicht sagen. Aber: „Die Stadt soll sich bitte Gedanken machen.“ Sollte es aus dem Rathaus beziehungsweise dem Stadtrat kein Interesse am Centrum geben, werde er es anderweitig veräußern. An Interessenten werde es nicht hapern, ist sich Krenn sicher. „Der obere Teil samt Literaturcafé und die Tiefgarage sind gut zu verkaufen.“ Einzig die Centrumspassage sei schwerer am Markt unterzubringen. Und obwohl noch kein gescheites Marketing betrieben wurden sei, habe es bereits Anfragen aus China und Osteuropa gegeben.

Zunächst setzt der Geschäftsmann aber auf die Gespräche mit den Vertretern der Stadt. „Ich hoffe, dass das Thema schnell, sachlich und konstruktiv abgehandelt wird.“ Unter Zeitdruck sieht er sich dabei nicht. Gleichwohl glaubt Krenn, bis Ende des Jahres einen deutlichen Schritt weiter zu sein.

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